Offener Streit zwischen Eurogruppe und Athen: Keine Troika mehr

Athen..  Keine Annäherung zwischen der griechischen Regierung und den Geldgebern des hoch verschuldeten Landes, im Gegenteil: Es tun sich neue, tiefe Gräben zwischen Athen und Brüssel auf. Beim Besuch des Eurogruppenchefs Jeroen Dijsselbloem, der gestern in Athen mit Ministerpräsident Alexis Tsipras und Finanzminister Yanis Varoufakis zusammentraf, zeigten sich die Gegensätze in aller Schärfe. Der Chef der Eurogruppe forderte Griechenland zur Umsetzung des vereinbarten Spar- und Reformprogramms auf, wie schon tags zuvor Europaparlamentspräsident Martin Schulz im Gespräch mit Tsipras. Dijsselbloem mahnte in einer gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen mit Finanzminister Varoufakis dazu, die erreichten Fortschritte nicht aufs Spiel zu setzen und appellierte an die griechische Regierung, ihre Haltung zu klären, die Troika-Verhandlungen abzuschließen und gemeinsam mit den europäischen Partnern in die Zukunft zu gehen.

Finanzminister Varoufakis lehnt jedoch weitere Kontakte mit der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds ab. „Wir weigern uns, mit der Troika zusammenzuarbeiten“, sagte Varoufakis. Auch das bisherige Anpassungsprogramm sei mit der Wahl der neuen griechischen Links-Regierung praktisch beendet.

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