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100-Millionen-Haushaltslo...

NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor

02.09.2009 | 08:15 Uhr

Dortmund. Dortmund drohe bis Jahresende ein 100-Millionen-Euro-Loch im Etat, verkündete der scheidende Oberbürgermeister Langemeyer einen Tag nach der Kommunalwahl. Die NRW-CDU wirft den Sozialdemokraten nun Wahlbetrug vor. Der neue OB, Ullrich Sierau, beteuert, von dem Loch nichts gewusst zu haben.

Was wusste Stadtdirektor Ullrich Sierau (SPD) vom 100-Millionen-Haushaltsloch, bevor er am Sonntag zum neuen OB gewählt wurde? Und: Wie lange halten die düpierten Grünen, selbst Opfer von Langemeyers Tarnen-und-Täuschen-Taktik, den Partnern von der SPD noch die Stange? Diese Fragen stellen sich einen Tag nach der Ankündigung einer Haushaltssperre durch den amtierenden OB und Kämmerin Dr. Christiane Uthemann.

"Arroganz der Macht"

Die Darstellung von SPD-Fraktions-Chef Ernst Prüsse, an der SPD komme keiner vorbei, zieht CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Hengstenberg sehr wohl in Zweifel. „Zumindest drei Fraktionen wollen die Arroganz der Macht, Markenzeichen des Regimes Langemeyer, in Zukunft nicht mehr mittragen.” Was er damit meint, ist klar: Jamaika - ein schwarz-gelb-grünes Bündnis für eine Finanzpolitik der Haushaltsklarheit und Haushaltswahrheit, wie die NRW-Gemeindeordung sie verlangt.

Frank Hengstenberg (r.), Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat, will prüfen lassen, ob man die Stadtkämmerin für ihr Täuschungsmanöver zur tatsächlichen Lage an der Finanzfront disziplinarisch belangen kann.

„Die Wähler sind bewusst betrogen und belogen worden”, sagt Hengstenberg zur Haushaltssperre keine 24 Stunden nach Schließung der Wahllokale. Er werde prüfen lassen, ob die Stadtkämmerin Dr. Christiane Uthemann (SPD) für ihr Verhalten disziplinarisch belangt werden könne. Noch am 26. August habe die Verwaltung mitgeteilt, dass „nach wie vor anhand der Auswertungen zu den Gesamterträgen und Gesamtaufwendungen derzeit nicht erkennbar” sei, „dass die Stadt Dortmund mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht auskommen wird”. Dass die Verwaltung innerhalb von fünf Tagen neue Erkenntnisse erlangt und in ein Haushaltsloch von 100 Millionen Euro stürzt, halte die CDU-Fraktion für „völlig ausgeschlossen.”

Allen „finanzpolitischen Taschenspielertricks” der Kämmerin, den Haushalt doch noch irgendwie gerade zu biegen, erteilt Henstenberg eine Absage. „Jetzt hilft nur noch ein Nachtragshaushalt.” Zudem dürfe die Übernahme von 51 Mio Euro Schulden des Klinikums auf keinen Fall dazu führen, dass vom Rat beschlossene Investitionen auf Eis gelegt werden. „Das Geld ist für den Bau von Schulen, Kindergärten und Sportplätzen bestimmt.”

Dr. Annette Littmann Dortmund, Fraktionsvorsitzende FDP/Bürgerliste, spricht von "sysematischem Wählerbetrug".

Die Fraktion von FDP und Bürgerliste spricht angesichts der erst kurz nach der Wahl eingestandenen Finanzdebakel von einem „Offenbarungseid beim Haushalt”. „Das ist systematischer Wählerbetrug”, wettert Dr. Annette Littmann, die Fraktionsvorsitzende. Jetzt drohten „harte Sparmaßnahmen, die neben der Kultur und dem Sport vor allem auch den Jugendbereich treffen” werden. „Also ausgerechnet dort, wo die Stadt ohnehin massive Defizite hat. Das durften die Wähler natürlich nicht mitbekommen.”

"Eine Sauerei"

Für Dr. Thomas Reinbold, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von FDP und Bürgerliste, ist „völlig klar”, dass sowohl dem alten OB Langemeyer als auch dem neuen OB Sierau die destraströse Finanzlage vor der Wahl bekannt war. „Sie haben die Wähler in die Irre geführt. Das ist eine Sauerei.”

Die Wellen der Kritik schlagen selbst im politischen Düsseldorf hoch. Die NRW-CDU warf der Dortmunder SPD am Dienstag „Wahlbetrug” vor. NRW-CDU-Generalsekretär Wüst sprach von einem „in seiner Dimension noch gar nicht absehbaren Skandal”. SPD-Generalsekretär Groschek wies den Angriff postwendend als „B-Seite der Rote-Socken-Platte” der CDU zurück. Und was sagt Ullrich Sierau? Der Sieger der OB-Wahlen vom Sonntag beteuerte gegenüber der WAZ am Dienstag, von dem Millionen-Loch nichts gewusst zu haben. Er hoffe auch, es handele sich bei den zur Rede stehenden 80 bis 100 Mio Euro Sparvorgaben „lediglich um den worst case” - die schlimmste aller Möglichkeiten.

Rolf Maug, Christoph Meinerz, Michael Kohlstadt

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Kommentare
07.09.2009
19:53
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von leserundstauner | #108

Was ist eigentlich mit den noch höher verschuldeten Städte die CDU geführt sind.Arnsberg ?
Henstenberg:Wenn Du nicht zurücktrittst sage ich es meinen großen Bruder.(Kindergarten gezicke)

04.09.2009
07:23
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von Milad | #107

CDU spielt die ganze Zeit auf die Skandale von SPD aber was nutzt das, warum gehen die nicht auf ihre eigene Versteckspiele in der Parlament ein.

04.09.2009
00:26
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von stummer_hilfeschrei | #106

dortmund bei cnn loooool, sachen gibts lolwech das wird der mega burner 100pro, die lachen schon bei cäble njus nätwörk

03.09.2009
23:36
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von Rathausmitarbeiter | #105

Dann mach ich mal die hundert voll:

S wie Sierau
P wie Prüsse
D wie Drabig

Und die SPD hat nichts gewusst?
Lügen haben kurze Beine, und Sierau ist mir heute im Rathaus aus seinen Oberschenkelstümpfen entgegengekommen.......

03.09.2009
20:16
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von der onlineleser | #104

Vielleicht gibt es ja Neuwahlen, nicht nur in Dortmund!
Die anonyme Stimmabgabe ist nicht gewährleistet da die Umschläge fehlen und es für geübte Personen im Wahllokal möglich war mindestens den äusseren Zettel im warsten Sinne des Wortes zu durchschauen und zu sehen wo das Kreuz gemacht wurde,
auch wenn man die Zettel hinter seinem Rücken versteckt hatte konnte die Person hinter mir (die 1.Person die die Wahlscheine ausgibt) gucken,

ausserdem saß die Person an der Wahlurne nur ca.50cm vom Kasten und guckte auch !!!
Leute die keine Angst haben wie ich lassen sich nicht dadurch beeinflussen aber Ängstliche trauen sich dann nicht vielleicht ihr Kreuz da zu setzen wo sie möchten und dadurch ist dies eine grosse unzulässige Beeinflussung der Wahlen - weil nicht anonym !!! Die Umschläge fehlen und wären die Lösung !!
Habe schon am Sonntag dies in Englisch an CNN.COM geschickt und diese haben mir am Montag sehr interessiert geantwortet und warten wir jetzt mal ab....
Habe auch Freunde und Bekannte gefragt, auch diese beschrieben die gleiche Situation!

In einer Demokratie müssen die Wahlen anonym sein und dies war definitiv NICHT gegeben !!!

03.09.2009
19:30
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von Ehemaliger sPDWähler | #103

Und der Poltgreis Müntefehring aus dem Sauerland spielt wie gewöhnlich alles runter !!!! Die sPD konnte noch nie mit Geld umgehen die machen jede Stadt jedes Land und jeden Staat Pleite .......

03.09.2009
19:26
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von seher | #102

s P D !!!!!!

SIE PLÜNDERN DEUTSCHLAND !!!!!!!!

03.09.2009
17:47
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von ManuelB | #101

1 Mio aus der Stadtkasse verschwunden.
100 Mio Loch im Haushalt.

Ich warte auf die Bekanntgabe, dass unser Schuldenberg nicht rund 2 Mrd, sondern 10 Mrd Euro beträgt.

Und dennoch wird 2014 das gleiche passieren wie die letzten 60 Jahre im 5 Jahresabstand: der desinteressierte Wähler läuft in das ihm zugewiesene Lokal um sein Kreuz an der Stelle zu machen, wo es schon Vater, Großvater und Urgroßvater gemacht haben.

03.09.2009
13:47
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von Friedmann | #100

Ob Lug oder Trug, die SPD hat im Revier inzwischen Narenfreiheit. Unterstützt von wohlwollenden Medien, die auf dem linken Auge völlig erblindet sind.

03.09.2009
11:38
NRW-CDU wirft Dortmunder SPD Wahlbetrug vor
von xxx | #99

Warum Neuwahlen? In der Herzkammer der Sozialdemokratie würde die SPD dann wahrscheinlich noch um 10-%-Punkte zulegen, weil ja in Wirklichkeit die CDU/FDP und Helmut Kohl persönlich schuld an dem Haushaltsloch waren und dass schweißt die Ruhris halt zusammen.

Ich gehe jede Wette ein, dass bei der nächsten Wahl die SPD in Dortmund wieder die stärkste Partei wird. Also keine Aufregung Genossen.

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