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NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern

14.02.2010 | 10:26 Uhr
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern

Düsseldorf.Die nordrhein-westfälischen Grünen wollen strengere Regeln für den Tierschutz. So sollen Naturschutzverbände beteiligt werden, wenn es um die Genehmigung von Massenbetrieben geht. Auch die Vorgaben für Tierversuche will die Partei verschärfen.

Keine Straße darf in NRW gebaut werden, ohne dazu vorher die Meinung von Naturschutzverbänden einzuholen. Soll ein weiterer Betrieb zur Massentierhaltung entstehen, sind hingegen Tierschutzverbände von einer Beteiligung am Genehmigungsverfahren ausgeschlossen. Naturschutzverbände können gegen geplante Eingriffe in die Natur klagen, Tierschutzverbände gegen zu befürchtende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nicht. „Diesen Widerspruch kann doch niemand erklären”, sagt nun der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Landtag, Johannes Remmel.

Grüne wollen Tierversuche einschränken

Die frühzeitige Beteiligung von Tierschützern bei umstrittenen Projekten sowie die Einführung eines so genannten Verbandsklagerechts auch für Tierschutzorganisationen sind Teile eines Forderungskatalogs der Grünen zur Verbesserung des Tierschutzes. Denn der weise „gravierende Defizite” auf.

Beispiel Tierversuche: Um 3,2 Prozent ist die Zahl der Tierversuche gestiegen. „An der Ruhruniversität Bochum werden Affen in enge Plexiglaskästen gesetzt, um ihnen die Schädeldecke aufzubohren und bei Flüssigkeitsentzug neurobiologische Experimente durchzuführen”, nennt Remmel ein Beispiel. Pro Jahr wird in Deutschland an rund 2,7 Millionen Tieren experimentiert. Die Grünen wollen strengere Regeln und eine Reduzierung der Tierversuche um jährlich zehn Prozent.

Gegen den Abschuss von Haustieren

Beispiel Jagd: Jagdhunde dürfen an lebenden Tieren ausgebildet werden, Jäger schießen auch Katzen und Hunde tot. Die Grünen fordern, dass der Abschuss von Haustieren grundsätzlich verboten wird. Beispiel Tierheime: Viele Einrichtungen sind in ihrer Existenz bedroht. Die Grünen verlangen finanzielle Absicherung.

Der Landestierschutzverband NRW begrüßt die Initiative. „Obwohl Tierschutz im Grundgesetz steht, kommt die Ethik viel zu kurz”, klagt Präsidiumsmitglied Erika Scheffer.

Christoph Meinerz

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Kommentare
14.02.2010
21:08
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von Antonietta | #31

Gegen den Abschuss von Haustieren:
JägerInnen stellen nur 0,3% der Bevölkerung. Und trotzdem beherrschen sie fast unsere gesamte Natur. Die weit mehr als 300.000 Jäger durchstreifen schwerbewaffnet unsere Wälder oder sitzen im Hinterhalt auf Hochsitzen, um das wehrlose Wild abzuknallen.
Mindestens 6 Millionen Tiere metzeln die Grünröcke jedes Jahr in Deutschland nieder. Hinzu kommen allein bis zu 30.000 erschossene Hunde und bis zu 400.000 Katzen, für deren Tod die JägerInnen nach eigenen Angaben verantwortlich sind.
Im Jagdjahr 2004/05 wurden von Jägern in Deutschland z.B. 552.812 Feldhasen, 162.096 Wildkaninchen, 445.267 Fasane und
11.745 Rebhühner getötet
(http://www.jagd-online.de/datenfakten/jahresstrecken/?meta_id=256)

14.02.2010
21:07
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von Antonietta | #30

Genehmigung von Massenbetrieben ->
Größer - schneller - billiger:

Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente - sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.
Mediziner warnen seit Jahren die Verbraucher vor Medikamentenanreicherungen in Fleisch, Milchprodukten und Eiern. Es gilt als gesichert, daß Antibiotikaanreicherungen im Fleisch, speziell im Schweinefleisch, die Hauptursache für die hochbrisante Antibiotikaresistenz beim Menschen sind. Immer mehr Menschen sprechen selbst auf hohe Antibiotikadosen nicht mehr an.

14.02.2010
21:05
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von Antonietta | #29

Grüne wollen Tierversuche einschränken:
Tierversuche sind ungeeignet, Heilungs- und Behandlungsmethoden für menschliche Krankheiten zu entwickeln. Für solche Experimente werden Tiere künstlich krank gemacht. Weder die Ursachen noch die Symptome entsprechen denen der Krankheit im menschlichen Organismus. Bis heute hat daher auch die tierexperimentelle Forschung in der Medizin trotz jahrzehntelanger Bemühungen keinen wesentlichen Beitrag zur Heilung von Krebs, Rheuma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen geleistet.

14.02.2010
13:52
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von Eva | #28

… na das wäre ja mal toll, wenn da endlich was passieren würde, denn ich habe eigentlich eher das Gefühl, dass das „Sammelbecken von Tiere quälenden Psychopathen“ immer voller wird und man sich dort mit wachsender Begeisterung ganz legal und öffentlich ausleben darf, ohne dass irgendetwas passiert. Außer natürlich dass der trottelige kleine Tierschützer da drumherum springt wie ein schimpfender Feuerteufel. Da er aber eh nur als emotionaler Hansel belächelt wird und er keine Rechte genießt, ist das ja vollkommen uninteressant.

14.02.2010
12:56
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von Eckard Wendt | #27

Die Initiative der Bündnisgrünen in NRW ergibt sich logisch aus dem Parteiprogramm und den entsprechenden Initiativen der Partei in den Bundesländern Bayern, Schleswig-Holstein und NRW, um nur drei zu Nennen sowie auf Bundesebene.
Man kann es nicht oft genug wiederholen und deutlich genug sagen: Bündnis 90 / Die Grünen und die Linken sind die einzigen der in deutschen Parlamenten vertretenen Parteien, die es ernst mit dem ethisch begründeten Tierschutz meinen und offen sagen, was sie anstreben. Dagegen schweigen die angeblich christlichen (C-)Parteien meistens oder sie bekennen sich offen zur Ausbeutung der Tiere wie der ganzen Schöpfung. Bei der FDP ist der ethisch begründete Tierschutz bislang noch nicht einmal in den Köpfen und schon gar nicht in den Herzen angekommen. Die SPD hat die Legehennen 2005 verraten und verkauft, um mit der CDU/CSU ins Bett gehen zu können, Pardon, um an der Macht zu bleiben, weshalb es jetzt in Deutschland immer noch Legekäfige gibt, die nun in verbrauchertäuschender Absicht als Kleingruppenhaltung bezeichnet werden.
Es wird Zeit, daß das Verbandsklagerecht endlich bundesweit etabliert wird, um der hemmungslosen, rein profitorientierten Ausbeutung Tiere Einhalt gebieten zu können, damit zum Beispiel den Nutztieren wenigstens ein erträgliches Leben gewährt werden muß, bevor sie getötet werden. Auch das generelle Verbot des Tötens ohne vorherige Betäubung (das sogenannte Schächten) muß endlich strikt verboten werden!

14.02.2010
12:37
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von Elke Bongers | #26

Seit vielen Jahren habe ich mir aufgebürdet den Tieren zu helfen. Ich sage bewusst aufgebürdet, denn alles was man tut ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein vom Gesetzgeber wird immer nur versprochen aber in Wirklichkeit wird alles für unsere Mitgeschöpfe noch viel grausamer weltweit. Z. B. werden Tiere erschossen aus purer Lust am Töten (man nennt das Hobby), es wird gschächtet (aus religiösen Gründen), in China, vielleicht auch noch in anderen Ländern, werden lebende Tiere verspeist (man nennt es Delikatesse und belustigt sich sogar an den Schmerzen des Tieres), Wale werden getötet obwohl es verboten ist (man nennt es Tradition). Ich könnte endlos so weiter machen, Massentierhaltung, Tiertransporte, Tierversuche u.s.w. Ich bin angewidert von solchen Menschen die kein Mitgefühl kennen, diese Egomanen sind auch für andere Menschen hochgefährlich.

14.02.2010
12:18
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von Enslo | #25

Dann sollten siie mal damit anfangen das grausame Schächten von Tieren zu verhindern.
Da traut sich anscheind kein Grüner so richtig ran. Das ist nur eins der Themen, wo anscheinend einige nicht so gerne öffentlich drüber diskutieren wollen und das bei einer Partei, die einst den Tierschutz im Programm hatte.

14.02.2010
12:07
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von calipier | #24

NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
Mein gott ist das ein Verein, während das Staatsschiff einer Katastrophe entgegensteuert, wollen die den Tierschutz verbessern!

14.02.2010
10:45
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von derhamburger | #23

#15 von unbestechlicher, vor 13 Stunden
hier mal eine andere meinung.ist nicht von mir.
auch ist es nicht hilfreich sich auf eine studie zu beziehen ohne die quelle zu nennen.


Hallo,

ich muss mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben.

In unserem Gassigebiet sind in den letzten 2 Monaten 3 Rehe von Hunden gerissen worden. Der Jäger hat alle drei untersucht, es sind eindeutig Hunde dran schuld.

Gewesen sein wills natürlich mal wieder keiner, wie letzten Sommer auch, als ein Hund in die Schafsherde eingefallen ist und drei Schafe getötet hat.

Wir haben hier drei Hunde die eindeutig jagen, stundenlang in den Wald abhauen und was weiss ich was anstellen.

Warum kommen die Besitzer nicht zur Vernunft. Die eine mit einem jagenden Hirtenhund meinte nur, sie sieht es doch nicht ein ihren Hund an die Leine zu nehmen. Sie steht sich lieber die Beine in den Bauch.

Der andere hat letzes Jahr seinen Jagdhund durch einen Unfall verloren. Vorher hat der Hund nachweislich 2 Hasen und 2 Katzen getötet. Man hat sich die gleiche Rasse wieder angeschafft, und der Hund hat auch schon mit ein paar Monaten angefangen zu jagen. Mal sind es nur die Krähen auf dem Feld, aber er geht auch ab in den Wald.

Die dritte hat einen Hund der grundsätzlich in alle Gärten geht. Hinter allem herjagd was fliegt, rennt, klettert. Und dieser Hund streift ständig nach der Suche auf Beute im Unterholz rum.

Fakt ist, dass nun wieder der allgemeine Leinenzwang disskutiert wird. Nur weil eine handvoll Leute ihre Hunde alles machen lassen.

Wie bitte bringt man solche Menschen zur Vernunft. Muss es wirklich so weit kommen, dass ein wildernder Hund
erschossen wird?

Vor ein paar Jahren kam es übrigens schon zu einem schweren Unfall, weil ein Hund ein Reh in ein Auto gehetzt hat. Der Unfallfahrer hat damals einen Schäferhund erkannt. Aber davon gabs so viele, leider wurde der richtige nicht gefunden. Also darf man ja auch nicht ausser Acht lassen, dass diese Dummheit auch Menschenleben kosten kann.

Ich könnte heulen wenn Tiere so unnötig getötet werden.

14.02.2010
10:00
NRW-Grüne wollen den Tierschutz verbessern
von renitent | #22

@19: um das wild zu schützen, müssten jäger sich die knarre an den kopf halten..!

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