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Kampfeinsatz

Nato beteiligt sich nicht an Militär-Einsatz gegen IS

11.02.2016 | 14:01 Uhr
Nato beteiligt sich nicht an Militär-Einsatz gegen IS
Ursula von der Leyen im Gespräch mit dem Nato-Oberbefehlshabe Philip Breedlove während des Treffens der Verteidigungsminister der Nato-Staaten in Brüssel.Foto: REUTERS

Brüssel.  Obwohl die Nato-Staaten gegen eine gemeinsame Aktion sind, könnten Flugzeuge des Bündnisses eine Rolle im Kampf gegen den IS spielen.

Das Militärbündnis Nato wird nicht direkt am Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) teilnehmen. Die Verteidigungsminister der Mitgliedstaaten beantworteten am Donnerstag eine entsprechende Anfrage der USA zu einer Beteiligung der Nato in Syrien und im Irak.

Dennoch könnten vor allem Flugzeuge der Nato die Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz unterstützen. Die Vereinigten Staaten von Amerika sollen demnach Nato-Flugzeuge vom Typ Awacs für Einsätze außerhalb des Anti-IS-Kampfes nutzen können. Die US-Streitkräfte würden dann entlastet und die US-Awacs könnten verstärkt über Syrien und dem Irak eingesetzt werden. Die mit moderner Radar- und Kommunikationstechnik ausgestatteten Spezialmaschinen können zur Luftraumüberwachung und als fliegende Kommandozentrale eingesetzt werden.

Deutschland fürchtete um diplomatische Verhandlungen

Vor allem Deutschland hatte sich gegen eine direkte Nato-Beteiligung am Kampf gegen den IS ausgesprochen. Als Grund wurde genannt, dass ein Bündnisengagement die Friedensbemühungen im Syrien-Konflikt erschweren könnte.

Auf die Bundeswehr könnten durch die Nato-Entscheidung weitere Auslandseinsätze außerhalb des Anti-IS-Kampfes zukommen. Deutschland stellt rund ein Drittel der Besatzungsmitglieder für die 16 Bündnis-Awacs. (dpa)

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