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Kurzarbeit

NRW fordert Ausweitung des Kurzarbeitergeldes 

24.10.2012 | 10:21 Uhr
NRW fordert Ausweitung des Kurzarbeitergeldes 
Das Kurzarbeitergeld soll, trotz guter Konjunktur, auf 24 Monate verlängert werden.Foto: dapd

Düsseldorf.  Die Kurzarbeit in Deutschland soll nach Meinung des NRW-Arbeitsministers, Guntram Schneider, ausgeweitet werden. Er fordert das Kurzarbeitergeld, trotz guter Konjunktur, auf 24 Monate zu verlängern. Derzeit zahlt die Bundesagentur für Arbeit dieses nur für sechs Monate.

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) hat die Bundesregierung aufgerufen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern. "Die Kurzarbeit war während der letzten großen Krise das zentrale Instrument, mit dem verhindert wurde, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland eingebrochen ist", teilte Schneider am Mittwochmorgen in Düsseldorf mit. Zwar seien die meisten Betriebe aktuell nicht auf eine längere Kurzarbeit angewiesen. Dennoch sehe die Auftragslage vieler Unternehmen schon jetzt "alles andere als rosig" aus.

"Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Konjunktur noch weiter nachlässt", fügte Schneider hinzu. "Deshalb muss für die Betriebe das wichtige Instrument der Kurzarbeit zur Sicherung der Beschäftigung wieder dauerhafter möglich sein." Die Bundesregierung sollte dafür mit einer entsprechenden Rechtsverordnung sorgen.

Derzeit zahlt die Bundesagentur für Arbeit für sechs Monate Kurzarbeitergeld . Es war in der Krise 2008/09 befristet auf 24 Monate ausgeweitet worden. (dapd)

Kommentare
24.10.2012
16:37
Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 % (allgemeiner Leistungssatz) der Nettoentgeltdifferenz des Monats, in dem die Arbeit ausgefallen ist, also kurzgearbeitet wurde.
von AuroraBorealis | #4

Erfolgt währenddessen oder gleich nach dem Bezug von Kurzarbeitergeld (K-Geld) die Arbeitslosigkeit, dient zur Berechnung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld I das K-Geld.
Das bedeutet, dass wohl jeder der nach dem Bezug von K-Geld in die Arbeitslosigkeit entlassen wird, er zwar Anspruch auf ALG I hat, dieses aber so niedrig ausfällt, dass man sofort aufstockendes Hartz IV beantragen muß.
Doch vor dem Hartz IV-Bezug müssen sich die Arbeitslosen erst von großen Teilen ihres Sparvermögens trennen, Lebensversicherungen kündigen, Haus und Hof verkaufen, in kleine Drecksbuden in sozialen Brennpunkten der Stadt umziehen, usw.
Mit den vor der Bundestagswahl 2013 stattfindenden Wohltaten (Verlängerung des K-Geldes, Wegfall der Praxisgebühr, Senkung des Rentenbeitrags usw.) sollen das Wahlvieh nur wieder milde gestimmt werden, um die gleichen Sozialabbauhenker von SPD, CDU, usw. zu wählen.
Man erinnere sich an 2006:
SPD = Es sei unfair, die SPD an ihren Wahlversprechen zu messen!
SPD?
NEIN!!!

1 Antwort
NRW fordert Ausweitung des Kurzarbeitergeldes 
von wohlzufrieden | #4-1

Klasse Kommentar!

24.10.2012
14:19
NRW fordert Ausweitung des Kurzarbeitergeldes 
von eisenkopf | #3

Die 2008/2009 angewandte Regelung war ideal für alle Beteiligten: Es konnten Entlassungen vermieden werden, die Mannschaft blieb "an Bord" und man konnte zum Ende der Krise durchstarten.

@ blackeye

Es geht hier darum, eine Konjunkturdelle durchzustehen, nicht strukturelle Probleme zu lösen.

24.10.2012
13:42
Ja sicher,
von Blackeye | #2

das ist genau wieder so eine Staistikverbiegerei wie bei den Aufstockern und den Arbeitslosen in Maßnahmen. Je länger die als Kurzarbeiter geführt werden, desto später werden die zu Arbeitslosen - die Nummer gab es schon nach dem Beitritt der EX-DDR - O Stunden Kurzarbeit statt sofort von Arbeitslos zu sprechen. Macht aber ne schöne monatliche Zahl - insbesondere in Wahlkampfzeiten immer gerne gesehen.

24.10.2012
12:56
Zwergenlohn
von wohlzufrieden | #1

Kurzarbeitergeld schön und gut, aber wie viel bekommen normal große Arbeiter?

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NRW fordert Ausweitung des Kurzarbeitergeldes 
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http://www.derwesten.de/politik/nrw-fordert-ausweitung-des-kurzarbeitergelds-id7223862.html
2012-10-24 10:21
Kurzarbeit,SPD,NRW,Arbeitsmarkt,Ausweitung,Auftragslage
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