Neue Waffen für Kurden möglich

Erbil..  Zum Abschluss ihrer zweitägigen Irak-Reise hat sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ein Bild von der Ausbildung kurdischer Peschmerga-Kämpfer an deutschen Waffen gemacht. Dabei stellte sie gestern in der nordirakischen Kurden-Hauptstadt Erbil erneut weitere Waffenlieferungen in Aussicht. „Ich glaube, es ist richtig, mit großer Aufmerksamkeit hier auch die Unterstützung sehr klug auch weiter einzusetzen“, sagte sie. „Denn wir wissen, dass die Peschmerga nicht nur für ihr Land einstehen, sondern für uns alle einstehen.“

Deutschland hat bereits 10 000 Peschmerga-Kämpfer mit Waffen im Wert von 70 Millionen Euro für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausgerüstet. Dazu zählen 16 000 Sturmgewehre, 10 000 Handgranaten, aber auch Panzerabwehrraketen und gepanzerte Fahrzeuge. Die Unterstützung ist hoch umstritten, weil sie gegen den bisherigen Grundsatz verstößt, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern. Nur für Israel wird schon lange eine Ausnahme gemacht.