Integration
Neuer Islam-Verein unterstützt
08.06.2010 | 11:03 Uhr 2010-06-08T11:03:00+0200
Berlin/Duisburg.Vertreter eines zeitgemäßen Islam, der seine Heimat in Deutschland sieht, haben ab sofort ein neues Sprachrohr. In Duisburg hat sich jetzt der „Liberal-Islamische Bund“ (LIB e.V.) gegründet.
Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe hat sich jetzt in Duisburg der „Liberal-Islamische Bund“ (LIB e.V.) gegründet. Der Verein will nach Angaben der Vorsitzenden Lamya Kaddor all jenen Muslime Stimme und Forum geben, die „offen sind für einander widersprechende Blickwinkel“.
Der LIB vertritt ein „pluralistisches Gesellschaftsbild“ und bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. „Wir wollen der schweigenden Mehrheit der Muslime eine Stimme geben, die keine fundamentalistischen Positionen vertreten, sondern das Motto: Leben und leben lassen“, sagte die durch mehrere Buchveröffentlichungen bekannt gewordene Islamwissenschaftlerin.
Dogmafreie Auslegung des Koran
Zu den Hauptanliegen des Vereins, der sich nicht als „Gegenbewegung, sondern als Erweiterung“ zu den meist traditionell-konservativen Islamverbänden in Deutschland versteht, gehört: eine „dogmafreie“ Auslegung des Koran, „umfassende Geschlechtergerechtigkeit“, die sich mittelfristig in Pädagogik und Theologie praktisch widerspiegeln müsse sowie flächendeckender islamischer Religionsunterrichts in deutscher Sprache an staatlichen Schulen.
Die Notwendigkeit für die Schaffung des LIB begründet Kaddor so: „Viele Musliminnen und Muslime, die in Deutschland heimisch sind, fühlen sich nicht mehr allein durch das Islamverständnis der Herkunftsländer ihrer Eltern angesprochen.“
Die Gründungsmitglieder haben Lamya Kaddor einstimmig zur 1. Vorsitzenden gewählt. Lamya Kaddor wurde 1978 als Tochter syrischer Einwanderer in Ahlen/Westfalen geboren. Sie hat Arabistik, Islam-und Erziehungswissenschaften studiert. An der Universität Münster bildete sie islamische Religionslehrer aus. Bis vor kurzem arbeitete sie als Lehrerin für Islamkunde in deutscher Sprache an der Volkspark-Schule in Dinslaken-Lohberg. Die 31-Jährige, die in mehreren Bundesländern als Beraterin für Ministerien arbeitet, ist Mutter einer kleinen Tochter. Zu ihren bekanntesten Publikationen zählt der „Koran für Kinder und Erwachsene“ und das erste deutschsprachige Schulbuch für islamischen Religionsunterricht (Saphir). Ihr aktuelles Buch trägt den Titel: Muslimisch-weiblich-deutsch! Mein Leben für einen zeitgemäßen Islam.“ Stellvertreter von Lamya Kaddor sind Irma Lababidi (Duisburg) und Andreas Woijcik (Bonn). Der LIB ist in der Beethovenstr. 19, 47226 Duisburg zu erreichen. Kontakt: info@lib-ev.de – Internet: www.lib-ev.de
Akzeptanz der Homo-Ehe
LIB beschränkt sich darauf, neuen Mitgliedern allein das Bekenntnis an „den Einen Gott sowie den Glauben an Muhammad als Gesandten Gottes“ abzuverlangen. „Bei allem, was über diesen Kern hinausgeht, darf dogmatische und kulturelle Einheit weder Ziel noch Voraussetzung sein“, so Kaddor.
Muslime müssten „Koran und Sunna frei von Angst, nach eigenem Gewissen und offen interpretieren dürfen“. Auch darum spricht sich der Verein, einzigartig in der muslimischen Verbandsszene, aktiv für die Akzeptanz und Gleichbehandlung außerehelicher und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aus. „Selbstbestimmte Lebensgestaltungen entlang der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, das ist unser Credo“, sagt Kaddor.
Respekt und Wertschätzung für andere
Aus diesem Grundverständnis ergebe sich zwingend, dass seitens des Islam gegenüber „anderen Religionen kein exklusiver Wahrheitsanspruch geltend gemacht werden darf“.
Unter liberal-islamisch verstehen die LIB-Gründer vor allem eine „vernunftoffene Gläubigkeit“, die anderen Menschen mit „Respekt und Wertschätzung“ begegnet, die „Widersprüche aushält“ und die das „Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit voraussetzt“.

20:35
Mir scheint es, als hätte die Gründerin dieses Vereines ihre Religion nicht richtig verstanden. Durch solch ein falsches Verständnis wird bloss diese schöne Religion verunglimpft und ins lächerliche gezogen. Ich persönliche stelle mir eine frage aufrichtig. Glaubt die Gründerin ernsthaft, das diese Sache mit dem Islam vereinbar ist, wenn ja dann müsste man vielleicht mal mit ihr sprechen um das Missverständnis aufzuklären, wo sie ihre Fehler beim lernen der Relgion gemacht hat. Oder weiss sie, dass es nicht mit dem Islam vereinbar ist und verfolgt andere Ziele? Natürlich klingt ihr Ansatz für den druchnitts deutschen Bürgern schön und der denkt sich endlich mal jemand der so denkt. Aber das ändert ja nicht da dran, dass diese Sachen uns von dem Propheten Muhammed, Friede und Segen seien auf ihm, nicht so beigebracht wurden und seine Gefährten auch nicht so geglaubt haben. Damit kein Missverständnis entsteht ich sage nicht, dass sie kein Muslim ist. Aber sie schadet mit diesen Meinungen sehr dem Islam. Ich finde man muss erhlich in Bezug auf seine Relgion bleiben und nicht die Relgion so biegen, bis sei einem am jüngsten Tag nichts mehr nutzt, nur um irgenwelchen Leuten zu gefallen. Wann fangen die Muslime endlich wieder an stolz auf ihre Relgion zu sein und zu bezeugen, mit dem Herzen, der Zugen und den Taten, das niemand das Recht hat angebetet zu werden, ausser Allah.
09:49
Ich meine der Verein hat keine Zukunft.
20:12
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19:59
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18:41
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18:08
Am vorletzten Freitag fuhr ich durch Duisburg-Marxloh. Und stieg auch aus um durch die Fußgängerzone zu stromern. Bei dem schönen Wetter waren die Straßen voll mit Menschen, überwiegend Jüngeren. Ich sah eine!!!! junge Frau in konservativer islamischer Kleidung und mit einem Kopftuch. Selbst sie war relativ farbenfroh gekleidet. Alle anderen Mädchen und junge Frauen waren nicht anders gekleidet als Deutsche auch. Eher geschmackvoller. Ältere Frauen trugen viel ihre Tracht. Oft mit freundlichen lachenden Gesichtern. Anders habe ich alte Frauen aus den vorwiegend von Italienern bewohnten Straßen meines Vorortes aus der Jugend auch nicht in Erinnerung. Die WAZ schrieb schon mal zu Duisburg es sei die fortschrittlichste Stadt des Ruhrgebietes. Ein weiterer Punkt dazu.
17:58
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17:50
Richtig so, das finde ich gut.
DEN Islam gibt es nämlich nicht: es gibt Alleviten, Sunniten, Schiiten, Ismaeliten, usw.
Und es gibt viele verschiedenen Strömungen innerhalb des Islams, die unterschiedliche Positionen zu verschiedenen Gesellschafts- und Ethikfragen haben.
Es gibt konservative, orthodoxe als auch liberale und progressive islamische Geistliche und Einzelpersonen. Im Vergleich zum Katholikentum mit dem Papst an der Spitze gibt es keine Zentralinstanz im Islam, das monarchisch festlegt, wie eine bestimmte Gesellschaftsfrage zu bewerten ist.
Daher finde ich gut, das die progressiven, liberalen islamischen Menschen eine weitere wichtige Stimme in Europa erhalten. Sowieso viele islamische Menschen, die ich so kenne, laufen weder als Frau mit Kopftuch rum noch haben dort die Männer lange hässliche Rauschebärte. Viele dieser islamischen Frauen sind sehr modebewusst und lassen sich nicht vorschreiben, das sie Ihr Haar zu verstecken haben. Auch mögen viele islamische Männer in Europa einen ungestutzten Rauschebart überhaupt nicht und laufen schick und stylisch mit Goatee, bartlos oder nur Kotletten umher.
Also richtig so, das es diesen Verein gibt, da islamische Menschen viel unterschiedlicher und gemischter denken und leben, als es beispielsweise die Islamisten in Afghanistan oder Somalia verlangen, wo dort den Mädchen sogar der Schuluntericht verweigert wird.
17:09
@ Ali Hans
Ja, die Jungs und Mädels auf der Königstraße haben sehr viel Tagesfreizeit !!!
16:52
Hut ab und viel Erfolg. Aber was viele vergessen ist, dass nicht im Leben aller Araber, Türken und was auch immer die Religion eine große Rolle spielt oder im Mittelpunkt ihrer Erziehung/Lebensweise steht. Bitte blendet diese Menschen nicht aus. Denen ist das auch egal, wer an was glaubt, oder nicht glaubt. Ich finde das absolut nicht in ordnung, dass nur die gesehen werden, die zu diesem Thema auffallen. Lauft doch mal über die Königstraße und schaut euch die Jungs und Mädels doch mal an, Was haben die denn bitteschön heute noch mit dem Bild des Einwanderers gemein. die heutigen Diskussionen sind mindestens 40 Jahre zu spät und gehen an der Realität vorbei. Gleichberechtigung für alle, ohne Vorurteile auf beiden Seiten, das kann doch nicht so schwer sein. und schwuups ist das Problem gelöst. Aber so lange auf beiden Seiten alt hergerachte Argumente und Vorwürfe ausgetauscht werden, wird sich nichts ändern. Das Land hat ganz andere Probleme. Diese Themen lenken schön geschickt von den Medien und Politikern vom eigentlichen Geschehen ab. Der Kapitalismus zerrt an all unseren Grundwerten. Jeder gegen Jeden, egal welches Mittel ist die devise der Neuzeit. Das kann nicht gut gehen. Es ist so weit, dass wir uns gemeinsam gegen soziale Kälte, moderne Form der Ausbeutung und Spaltung der Gesellschaft in arm und reich wehren. Haben wir alle genug Arbeit und Geld, können wir gerne alle zusammen ein Pils trinken und dabei einen leckeren Döner essen. Also Leute, ich freue mich auf morgen und gestern war gestern.
P.S. Deutschland wird Weltmeister :-)