NPD im Siegerland: Kandidaten mit kalten Füßen
02.08.2009 | 16:04 Uhr 2009-08-02T16:04:00+0200
Siegerland. Die rechtsradikale NPD hat im Siegerland offensichtlich erhebliche Probleme, ihre Kommunalwahlkandidaten zu sammeln. Beispiel Wilnsdorf: Teils haben die Kandidaten nicht ausreichend viele Unterstützerunterschriften beisammen, teils entstehen Zweifel an der Echtheit der Unterschriften.
Der Wilnsdorfer Gemeindewahlausschuss ließ eine ganze Reihe von Kandidaturen wegen Formfehlern nicht zu. Teils hatten die Kandidaten nicht ausreichend viele Unterstützerunterschriften beisammen, teils entstanden beim Wilnsdorfer Wahlamt Zweifel an der Echtheit der Unterschriften. So erkannte Bürgermeister Werner Büdenbender (CDU) die Unterschrift einer Sozialdemokratin und fragte bei der Bürgerin nach. Sie bekundete, nichts von der NPD bemerkt zu haben.
Insgesamt lehnte der Gemeindewahlausschuss neun von achtzehn Kandidaten ab. Dagegen legte die Partei Widerspruch beim Landeswahlleiter ein. Der entschied in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag, dass Unterstützungsunterschriften nur dann nicht anerkannt werden dürfen, wenn sie durch Täuschung zustandegekommen sind. Der Kreiswahlausschuss genehmigte am Freitag dementsprechend in drei Wahlbezirken den Wahlantritt der NPD. Auf den ersten Plätzen der Reserveliste kandidieren in Wilnsdorf Mitglieder der neonazistischen Freien Nationalisten.
Von Kandidatur aus der Zeitung erfahren
Auch in Siegen sorgten die Rechtsradikalen für eine Überraschung. Ein Siegener erfuhr erst aus der Zeitung, dass er für die NPD kandidiert. Er hatte offensichtlich eine Zustimmungserklärung unterschrieben, ohne sie vorher zu lesen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen Unbekannt.
Vermutlich die größte Überraschung erlebte jedoch Helmut Eich, der Beigeordnete der Gemeinde Wilnsdorf. Bei ihm meldeten sich acht der achtzehn NPD-Kandidaten, die von ihrer Kandidatur zurücktreten wollten. Die Frist war jedoch inzwischen verstrichen, ein Rückzug nicht mehr möglich.

11:15
ach, npd-kreisverband unna-hamm: vielleicht hat die NPD Siegen das Honorar an die Kandidaten nicht ausgezahlt. 3000 Euro mehr oder weniger sind ja eine Menge Geld.
Aber gerade ihr müsst es ja wissen
06:54
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
06:33
Uns stellt sich eine andere Frage:
Wie kommt es, dass Kandidaten, die für eine Partei ursprünglich kanddieren wollten , sonst hätten sie ja nicht unterschrieben, derartige Existenzangst haben müssen, dass sie jetzt zurück schrecken?
23:01
Das einzige was die können sind Mütter und Kinder angreifen:
http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/im-westen/2009/8/2/news-127936311/detail.html
Für mehr reicht es einfach nicht...
20:52
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:43
Es sammelt sich bei den Rechtsradikalen eben alle möglichen Leute. Da war doch auch mal was mit Kinderpornos.
14:20
langsam nervt es: diese polemischen artikel.
jede kleinigkeit wird aufgebauscht und die kandidaten sind doch selber schuld.
13:48
Die Sache ist doch ganz einfach: Wer für seine Kandidatur eine schriftliche Zustimmungserklärung abgegeben hat, kann sich nicht im hinachhinein als ahnungslos hinstellen. Hier sind einige Helden schlichtweg zu feige, zu ihrer (vermeintlichen?) Überzeugung zu stehen.