Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Finanzen

NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost

06.10.2011 | 18:11 Uhr
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
Schöner Osten: Die Altstadt von Görlitz.

Düsseldorf.   Der NRW-Landtag hat den Solidarpakt als Thema entdeckt. Schuldenberge bei uns, während Brandenburg über neue Anlagemöglichkeiten diskutiert? Nur die SPD hält sich auffällig zurück, im Wahlkampf klang sie noch anders.

Im Düsseldorfer Landtag stößt der Solidarpakt Ost auf immer lautere Kritik. Alarmiert durch die Finanznot der NRW-Kommunen, gibt es bei CDU und Linken Sympathien für den Vorstoß von Grünen-Fraktionschef Reiner Priggen, die Zahlungen abzusenken und das Geld gerechter zu verteilen. „Wir brauchen mehr Solidarität auch für Städte bei uns in NRW“, präzisierte Priggen seinen Vorschlag.

Er regt eine Initiative auf Bundesebene an, um den Soli auf den Prüfstand zu stellen. „Die Finanzierung ist überproportional“, sagte er. Während NRW die kommunale Finanzmisere mit Hilfspaketen bekämpfen müsse, seien die Städte gezwungen, über Kassenkredite ihren Soli-Beitrag Ost zu finanzieren.

Fünf Milliarden bis 2019

Bis 2019 werden allein aus NRW weitere fünf Milliarden Euro an Zahlungen für die Ost-Länder fällig. Davon müssen die klammen Kommunen 40 Prozent aufbringen. Auch Linken-Fraktionschef Wolfgang Zimmermann sagte, er persönlich halte es für „sinnvoll, wenn sich die Finanzhilfe am tatsächlichen Bedarf orientiert“. Wie berichtet, muss etwa Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren keine Schulden mehr aufnehmen.

„Priggen hat Recht. Es kann nicht sein, dass die Ruhrgebietskommunen in Schulden versinken und in Brandenburg über neue Anlagemöglichkeiten diskutiert wird“, sagte CDU-Fraktionsvize Josef Hovenjürgen. Er will in der Fraktionssitzung die Möglichkeit einer gemeinsamen Landtagsresolution erörtern.

SPD ist skeptisch

Die SPD hält Korrekturen am Soli bis 2019 aufgrund fehlender politischer Mehrheiten für wenig realistisch. Fraktionschef Norbert Römer fordert, bis dahin mehr Geld aus Förderprogrammen des Bundes benachteiligten West-Ländern und Kommunen zuzuleiten. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte sich im Landtagswahlkampf vehement für eine Änderung am Solidarpakt II ausgesprochen, den Bundestag und Bundesrat 2001 beschlossen hatten.

 

Tobias Blasius; Theo Schumacher

Facebook
 
Kommentare
07.10.2011
18:24
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von meinemeinungdazu | #15

#2:
Darum bekommt der Lügner auch keinen Friedens-Nobelpreis.

07.10.2011
06:46
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von russkopp | #14

#Trowel
Grundsätliches zu Ihren Kommentaren: Benutzen Sie bitte nicht so viele Lehrzeilen. Kostet Platz - und erschwert das Lesen!

07.10.2011
01:05
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von sonsengnim | #13

Eine Anführerin aus den vor 20 Jahren neuen deutschen Ländern sollte etwas am Solidarpakt Ost ändern!? Tss, tss... Kaum vorstellbar, oder?

06.10.2011
23:48
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von computerprinzessin | #12

Es ist an der Zeit, daß die Ost-Kommunen auch mal Solidarität beweisen und ihre Überschüsse an die klammen West-Kommunen überweisen.

06.10.2011
23:46
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von Trowel | #11

@DerEchteIgel
Kaufkraft der Länder, Städte und Gemeinden in den NBL, die sofort wieder als Einnahmen im Westen, nämlich bei den Firmen im Westen als Einnahmen landen.


Hier geht es aber nicht, wie viele hoffen, darum, dass der Soidaritätszuschlag abgeschafft wird, sondern lediglich darum,. dass die Steueeinnahmen so bleiben wie sie sind und nicht im Rahmen von Sonderregelungen des Finanzausgleichs in den Osten gehen, sondern hier im Westen verbleiben.

Das haben aber einige nicht verstanden.
So beispielsweise GandalfDERWestfale:

Zitat
Diese Steuer werden wir nie wieder los.


Es geht aber um keine Steuer.


Man sollte also schon wissen, worum es geht.

06.10.2011
23:28
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von DerEchteIgel | #10

Man Trowel trotzdem isses die Kohle der die im Westen Malochen und denen man nach und nach jeden Cent aus der Tasche zieht?

WAS IST DARAN SO SCHWER ZU VERSTEHEN?

Was bleibt? Eine Verlagerung von Finanz und Kaufkraft in die NBL.

06.10.2011
23:26
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von spiker1234 | #9

@8
WIE OFT MUSS MAN DAS NOCH WIEDERHOLEN?

Wiederhole soviel du willst. Mich interessiert nicht wie die Gelabzocke heisst.

1,5 Billionen Euro Deutsche Einheit noch viel teurer - Jahr 2004- heute schreibt man nicht mehr darüber.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/1-5-billionen-euro-deutsche-einheit-noch-viel-teurer-1178937.html

06.10.2011
23:01
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von Trowel | #8

@MichaP
@GandalfDERWestfale
@spiker1234

Es geht nicht um den SolidaritätsZUSCHLAG sondern um den SolidarPAKT.


Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag (umgangssprachlich „Soli“) ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer und Körperschaftsteuer in Deutschland. Das Aufkommen steht allein dem Bund zu. Daher bedarf das Solidaritätszuschlaggesetz (SolzG) auch nicht der Zustimmung des Bundesrates nach Art. 105 Abs. 3 GG. Darüber hinaus besteht ein Solidarpakt zwischen Ländern und Bund..



Solidarpakt

Als Solidarpakt wird in Deutschland die Einigung zwischen Bundesregierung und Bundesländern bezeichnet, den ostdeutschen Bundesländern für den Abbau teilungsbedingter Sonderlasten besondere Finanzmittel im Rahmen des Länderfinanzausgleichs durch besondere Bundesergänzungszuweisungen zukommen zu lassen. Er sollte nicht mit dem Solidaritätszuschlag verwechselt werden, der von allen arbeitnehmenden Bundesbürgern zu entrichten ist und nicht an den Aufbau Ost zweckgebunden ist.



WIE OFT MUSS MAN DAS NOCH WIEDERHOLEN?

06.10.2011
22:37
Blockierter Kommentar.
von Face_Fuck | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.10.2011
22:19
NRW macht Front gegen Solidarpakt Ost
von spiker1234 | #6

Keiner zahlt mehr den Soli-Basta! Was gibt da zu diskutieren?
Man kann nicht Millionen Menschen einsperren.
Merkel missachtet das Grundgesetz und den EU Vertrag- und was ist passiert- nichts!

Die Ostdeutschen tilgen ihre Schulden mit Soli,z.B. Stadt Dresden,
und NRW muss sich verschulden um die
5 Milliarden € zu zahlen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5136354/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
Ramsauer will Punktesystem in Flensburg noch verschärfen
Verkehr
Wer sich unerlaubt vom Unfallort entfernt oder andere durch zu nahes Auffahren nötigt, soll im neuen Verkehrssünder-System mit drei Punkten in Flensburg bestraft werden. Das plant Bundesverkehrsminister Ramsauer. Er will die Reform der Verkehrssünder-Datei nach Bürgerbefragungen verschärfen.
Streit um Pkw-Mautpläne von Verkehrsminister Ramsauer
Autobahn
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) will eine Pkw-Vignette wie in der Schweiz oder Österreich einführen. Die Koalition solll das Thema am 4. Juni diskutieren. Allerdings sperrt sich die FDP bereits gegen das Vorhaben.
Foto 50 Kommentare 50