NRW-Bündnis stellt sich gegen Pegida

An Rhein und Ruhr..  Nach den Anschlägen in Paris und vor der für heute angekündigten zentralen Pegida-Demonstration am Hauptbahnhof in Düsseldorf warnt ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Kultur und Sport in NRW vor Stimmungsmache gegen Zuwanderer.

„Terror darf nicht instrumentalisiert werden, um jetzt eine ganze Religion zu verunglimpfen“, sagte Ulrich Grillo, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), der NRZ. Evonik-Chef Klaus Engel betonte in seiner Funktion als Moderator des Initiativkreis Ruhr (IR): „Bestialische Anschläge wie in Paris dürfen unsere freiheitlichen Grundwerte nicht erschüttern. Sonst würden die Terroristen triumphieren.“ Das Ruhrgebiet sei „ein hervorragendes Beispiel“ für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Ausdrücklich stellte sich Engel gegen die Anti-Islamisierungs-Bewegung Pegida: „Die Pegida-Bewegung mag mit ihren Parolen kurzzeitig Aufmerksamkeit erzeugen. Auf die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, hat sie keine Antworten.“

In Düsseldorf startet heute ab 18 Uhr ein Pegida-Gegenbündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Kulturschaffenden und Sportvereinen einen Protestmarsch.