NRW-Innenminister Jäger zeigt Härte gegen betrunkene Radfahrer

NRW-Innenminister Ralf Jäger will die Promillegrenze bei Radfahrern von 1,6 auf 1,1 Promille senken.
NRW-Innenminister Ralf Jäger will die Promillegrenze bei Radfahrern von 1,6 auf 1,1 Promille senken.
Foto: dapd/Sascha Schuermann
Was wir bereits wissen
Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) will die Promillegrenzen senken. In NRW waren im vorigen Jahr 960 betrunkene Radfahrer an Unfällen mit Toten und Verletzten beteiligt.

Düsseldorf.. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) fordert die Senkung der Promillegrenze für Radfahrer. „Die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit für Radfahrer muss von 1,6 auf 1,1 Promille gesenkt werden“, sagte Jäger der WAZ. In NRW waren im vorigen Jahr 960 betrunkene Radfahrer an Unfällen mit Toten und Verletzten beteiligt.

„Manche kommen mit dem Rad zur Party, weil sie glauben, sich dann betrinken zu können“, kritisierte Jäger. „Betrunkene Radfahrer sind aber eine Gefahr für sich und andere. Damit muss Schluss sein. Von den 960 in schwere Unfälle verwickelten Radfahrer hatten 840 mehr als 1,1 Promille im Blut. Der höchste Wert lag bei 5,0 Promille.“

Betrunkene Radfahrer riskieren Strafanzeige

Alkohol Nach Erfahrungen der Polizei wissen viele Radfahrer nicht, dass sie bereits eine Strafanzeige wegen Trunkenheit riskieren, wenn sie mit 0,3 Promille in einen Unfall verwickelt werden. „Das gilt auch bei Ausfallerscheinungen wie Sturz oder Fahren in Schlangenlinien“, warnte Jäger. Er forderte auch einen Ordnungswidrigkeiten-Tatbestand bei niedrigen Promillewerten. Der Grenzwert von 0,5 Prozent gilt bisher nur bei Autofahrern. „Auch für Radfahrer muss ein angemessener Wert festgeschrieben werden“, so Jäger.