NRW-Schulfrieden - CDU sagt auch Einzelgespräch ab
20.06.2011 | 17:08 Uhr 2011-06-20T17:08:00+0200
Düsseldorf. Die CDU lehnte am Montag eine weitere Einladung zu Gesprächen mit Rot-Grün ab, weil die Minderheitsregierung parallel auch mit der Linkspartei verhandelt. Es sei jetzt nicht die Zeit für „taktische Spielchen“, kritisierte Löhrmann die Verweigerungshaltung der CDU.
Rückschlag für einen Schulkonsens in NRW: Die CDU lehnte am Montag eine weitere Einladung zu Gesprächen mit Rot-Grün ab, weil die Minderheitsregierung parallel auch mit der Linkspartei verhandelt. Ein „Schulfrieden“ ist somit wieder unwahrscheinlicher geworden.
Solange Rot-Grün mit den „Kommunisten“ eine Schulreform machen wolle, werde es keine Verhandlungen mit den Christdemokraten geben, sagte CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann. Er forderte Rot-Grün zum Umdenken auf. Ein „wertegebundenes Schulsystem“ lasse sich unter Beteiligung der Linkspartei nicht erarbeiten.
Absage auch an „Einzelgespräch“
Am Freitag (24. Juni, 15.30 Uhr) wollen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) in Düsseldorf mit FDP und Linken über einen Schulfrieden verhandeln. Die CDU hatte bereits am Sonntag abgesagt, weil die Linke von der Minderheitsregierung miteingeladen worden war.
Einen von Schulministerin Löhrmann angebotenen Spezialtermin für Gespräche nur zwischen Rot-Grün und CDU lehnte Laumann ebenfalls ab. Es dürfe keine „Parallelverhandlungen“ geben. In einem gemeinsamen Brief mit CDU-Landeschef Norbert Röttgen an die CDU-Basis kritisierte Laumann den „Stil“ von Löhrmann. Einladungen seien leider immer zunächst über die Medien erfolgt.
Es sei jetzt nicht die Zeit für „taktische Spielchen“, kritisierte Löhrmann die Verweigerungshaltung der größten Oppositionsfraktion. Sie sei „überrascht“ vom Verhalten der CDU. Schließlich habe die Union auch an der überparteilichen Bildungskonferenz gemeinsam mit der Linken teilgenommen, sagte die Ministerin.
„Wir lassen uns von der CDU nicht vorschreiben, mit wem wir sprechen“, sagte die Grünen-Politikerin der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Allmählich müsse man glauben, dass die CDU auf Zeit spiele, weil sie in der Schulfrage zerstritten sei. In CDU-regierten Kommunen erfreut sich die rot-grüne Gemeinschaftsschule teils großer Beliebtheit.
Appell von Lehrergewerkschaft
Die Ergebnisse der Bildungskonferenz „dürfen nicht auf dem Altar parteipolitischer Eitelkeiten geopfert werden“, forderte der Chef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann.
Kritik am Nein der CDU kam auch von der SPD. „Ich kann die Argumentation der CDU nicht nachvollziehen. Ein Schulkonsens setzt die Beteiligung möglichst aller im Landtag vertretenen Parteien voraus“, sagte SPD-Fraktionschef Norbert Römer. „Die CDU zieht sich offenbar beleidigt in ihre Schmollecke zurück“, sagte der Landesvorsitzende der Grünen, Sven Lehmann.
Laumann hält für die CDU allerdings nach wie vor eine Hintertür offen. Offenbar könnten die Christdemokraten wieder in Gespräche einsteigen, falls die Konsensrunde zwischen SPD, Grünen, Linken und FDP scheitern sollte. „Dann würden wir neu überlegen. Ich bin aber kein Hellseher“, sagte der CDU-Oppositionsführer.
Linke steht bereit
Die Linkspartei warnte Rot-Grün davor, sich von der CDU abhängig zu machen. „Wenn SPD und Grüne die Gemeinschaftsschule im Schulgesetz wollen, dann können sie das nur mit uns machen, nicht mit der CDU“, sagte Linke-Fraktionschef Wolfgang Zimmermann und bezeichnete das Verhalten der CDU als „borniert“.
Für die FDP wird am Freitag unter anderem Landeschef Daniel Bahr teilnehmen. „Wir verhandeln nicht mit der Linkspartei, sondern sprechen mit der Landesregierung“, betonte Bahr gemeinsam mit FDP-Fraktionschef Gerhard Papke. „Einheitsbildung“ lehne man ab.
Nur gemeinsam mit der CDU könnte Rot-Grün die Verfassung ändern. Die Hauptschule ist bisher in der NRW-Verfassung garantiert. Die CDU hatte zugesagt, diese Garantie zu kippen, falls Rot-Grün den Bestand von Gymnasien und Realschulen festschreibt. Für eine einfache Novelle des Schulgesetzes wird die CDU dagegen nicht gebraucht. (dapd)

20:15
Eine gewählte Partei sollte in der Lage sein, sich mit einer anderen gewählten Partei an einen Tisch zu setzen. Fertich!
Ich lese übrigens immer wieder Pisa. Hat hier irgendwann eigentlich mal jemand die Pisa-Studie und die dahinterstehende OECD gegooglet?
Oder auch DIW, INSM, Bertelsmann-Stiftung etc.?
Und wird tagtäglich (auch von der WAZ) vorgemacht, daß das alles ein Stein gemeißelte Studien, Institute oder Meinungen seien.
Dabei kann sich jeder im Net schlaumachen, was dahintersteckt.
12:38
@26 und ich finde es geschichtslos, wenn man nicht begreifen kann, dass Massenexperimente, die mit -ismus enden, längst auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet sind - wo sie auch hingehören!
10:57
#24 von utkiek
Wieder so ein Dummvergleich.....
Was wollen Sie damit bezwecken ?
Glauben Sie, die Leute merken nicht, das Sie mit Ihrem geschichtslosen Gequatsche das zu relativieren versuchen, was nicht zu relativieren und zu vergleichen ist ???
23:43
Nach dem ersten Fund bestritt Filbinger seine Mitwirkung an weiteren Todesurteilen zunächst und gab dann an, die danach entdeckten Fälle vergessen zu haben. Er entschuldigte sich nicht bei Grögers Angehörigen, sondern verteidigte seine Urteilsanträge und Urteile als formal rechtmäßig und weisungsgebunden. Sein mündlich bezeugter, von ihm aber bestrittener Interviewsatz
„Was damals rechtens war, kann heute nicht Unrecht sein“
Einfach mal selber googlen^^
Und vielleicht haben Sie von den Verbrechern nix gehört weil die meisten schon Tod sind!
21:08
@21 Allerdings habe ich bisher nicht vernommen, dass die von Ihnen Genannten sich öffentlich hingestellt hätten, und über die Erreichung des Nationalsozialismus schwadroniert hätten... (vergleichbar mit Frau Lötzsch; siehe: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,737780,00.html )
20:40
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20:39
#16:
Eingfach mal folgenden Internet-Seite besuchen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_tätig_waren
20:34
#19
na versuchen sie es mal mit den Namen:
Hier eine Auswahl von CDU/CSU-Mitgliedern mit Nazivergangenheit:
Albrecht, Erwin
Birrenbach, Kurt
Bismarck, Otto von
Blankenhorn, Herbert
Buchka, Karl von
Bucher, Ewald
Carstens, Karl
Conring, Hermann
Filbinger, Hans
Franken, Paul
Glüsing, Hermann
Goppel, Alfons
Ich kann Ihnen aber auch noch 30 andere nennen!
20:32
Die CDU verlässt endgültig den Boden der parlamentarischen Demokratie.
Obwohl eigentlich schon vorher klar war, das sie nicht an besseren Staatsschulen interessiert sind. DIe hätten sie ja selbst machen können - lang genug Zeit hatten sie ja.
19:57
#15
Ist mir neu, daß Horst Ehmke, Karl Schiller, Erhard Eppler usw. CDU Mitglieder waren.