NRW landet bei Bildungsstudie nur auf dem vorletzten Platz
20.08.2009 | 21:41 Uhr 2009-08-20T21:41:00+0200
Köln. NRW erreicht bei einer bundesweiten Bildungsstudie nur den vorletzten Platz. Die Schwächen: ein schlechter Betreuungsschlüssel an den Hochschulen und schlechte Ergebnisse bei bundesweiten Schülervergleichstests. Dennoch hat das Land in den vergangenen Jahren Fortschritte gemacht.
Bei der bundesweiten Vergleichsstudie «Bildungsmonitor 2009» hat Nordrhein-Westfalen erneut schlecht abgeschnitten. Wie in den Vorjahren rangierte das einwohnerstärkste Bundesland auf dem 15. und damit vorletzten Platz. Der «Bildungsmonitor» der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) wurde am Donnerstag in Köln veröffentlicht. Den Spitzenplatz der Studie belegte Sachsen, gefolgt von Thüringen und Baden-Württemberg. Das Schlusslicht bildete Berlin.
NRW hat sich stark verbessert
Schwächen seien in NRW schlechte Betreuungsrelationen an den Hochschulen und auch schlechte Ergebnisse bei bundesweiten Schülervergleichstests. Deutliche Verbesserungen im Vergleich zu den Vorjahren habe es bei den Aspekten «Zeiteffizienz» und «Akademisierung» im nordrhein-westfälischen Bildungsbereich gegeben. Im Bereich «Zeiteffizienz», in den unter anderem die Studiendauer fällt, sei bundesweit der zweitbeste Wert erzielt worden.
Die Bildungssituation in Nordrhein-Westfalen hat sich den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren zwar stärker verbessert als in anderen Bundesländern. Dennoch reiche es beim «Bildungsmonitor» nach wie vor nur für Platz 15.
GEW: Wahlversprechen nicht erfüllt
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte, dass die CDU-FDP-Landesregierung ihr Wahlversprechen, kleinere Schulklassen zu schaffen, nicht erfüllt habe. «Wenn individuelle Förderung für bessere Schulabschlüsse wirklich stattfinden soll, müssen endlich konkrete Schritte zur Herabsetzung der Obergrenze für Schulklassen ergriffen werden», sagte GEW-Landeschef Andreas Meyer-Lauber. Er bemängelte außerdem, dass 40 Prozent aller Lehramtsstudierenden in Nordrhein-Westfalen nicht das Examen erreichen.
Die Studie bewertet den Angaben zufolge anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslands einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet. (ddp)

12:23
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12:30
@25 von kat
Ja, in NRW gibt es tatsächlich separate Hauptschulen - noch. Doch die Abstimmung mit den Füßen wird ihr verstärkt durch sinkende Schülerzahlen den Todesstoß geben. NRW ist das Land, das die meisten Bildungsstudien in Auftrag gegeben hat. Bei absolut jeder Studie hatten die Hauptschulen das schlechteste Resultat. Dieses Ergebnis ist sogar geschönt, denn es gibt immer wieder Hauptschulleiter, die mit viel Herzblut das beste daraus machen.
Ansonsten bin ich Föderalist. Stärke und Erfolg beruhen auf der Selbstverwaltung der Bundesländer. Jedes Land ist ein Staat für sich. Schon vergessen? Die DDR ist der BUNDESrepublik beigetreten und nicht umgekehrt. Im Schulwesen gibt es einen dunklen Punkt, die Kultusministerkonferenz (dieses Bürokratie-Monster zu erklären würde zu weit führen). Wie @34 sanne anmerkt hat NRW vieles wie z.B. die Laborschule in Bielefeld probiert. Leider gab es dafür bei der Kultusministerkonferenz keine Mehrheit. Daraufhin hat man sich beleidigt zurückgezogen und weiter gewurschtelt. Anders die Bayern, die sind stets klare Kante gefahren.
Wie wir von PISA, aber auch von gezielteren Studien wissen, es gibt viele Wege guten Unterricht zu machen. Ob autoritär oder antiautoritär, integrativ oder selektiv, alles hat seine Vorteile. Wichtig ist nur eins: Man muss ein Konzept haben und dieses umsetzen. Es können auch mehrere Konzepte sein, die parallel laufen. Nur larifari geht nicht. Wer sagt, eigentlich müssten wir ... aber wirklich tun wollen wir es nicht, weil zu teuer, zu viel Widerstand, noch nicht genügend erprobt (erst 30 Jahre in Deutschland und 200 anderswo), die Lehrer dafür nicht geschult sind, dann wird es scheitern.
@sanne gerade die Gesamtschulen sind sehr erfolgreich. Doch dieses Konzept wurde als Paket geplant. Eigentlich zwingend notwendige Elemente wurden nach und nach abgeschafft. Dafür gibt es zahlreiche Gesamtschulnotgründungen. Einige besonders schlechte Hauptschulen haben, statt geschlossen zu werden, die Flucht nach vorn angetreten und sich zur Gesamtschule ohne Oberstufe erklärt. Bei einigen hat das zusätzliche Geld, haben die zusätzlichen Lehrer etwas heraus gerissen, bei anderen nicht. Der schlechte Ruf der Gesamtschulen stammt genau von diesen Schulen, die glauben ein neues Türschild würde bereits besseren Unterricht bedeuten.
08:49
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08:36
#36
Die erfolgreichsten Bildungsländer in Deutschland (Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg) sind alle schwarz bzw. schwarz-gelb. Daran kann es nicht liegen.
Mit billiger Polemik bringen wir die Schulen nicht weiter, dies auf dem Rücken der Kinder auszutragen ist beschämend. Die Bildung der Kinder wird nicht durch die Politik besser, sondern nur, wenn sie mehr und intensiver lernen, das ist das Geheimnis. Es muss in der Schule mehr geleistet und gelernt werden.
05:54
Noch ein Jahr denn ist die schwarze Unfähigkeit und die gelbe Mafia weg, mit etwas Glück werden unsere Kinder wieder lernen können....
05:52
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21:12
Und dabei gibt es in NRW innovative Schulen, in denen sie Schüler und(!) Leher wohlfühlen. Schüler die wohl auch gleichauf mit Finnland bei der Pisa-Studie lagen. Z.B. Laborschule in Bielefeld.
Leider will man das nicht oder traut sich nicht ...
Im übrigen lag NRW schon immer auf den hinteren Rängen im direkten Vergleich - und das nicht erst seit die CDU am Werk ist.
Gesamtschulen haben es auch nie wirklich rausgerissen. Da muss man mal Fair sein.
20:49
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20:42
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19:30
Ist schon klar. Der Rüttgers und die Sommer haben total versagt. Wäre Rot/Grün noch an der Regierung hätten die Bayern keine Chance. Selbst Finnland wäre gefährdet. Diese Banausen (CDU) haben das Schulwesen in NRW total ruiniert.