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Nur ein Versprechen – von Sven Frohwein

02.02.2012 | 18:16 Uhr

Jetzt ist es raus: Fünf Milliarden Dollar will Mark Zuckerberg mit dem geplanten Börsengang seines Babys einnehmen. Bislang hatte der Facebook-Gründer dicht gehalten. Keine Zahlen, keine Daten, keine Fakten. Doch wer an die Börse will, der muss Auskunft geben. Das hat das weltgrößte Internet-Netzwerk nun getan. Weil es das Gesetz so will, wenn die Zahl der Investoren die 500er-Grenze überschreitet. Dann doch lieber gleich der Gang aufs Handelsparkett.

Facebook, so viel ist auch seit gestern klar, steht blendend da. Eine Milliarde Gewinn bei 3,7 Milliarden Dollar Umsatz – davon können Unternehmen der Old Economy nur träumen. Trotzdem birgt der Börsengang Risiken. Das Wachstum ist ins Stocken geraten, Märkte wie China hat Zuckerbergs Unternehmung bislang unangetastet gelassen. Und in Sachen Datenschutz droht Facebook sowohl in USA als auch in Europa Ungemach.

Der angepeilte Börsenwert von 50 bis 100 Milliarden US-Dollar ist somit nicht mehr als der Glaube an ein Versprechen – dass die Geschäftskunden nur darauf warten, die Facebook-Nutzer mit Werbung zu überschütten. Und dass die Regulierungsbehörden dabei tatenlos zusehen. Kein kleines Risiko.

Sven Frohwein

Facebook
 
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