Obama trifft Castro beim Amerika-Gipfel

Panama-Stadt..  Beginn einer neuen Ära: Erstmals seit über 50 Jahren haben sich Regierungsmitglieder der einstigen „Erbfeinde“ USA und Kuba getroffen. Vor dem Amerika-Gipfel in Panama sprach US-Außenminister John Kerry mit seinem kubanischen Kollegen Bruno Rodríguez. Es sei eine „längere und sehr konstruktive Diskussion“ gewesen, sagte ein ranghoher Beamter des State Department. Man wolle nun „ausstehende Themen lösen“. Nach Berichten von US-Medien dauerte das Treffen zwei Stunden. Vermutlich ging es dabei auch um die Streichung Kubas von der US-Liste der Terror-Unterstützerstaaten.

Am Freitagabend begann der Gipfel aller 35 Staaten Nord-, Mittel- und Lateinamerikas. Als Symbol des Neustarts wollen US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro ein erstes direktes Gespräch führen. Der sozialistische Karibikstaat und die USA hatten im Dezember überraschend das Ende der Eiszeit verkündet. Nach der sozialistischen Revolution in Kuba 1959 und der Enteignung aller US-Unternehmen waren sich Havanna und Washington über Jahrzehnte spinnefeind. Zudem wollten die USA den Kleinstaat durch ein Wirtschafts- und Handelsembargo aushungern.