Neues von Herrn Hullebeck

Wir haben uns zuletzt mehr mit Frankreich beschäftigt als uns lieb war. Schlimm, diese Nachrichten. Obwohl: „Nachricht“ klingt auf Französisch ja viel netter als auf Deutsch: „Nouvelle“. Nu-well. Wie schön! Madame Slomka präsentiert die „Nouvelles“. Oh là là – wie romantisch! Nicht immer springt uns diese Sprache so elegant aus dem Mund. Wie heißt noch dieser Autor? Monsieur Houellebecq. Nicht auszusprechen, ohne sich Knoten in die Zunge zu winden. Wir Ruhranwohner würden „Herr Hullebeck“ zu ihm sagen. Das verleiht dem großen Satiriker kumpelhafte Züge. Das Französische verliert aber leider viel, wenn wir es eindeutschen. Wer will schon von Franz Holland regiert werden? Oder Gallier rauchen? Angelique Merquel hingegen klingt süß. Als wäre sie ein politisches Schokocroissant. Der Premier kennt sich da aus. Mit Croissants. Und mit Mädchen. Madame kommt aus der Uckermark, das ist die ostdeutsche „Provence“, ein Landstrich, in dem Lavendel und Trauben verkümmern. Das perfekte Terrain für Herrn Hullebeck, um sich Tragödien auszudenken.