Nazijägerin Beate Klarsfeld steht als Gegenkandidatin zu Gauck bereit
22.02.2012 | 16:16 Uhr 2012-02-22T16:16:00+0100
Hamburg. Die Linken könnte Nazijägerin Beate Klarsfeld ins Rennen um das Amt des Bundespräsidenten schicken. "Meine Frau steht als Kandidatin zur Verfügung", erklärte ihr Mann gegenüber der WAZ-Mediengruppe. Klarsfeld war 1968 durch eine Ohrfeige weltweit bekannt geworden.
Die als Nazijägerin bekannt gewordene Beate Klarsfeld ist bereit, für die Linkspartei als Gegenkandidatin von Joachim Gauck bei der Bundespräsidentenwahl anzutreten. "Meine Frau steht als Kandidatin zur Verfügung", erklärte ihr Mann Serge Klarsfeld gegenüber der WAZ-Mediengruppe. Zuvor war berichtet worden, die Linke erwäge die Nominierung von Klaersfeld, die 1968 weltbekannt wurde, als sie den damaligen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (CDU) auf offener Bühne für dessen frühere NSDAP-Mitgliedschaft ohrfeigte.
Eine Kandidatur seiner Frau hätte einen gewissen Reiz, sagte Serge Klarsfeld zur WAZ: Gegen den Kandidaten Gauck, der für die Aufarbeitung der Stasi-Vergangenheit stehe, stünde mit seiner Frau eine Kandidatin, die für die Aufarbeitung der Nazi-Zeit stehe.
Laut "Spiegel Online" soll Parteichefin Gesine Lötzsch mit der 73-Jährigen wegen der Kandidatur telefoniert haben. Lötzsch sagte dem Portal jedoch, in der Linken sei die Entscheidung über einen eigenen Kandidaten „absolut offen“. Lötzsch hatte am Sonntag auf einem Landesparteitag erklärt: „Wenn ich mir eine Bundespräsidentin wünschen dürfte, dann wäre es eine Frau wie Beate Klarsfeld.“ Über einen Gegenkandidaten zu Gauck bei der Wahl des Bundespräsidenten will die Linke am Donnerstag (23. Februar) entscheiden. (we/dapd)

23:04
Wenn SIe "politisch links" einzuordnen sind, warum sind SIe dann für Gauck?
Das ergibt keinen Sinn.
14:33
Die Linke Partei hat bei mir jeden Kredit verspielt, als die alten Seilschaften der SED sich gegen Gauck wendeten, den sie als Nestbeschmutzer ihres verkommenen totalitäten Systems sahen.
Für mich - als politisch gewiss links einzuordnenden Zeitgenossen - ist Die Linke so unwählbar geworden wie die FDP.
12:23
Wie bei der Wahl von Herrn Wulff zum Bundespräsidenten stelle ich mir die Frage, ob die Linke noch klar im Kopfe ist.
21:12
Das sich Frau Klarsfeld dazu hergibt wundert mich schon, damit wird nichts bezweckt, außer das sich die Linken lächerlich machen. Schade.
20:11
Hallo kuba. Also ich wiederhole hier meinen schon öfters vorgetragenen Vorschlag, die Linke möge auf einen eigenen Kandidaten verzichten und der Bundesversammlung am 18. März fernbleiben.
Dann könnte diese All-Parteien-Einheitsfront ihr Ding durchziehen. Es gibt nur einen einzigen Kandidaten, der dann höchstwahrscheinlich mit 99,9 Prozent der Stimmen gewählt wird. Deutlicher kann man es nicht mehr machen, daß wir hier praktisch in einem Ein-Parteien-Staat leben. Denn darin dürften ja nun alle einig sein, egal ob links oder erz-konservativ - nämlich, daß sich die Parteien kaum noch unterscheiden.
Die Linke könnte durch ihr Fernbleiben auch klarmachen, daß wir keinen Bundespräsidenten brauchen. Denn wir haben bei Wulff und jetzt auch Gauck gesehen: der König ist nackt. Er ist überflüssig. Also weg damit.
20:05
Also mir soll kein Linker mehr die Ohren über "Blödzeitungs"-Leser volljammern. Was es heutzutage so von links für links gibt, ist an intellektueller Flachheit kaum noch zu überbieten.
Früher, da haben die Linken wenigstens noch den Anschein zu erwecken versucht, dass sie das Geschwafel von Marx oder Dutschke verstanden hätten. Heute beziehen sie ihr "Wissen" ganz offen aus youtube-Videos oder dubiosen Internetseiten.
Das www macht die Linke noch dümmer als sie eh schon war.
Eben. "Das Kapital" lese ich auch im Netz. Das Buch ist mir einfach zu schwer.
20:04
Ach so ,ich habe ja ganz vergessen darauf hinzuweisen ,dass Herr Gauck ja auch noch Mitglied bei der deutschen Nationalstiftung ist!
Man beachte die Kern-Thesen dieser Stiftung und vergleiche diese mit den Thesen der von den Arbeitgebern von Südwest -Metall in den 90-igern gegründete
Initiative neue soziale Marktwirtschaft!
Kurz : INSM!
Schaut Euch die Mitglieder - Listen an!
Vergleicht , wie oft bestimmte Zeitgenossen in den einschlägigen Wildmacher -Talk -Shows waren!
Denkt nach und bildet Euch eure eigene Meinung!
19:54
Der Verweis zu den NachDenkseiten.de dort - in Verbindung mit dem oben stehenden Artikel der WAZ - der macht dann endgültig klar ,dass die etablierte Einheitspartei CDUFDPSPD/Grüne der Bundesversammlung -in Permanenz - nur Mitglieder der Atlantikbrücke und Evangelikale vorschlägt!
Ich dachte immer die Demokratie lebt von der Wahlmöglichkeit??
Als Wahlmann bzw. -Frau der Bundesversammlung käme ich mir -irgendwie - ver.rscht vor
Was meint Ihr -liebe Mit-Kommentatoren - zur realen Demokratie - Lage in unserer banana republika??????
19:52
@#12
Lieber unwitz,
Sie verwechseln da so manches.
1. eine "Mitleid erregende Außenseiterpartei" ist einzig die FDP,
2. wenn Sie Herrn Schramm für einen "pseudointellektuellen Kabarettisten" halten, haben Sie ihm entweder noch nie zugehört, oder Sie sind einfach *** (in zensier mich an dieser Stelle mal lieber selber...).
3. Für eine Lachnummer würde ich es eher halten, wenn jemand glaubt, ein gelernter Pastor ohne jede außenpolitische Erfahrung wäre das ideale Staatsoberhaupt.
19:29
Liebe Mit- Kommentatoren zur Belebeung der Diskussion um die Kandidatur von Herrn Gauck oder Beate Klarsfeld ,da empfehle ich mal zu googeln!
Und zwar:
Ich lass mich nicht vergauckeln.de!
Von wegen mit feuchten Augen und dem neoliberalen Sabbern! :-))))))