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Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält

12.10.2012 | 20:06 Uhr
Berlin, zwischen Paul-Loebe-Haus und Bundeskanzleramt: Die Lichtinstallation "Ideas for Europe - 27 True Europeans" Foto: dapd/Clemens Bilan

Essen.  2012 bekommt die EU den Nobelpreis - 1950 zerlegten junge Aufmüpfige einen Schlagbaum. Grenzen führen zu Krieg, sagten sie. Die Europäische Union schaffte es, ihre Ideale zum Alltag zu machen.

Sommer 1950. 300 junge Leute rotten sich in Heidelberg und Straßburg zur Verschwörung zusammen. Sie mieten Busse, packen Brote, Hammer, Sägen ein. Ihr Ziel: Der deutsch-französische Grenzübergang Germanshof. Sie wollen aus dem Schlagbaum Kleinholz machen.

Fünf Jahre nach dem Massaker an Europas Jugend, nach 80 Millionen Toten in beiden Weltkriegen, möchten die „Föderalisten“, wie sich die Gruppe nennt, von trennenden Grenzen nichts mehr wissen. Sie planen ein Fanal.

Diese Piraterie war nicht der Beginn der Europäischen Union. Aber vielleicht hatten die 300 Rebellen die erste konkrete Vorstellung davon, was Europa mal sein sollte: Die Friedensgarantie für die, deren Brüder und Väter noch aufeinander geschossen hatten.

Die Montanunion

Die Gründungs- und Entwicklungsstufen der Gemeinschaft verliefen nicht so aufmüpfig. Sie zogen sich 60 Jahre hin, über die Veränderungen von Maastricht, Amsterdam, Nizza bis zum neuen Grundlagenvertrag von Lissabon 2007 – und sie hatten am Anfang eine schnöde ökonomische Botschaft: Ein Jahr nach dem „Überfall“ auf den elsässischen Grenzposten zeichneten sechs Staaten den Vertrag über den einheitlichen Markt für Kohle und Stahl.

Die Mitgliedsstaaten der EU

Dessen politisch pikanter Kern: In dieser Montanunion übertrugen Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Belgien und Deutschland erstmals in der Weltgeschichte eigene Souveränitätsrechte auf eine übernationale Organisation.

Sechs Jahre später unterschrieben die gleichen Sechs die Römischen Verträge mit dem Ziel des freien Verkehrs von Menschen, Waren und Dienstleistungen. Fortan galten aufgeregte Reportagen aus den nächtlichen Preisverhandlungen der Landwirtschaftsminister als Fiebermesser für Europas Gesundheitszustand.

500 Millionen Menschen

Aus sechs Ländern sind heute 27 geworden. Aus erst rund 150 Millionen Einwohnern wuchs eine Gemeinschaft mit mehr als 500 Millionen Menschen zwischen der stürmischen Biskaya und dem östlichen Baltikum. Die friedenssichernde Klammer blieb: Wichtige Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Wichtige Einrichtungen sind nur gemeinsame. Kein Land kann mehr alleine handeln.

Das gilt für Wirtschaft, Wettbewerb und Währung, die Sicherung der Außengrenzen, den Umweltschutz, die Verbraucherrechte, Verkehrswege und die Energie. 25 000 Rechtsakte sind auf 100 000 Seiten Druckpapier, den „Acquis Communautaires“, aufgeschrieben. Es ist eine Art europäisches Gesetzbuch.

Zeitstrahl 1: Von 1951 bis 1990

Zwei Drittel der Entscheidungen, die der Bundestag trifft, haben ihren Ursprung auf EU-Ebene. Fast jedes Bundesland hat heute eine „Botschaft“ rund um den Rond Point Schuman in Brüssel, wo 30 000 Mitarbeiter von Kommission, Ministerrat und Parlament arbeiten. Zwangsläufig fast: Die Hälfte von ihnen sind Dolmetscher.

Die Pioniere

Vorsichtig pirschen sich die Regierungen an weitere „Vertiefungen“ heran. Ist ein einheitliches europäisches Strafrecht möglich? Kann es eine einzige europäische Außenpolitik geben, die der Amerikaner Henry Kissinger mit seinem Ruf nach „der einheitlichen Telefonnummer“ der Europäer schon immer eingeforderte?

Was ist mit der „Wirtschaftsregierung“? Es sind in den Zeiten der Euro-Krise heikle Fragen, zumal die Gegner einer zu weit gehenden Zentralisierung auch immer wieder auf platte Dummheiten hinweisen können: Der vorgegebene Grad der Gurkenkrümmung gehört dazu.

Zeitstrahl 1992 bis 2004

Die Erfahrung zeigt aber, dass abseits des bürokratisch eng vorgegebenen Wegs der Gemeinschaft immer neue vielfältige Felder der Zusammenarbeit erschlossen werden. Oft gehen nur wenige „Pionier-Länder“ voran.

Eurocontrol und Europol

Eurocontrol lenkt den Luftverkehr. Europol ist die zentrale Polizeibehörde, deren Haager Hauptquartier im ehemaligen Gestapo-Gefängnis angesiedelt ist. Mit dem Vertrag von Schengen vor 27 Jahren fielen die Grenzkontrollen in weiten Teilen des Kontinents. Europäer treten auf Reisen als Europäer auf: Mit einem roten Pass und dem Schriftzug der Europäischen Union.

Das beste Beispiel für die neue Friedlichkeit des Kontinents aber gibt es in Nordrhein-Westfalen: Die Niederlande haben keine eigene Landarmee mehr. Sie teilen sie mit der Bundeswehr, deren Vorläufer 1943 Rotterdam bombardierten. Das Stabsquartier der Brigade ist das westfälische Münster. Obwohl die EU selbst keine militärische Kompetenz besitzt – das ist Nato-Sache –, kann die Brigade der Kommission unterstellt werden. Die Idee der Gründerväter Europas stand Pate.

Video
Oslo/Brüssel/Berlin, 12.10.12: Mit großer Freude hat der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, auf die Vergabe des Friedensnobelpreises an die EU reagiert und diese zur "Inspiration für Länder und Menschen in der ganzen Welt" erklärt.

Die Vereinigten Staaten von Europa?

Diese ganzen Dinge machen den erfahrenen Ex-Diplomaten Axel Herbst stolz, der 1918 vier Wochen vor Ende des Ersten Weltkriegs in Mülheim an der Ruhr geboren wurde, stolz. Er war Generalsekretär der Kommission in den 60er-Jahren. Er handelte das Assoziierungsabkommen mit der Türkei aus und hält heute den Binnenmarkt für die überragende Leistung der Europäer. Sie stärke den Kontinent im weltweiten Wettbewerb und sichere so die Arbeitsplätze.

Herbst ist aber auch Skeptiker, was die gemeinsame Währung betrifft und er vertritt eine kämpferische Idee: Er glaubt, es sei jetzt Zeit, den Status der Gemeinschaft auf dem heutigen Niveau zu halten und nicht weiter zu gehen. Die „Vereinigten Staaten von Europa“, die auch den 300 Rebellen am Grenzübergang Germanshof vorschwebten? Für ihn ist das pure Illusion.

Video
Berlin, 12.10.12: Bundeskanzlerin Merkel hat die Vergabe des Friedensnobelpreises an die EU als "wunderbare Entscheidung" begrüßt. Dass das Nobelpreis-Komitee diese Idee gewürdigt habe, sei Ansporn und Verpflichtung, auch für sie ganz persönlich.

Erreicht haben die „Föderalisten“ von 1950 dennoch einiges. Nach dem Knacken der Barrieren liefen sie wie im Rausch ungehindert von Frankreich nach Deutschland und wieder zurück.

Eine Sensation. Heute ist sie Alltag.

Dietmar Seher



Kommentare
15.10.2012
16:33
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von grundwissen | #27

Kriegseinsätze in ehem. Jugoslawien, der Krieg in Afghanistan, der Einsatz im Irak, Einsätze in Somalia! Nichts gewesen? Die Bombardierung von Libyen und der Einsatz der Truppen zahlreicher Länder vor den Küsten Syriens sprechen eine andere Sprache als die des Nobelpreiskomitees. Dieses ähnelt doch eher einer orwellschen Sprachfindung in dem Roman "1984". Damit setzt dieses Komitee seine Tradition fort, Kriegseinsätze zu Friedensmissionen umzudeuten. Bereits schon mit der vorletzten Preisverleigung an einen Präsidenten Obama, der an den Folterkellern und den Kriegsschauplätzen genauso festhält wie seinerzeit der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete H. Kissinger, Außenminister der USA, der Vietnam mit seinem Krieg überzog und bei dem blutigen Militärputsch in Chile durch den ein Einsatz der CIA fleißig mithalf. Man darf gespannt sein, ob mit einer der nächsten Preisverleihungen jene ausgezeichnet werden, die Nuklearbomben auf die Köpfe der Menschen fallen lassen wollen.

14.10.2012
16:19
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von Pitti12 | #26

Die gegenseitige Beweihräucherung unserer Politiker ist ja schon fast peinlich. Natürlich hat es schon immer Organisationen und Gruppen gegeben, die sich für den Frieden einsetzen. Die gibt es sogar in Diktaturen. Gerade Deutschland als einer der größten Waffenexporteure (und das sogar in Krisengebiete) hat hier sicher nicht mit seiner Friedenspolitik geglänzt. In der ganzen Welt nehmen wir an Kriegseinsätzen teil, die gerne mit Wörtern wie Friedensmission umschrieben werden. Sind das die Vorgaben für einen Friedensnobelpreis? Und was Europa direkt angeht: Ein Konstrukt, das von der Mehrheit abgelehnt wird. Was offene Grenzen bedeuten, können wir jeden Tag erfahren. Die osteuropäischen Banden lassen grüßen. Europa gibt es nur in den Köpfen des Kapitals und der Politiker die an ihrem Gängelband hängen. Das Verhältnis der europäischen Länder untereinander wird auch immer schlechter. Griechenland ist ein aktuelles Beispiel. Der Friedensnobelpreis hat sich selber entwertet.

1 Antwort
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von meinemeinungdazu | #26-1

Da kann ich Ihnen nur zustimmen.

14.10.2012
12:43
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von fogfog | #25

hurra-nachdem die eu-kommission in allen ländern in demokratische wahlen bestätigt wurde gab es jetzt den sehnlichst erhofften nobel-preis. in der kommission sitzen so berühmte you-tube persönlichkeiten wie g.oettinger der durch seine freihändigen reden in englisch berühmt wurde. leider gab es in deutschland keine verwendung mehr für ihn, so wurde er in die kommission entsorgt. die eu steht mit ihrem preis in langer reihe mit weiteren herausragenden demokratische politiker und institutionen wie die roten khmer,
der baskischen eta, stalin, mussolini und mao.

14.10.2012
10:15
Kein Krieg...
von mspoetnik | #24

...bedeutet nicht zwangsläufig Frieden.
Die Preisverleihung ist einzig politischer Natur.Sie soll den(Euro)pa
Gegnern den Wind aus den Segeln nehmen.Ich befürchte,daß heute der
Grundstein für künftige Kriege gelegt wird.Die Idee des einigen Europa war
keine schlechte.Nur hätte man es nicht unfähigen Dilettanten überlassen dürfen,
sie umzusetzen.

14.10.2012
01:41
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #23

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.10.2012
17:34
Blechsache
von wohlzufrieden | #22

Als es mit der DDR zu Ende ging, wurden schnell Orden verteilt. Als es mit der Regierung Kohl zu Ende ging, wurden schnell Orden verteilt. Jetzt wird in einem durchsichtigen Manöver versucht, den Bürgern die Illusion einen funktionierenden Europas im wahrsten Sinne des Wortes vor zu Gauck- eln. In diesem "vereinten Europa" wird der Krieg nicht mehr zwischen Ländern, sondern zwischen Bevölkerungsschichten geführt.

2 Antworten
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von DrDr | #22-1

Bùrgerkrieg in der EU! Au weia, welch verdrehtes linksextremes Geplapper ist das denn....

@ unzufrieden
von cui.bono | #22-2

In welcher Realität leben Sie? Ihre Beiträge lesen sich ein wenig wie grenzinfantiles Geplapper an!

13.10.2012
12:56
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von meinemeinungdazu | #21

Solange die EU nicht völlig demokratisch geführt wird, ist der Preis eine Verhöhung der europäischen Bürger. Einer Teildiktatur kann man niemals so einen Preis verleihen. Damit haben sich die Verleiher selbst disqualifiziert. Oder wissen die nicht, wie die EU geführt wird?

3 Antworten
@ keinemeinungdazu Wo ist die EU nicht demokratisch?
von cui.bono | #21-1

Vielleicht sollten sie auch mal was anderes als die SED-Postille das neue Deutschland lesen!

Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von Pitti12 | #21-2

@von cui.bono | #21-1

Man muss keine "SED-Postille" lesen, um zu begreifen, wie Europa funktioniert. Was ist denn an der EU bitte demokratisch?? Selbst bei der Entstehung Europas bin ich als Bürger nicht gefragt worden. Und in Ländern wo man gefragt hat, wurde so lange abgestimmt, bis das Ergebnis genehm war. Ansonsten hat man uns so wichtige Entscheidungen wie den krümmungsgrad der Gurke aufgezwungen.
Weder beim Lissabonner Vertrag, noch beim ESFS oder ESM wurde der Bürger gefragt, obwohl es hier um extrem weitreichende Entscheidungen geht, unter denen wir noch lange leiden werden.
Alles ganz demokratisch!!!

Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von meinemeinungdazu | #21-3

#21-1:
Die Antwort haben Sie ja von #21-2 schon bekommen. Mehr ist da nicht zu sagen. Bürgernahe Demokratie sieht jedenfalls anders aus als diese EU.

13.10.2012
11:27
#19 Und was erzählen die Bilder aus Südeuropa hier und jetzt ?
von meigustu | #20

Wie sind die Äußerungen von führenden EU Beamten zu deuten, dass Demokratie nicht überall in der EU mehr aufrecht zu halten ist.

Die wirkliche Bewährungsprobe der EU steht noch bevor, und da geht es darum ob die EU-Verwaltung es nach Jahrzehnten schafft den Menschen und die Demokratie in den Mittelpunkt zu stellen.

13.10.2012
10:41
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von Koslowski | #19

An die, die die friedensstiftende Wirkung der EU bezweifeln, was sagen ihnen die Daten 1860, 1864, 1870/71, 1914/18 und 1939/1945?

1 Antwort
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von b.scheuert | #19-1

Wir sind mobiler und verteidigen die Freiheit z.B. am Hindukusch. Schon vergessen? Ach ja, das ist ja ein "humanitärer Krieg".

13.10.2012
10:29
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von holmark | #18

Bis jetzt hat die EU es geschafft, den von den USA ausgehenden Wirtschaftskrieg ohne militärische MIttel zu bestehen. Dafür hat sie wahrlich den Friedensnobelpreis verdient.

2 Antworten
Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von cui.bono | #18-1

@ holbirne

Welcher Wirtschaftskrieg aus den USA?

ich denke, da sind sie nicht gut informiert und vielleicht sollten sie mal über ihre Feindbilder nachdenken!


Der Wirtschaftskrieg gegen Europa wird schon lange aus Taiwan und China geführt.

Nobelpreis für die EU - Wie Europa Frieden hält
von holmark | #18-2

Nichtsnutz, Sie haben keine Ahnung. Schauen Sie sich mal die Spielchen der amerikanischen Ratingagenturen an...

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