Nur fünf Prozent bestehen den Piloten-Psycho-Test

An Rhein und Ruhr..  Pilot Andreas Lubitz hatte seine Ausbildung an der Lufthansa Fliegerschule in Bremen absolviert. Wer im Lufthansa-Konzern Pilot werden will, muss sich vor der Flugausbildung einem mehrtägigen Einstellungstest stellen, in dem die Eignung für den Pilotenberuf festgestellt werden soll.

In dem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelten Verfahren werden neben mathematischem und technischem Verständnis sowie fliegerischer Vorbildung auch Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit und Belastungsfähigkeit unter Stress geprüft. Werden diese Tests bestanden, folgen Gespräche mit Spezialisten und Psychologen, wobei großer Wert auf die psychische Stabilität gelegt wird. Nur rund fünf Prozent aller Bewerber bestehen den Test. Daneben muss sich der Pilotenanwärter einer ausführlichen flugmedizinischen Untersuchung un­terziehen.

Danach gibt es, unter Umständen bis zum Ende der Karriere, keine verpflichtenden medizinisch-psychologischen Tests mehr, wie der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, bestätigt. Er hält dies für ausreichend: „Bei der Einstellung gibt es einen der härtesten Aufnahmetests der Welt.“

Es gibt aber noch eine weitere Überprüfung des Piloten. Zusätzlich zur gesundheitlichen Eignung wird jeder Pilotenanwärter und Pilot alle fünf Jahre einer sogenannten Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP) unterzogen.