Obamas Abwesenheit in Paris „blamabel“

Washington..  Für John McCain ist die in Amerika von vielen Medien von CNN bis Fox als „blamabel“ und „instinktlos“ bezeichnete Abwesenheit Barack Obamas und seiner Regierung bei der Groß-Demonstration in Paris nur ein Symptom für grundsätzliches Fehlverhalten. Der Senator aus Arizona, oft außenpolitisches Gesicht der Republikaner, führt die Attentate in Frankreich auch auf die Politik des Weißen Hauses zurück. Sein Tenor: Weil Obama bis zur Stunde militärisch zu wenig aggressiv gegen den „Islamischen Staat“ in Syrien und im Irak vorgehe, könnten Terror-Netzwerk wie der IS oder rivalisierende El Kaida-Gruppen Erfolge für sich reklamieren - und ihre Anziehungskraft auf radikalisierte Jugendliche mit muslimischem Hintergrund weiter steigern.

Wie McCain sorgen sich auch andere Sicherheitspolitiker in Washington davor, dass sich „Paris demnächst in Amerika wiederholt“. Sie fordern eine noch engmaschigere Beobachtung potenzieller Attentäter, entschlosseneres Vorgehen der Europäer etwa bei der Sammlung und Weitergabe von Fluggastdaten und den Verzicht, Geheimdiensten wie der NSA mit Verweis auf den Schutz der Privatsphäre Ketten anlegen zu wollen.

Nach der Kritik an der Abwesenheit hochrangiger US-Politiker in Paris soll nun Außenminister Kerry noch in dieser Woche nach Frankreich reisen.