NRW-Bürger gaben 62.000 Schusswaffen freiwillig ab
15.02.2010 | 10:59 Uhr 2010-02-15T10:59:00+0100
Düsseldorf.NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) wertet die sogenannte Waffenamnestie nach dem Amoklauf von Winnenden als Erfolg. Am Sonntag zog Wolf im WAZ-Gespräch Bilanz: 2009 wurden in NRW 62.000 Schusswaffen aus Privatbesitz freiwillig bei der Polizei abgegeben.
„Jede Waffe weniger in privaten Haushalten ist eine potenzielle Gefahrenquelle weniger und ein Sicherheitsgewinn für alle“, sagte Wolf. Offenbar habe die schreckliche Bluttat in Winnenden im März 2009 viele Menschen dazu bewegt, die Amnestieregelung zu nutzen. Bei den abgegebenen Pistolen und Gewehren handelt es sich um illegale Waffen, aber oft auch um Erbstücke, die der rechtmäßige Eigentümer hinterlassen hat. Bevor die Polizei eine scharfe Waffe vernichtet, wird durch einen „Vergleichsbeschuss“ untersucht, ob damit eine Straftat verübt wurde.
Mehr als zwölf Tonnen Munition
Die in NRW abgegebenen Waffen werden beim Landesamt für zentrale polizeiliche Dienste (LZPD) zerlegt, das Metall wird eingeschmolzen. Neben den Schusswaffen vernichteten die Spezialisten des LZPD 2009 über zwölf Tonnen Munition sowie 3800 Hieb- und Stichwaffen, Wurfsterne und Schlagringe.
Die Amnestie lief zum Jahreswechsel aus. Wer verbotenerweise im Besitz einer Waffe ist, muss seit dem 1. Januar wieder mit einer Geld- oder sogar Haftstrafe rechnen. Waffen aus legalem Besitz können jedoch weiterhin abgegeben werden, betonte Wolf. Erb- oder Fundstücke müssen innerhalb eines Monats neu registriert werden. Für eine Waffenbesitzkarte wird eine Gebühr von 70 Euro verlangt.
Wer sein Erbstück zuhause aufbewahrt, muss nach dem neuen Waffenrecht den Lauf mit einem Blockiersystem sichern und die Waffe vor unbefugtem Gebrauch schützen. Die Kosten von bis zu mehreren hundert Euro, beispielsweise für Stahlschränke, „spart sich jeder, der seine Waffen der Polizei aushändigt oder sie von ihr abholen lässt“, so Wolf.
In Bayern wurden nach aktuellen Angaben im Zuge der Amnestie 33 000 Schusswaffen abgegeben. Experten gehen aber von einem großen Dunkelfeld bei illegalen Waffen aus, vor allem in der kriminellen Szene. Sie sprechen deshalb nur von einem Teilerfolg durch die Amnestie.

15:37
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13:08
Nicht Legalwaffenbesitzer, sondern fanatische Waffenhasser sind ein Fall für den Psychiater.
Dies ist nicht polemisch gemeint, sondern gibt den wissenschaftlich belegten Kenntnisstand der Psychiatrie wieder.
Unter der Diagnose Hoplophobie versteht man eine psychische Erkrankung, die sich als übersteigerte Angst vor Schußwaffen bemerkbar macht. Die Betroffenen sind in ihrem Sozialverhalten meist unauffällig, sobald jedoch in irgendeiner Form die Schußwaffenthematik berührt wird, erfolgen unkontollierte emotionale Ausbrüche, mentale Störungen und das Unvermögen zu rationalem Denken und Handeln.
12:06
Die Qualität und Artikulationsfähigkeit der bisherigen Pro-Kommentatoren lässt darauf schliessen, dass ein totales Waffenverbot für Privatleute die bessere Wahl gewesen wäre. Waffennarren gehören therapiert, da die Erziehung wohl nur sehr unzureichend und im falschen Masse stattgefunden hat.
Und zu dem immergleiche Argument: Kriminelle töten mit illegalen Waffen - Wie war das noch in Winnenden? Schon verdrängt weil nicht sein darf, was nicht sein kann? Zum Kompensieren eines zu kurzen Gemächts eignen sich auch Autos prima. Lasst Euch mal beraten.
10:17
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13:25
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11:33
Waren das wirklich alles Schusswaffen ? Oder wurden da mal wieder jeder abgegeben Regenschirm mitgezählt damit die die Zahl was hermacht. Übrigens war in andern Bundesländern der Anteil wirklich illegaler Waffen so um die 10 - 15 %, alles andere war Luft-, Deko, - oder Schreckschußwaffen. Das würde bedeuten das es gerade mal an die 10.000 illegale gewesen wären, und davon dann wohl zu 80% Opas fergessener Flobertstutzen.
08:16
Nicht das unser Staat diese den Taliban spendet.
23:37
Ich denke auch, dass die wahre Gefahr von illegalen Waffen ausgeht, deren Besitzer einen Teufel tun werden, sie bei der Polizei abzugeben.
Da wird die Dunkelziffer weit höher sein, als diejenigen, die brav abgeben wurden oder angemeldet sind.
Ich war schon erstaunt, wieviele Leute auch legal Waffen besitzen: sämtliche Baumärkte, die ich nach einem passenden Schrank für meinen
schönen alten Navy-Colt(ein Erbstück) abgeklappert habe, waren ausverkauft.
Im Internet 3-5 Wochen Lieferzeit. Ich wollte das Ding erst abgeben, Munition habe ich dafür sowieso keine und brauche sie auch nicht.
Aber da er einen gewissen Erinnerungswert hat und das Anbringen eines Blockiersystems durch einen Fachmann incl. Abnahme der Behörden doppelt so teuer ist wie ein vorschriftsmässiger Tresor, habe ich mich für letzteren entschieden, da so ein kleiner Safe ja auch für andere Dinge gut ist.
Den Herstellern und Verkäufern von Waffenschränken/Tresoren hat das
neue Waffenrecht auf jeden Fall einen Verkaufsboom beschert, wie es scheint, wenn auch nur vorübergehend.
23:03
Es hat schon seine eigene Art...
NRW-Bürger gaben 62.000 Schusswaffen freiwillig ab...
Wie kann es kommen, daß 62.000 Bundesbürger im Waffenbesitz sind? Die Dunkelziffer wird wahrscheinlich 10x so hoch sein...
Wie kann es also dazu kommen? Hängt das mit der Russian Connection zusammen oder mit der Columbian Connecktion zusammen?
Wie kann aus einem friedfertigen Staat eine in sich waffenstarrende Festung erwachsen?
Dieser Frage ist nachzugehen!
22:50
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