NRW will behinderte Missbrauchsopfer aus Heimen entschädigen

Kinder-Betreuungsheim in Bad Berka (Thüringen) im November 1960. Das Bundeskabinett stockt die Zuwendungen für ehemalige DDR-Heimkinder auf.
Kinder-Betreuungsheim in Bad Berka (Thüringen) im November 1960. Das Bundeskabinett stockt die Zuwendungen für ehemalige DDR-Heimkinder auf.
Foto: dpa/Archiv
Was wir bereits wissen
Behinderte Heimkinder, die Opfer von Missbrauch wurden, können auf Entschädigung hoffen: Noch in diesem Jahr soll ein Opferfonds gefüllt werden.

Düsseldorf.. Für misshandelte und missbrauchte Heimkinder mit Behinderungen wird es noch 2015 einen Opferfonds für Entschädigungen geben. Das hat der Vorsitzende des Sozialausschusses im NRW-Landtag, Günter Garbrecht (SPD), angekündigt.

Heimkinder An dem bundesweiten Fonds sollen sich Bund, Länder und Kirchen mit jeweils 20 Millionen Euro beteiligen. Nach Angaben Garbrechts sind sich Landtagsfraktionen und Landesregierung in NRW einig, „dass der Opferfonds schnell realisiert wird“.

Der Verband Lebenshilfe NRW hatte den „fortwährenden Skandal“ beklagt, dass behinderte Missbrauchsopfer bisher von den beiden 2012 eingerichteten Opferfonds für misshandelte Heimkinder ausgeschlossen wurden, weil die Länder die Zuständigkeit beim Bund sahen. Garbrecht kündigte nun an, „Schwung in die Sache zu bringen“. Derzeit würde in zwei kirchlichen Heimen stichprobenartig geprüft, wie viele Behinderte betroffen seien.