Neuaufstellung der AfD findet erst im Sommer statt

Berlin..  Die Neuaufstellung der Alternative für Deutschland (AfD) verzögert sich. Ein zunächst für April geplanter Parteitag wurde jetzt um zwei Monate auf Juni verschoben. Das bisherige Führungstrio der konservativen Partei scheidet aus und soll dann durch eine Doppelspitze abgelöst werden.

Als sicher gilt, dass AfD-Mitbegründer Bernd Lucke den Vorsitz anstrebt und dass Frauke Petry aus Sachsen seine Co-Vorsitzende werden soll. Hinter den Kulissen schwelt ein Führungsstreit.

Zum einen muss Lucke eine Gegenkandidatur einkalkulieren. Zum anderen stehen Richtungskämpfe bevor. Denn bis Jahresende will sich die AfD zugleich ein Programm zulegen.

Während die AfD im Westen als Partei der Euroskeptiker in Erscheinung trat, hat sie im Osten teilweise ein anderes Profil. Dort gab es Unterstützung für die Pegida-Bewegung.

Auch zur Ukraine-Krise vertritt man eine andere, eine Russland-freundlichere Linie als Lucke. Wollen seine Kritiker ihn mit dem neuen Programm einmauern?

Wo der Parteitag am 13. und 14 Juni stattfinden soll, ist allerdings immer noch offen. Klar ist, dass es kein Mitgliederparteitag wird. Zum letzten Parteitag konnte jedes Mitglied kommen und abstimmen. Das führte in Bremen zu über 1500 Teilnehmern - und hohen Kosten. Das wurde in den Parteistatuten nun geändert.

Über die künftige Führung sollen nur Delegierte entscheiden. Über das endgültige Programm darf auf einem Parteitag wieder die Basis befinden.