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Nächste Kampfrunde bei Opel

08.02.2012 | 20:09 Uhr

Sechs Milliarden Euro Gewinn im Jahr 2011 meldete General Motors am Anfang der Woche. Zwei Tage später spekulieren Manager der Opel-Mutter über eine erneute harte Sanierungsrunde in Europa inklusive Werksschließungen.

Der Zusammenhang scheint klar. Die Kaufleute im hohen GM-Turm in Detroit verspüren keine Lust mehr, ihr in den USA und China verdientes Geld schon wieder zum Stopfen immer neuer Löcher Richtung Europa zu überweisen.

Denn die Eurokrise hat Opel auf dem steinigen Weg raus aus den Schulden gestoppt. Absatz und Auslastung sinken, die Verluste steigen. Überkapazitäten sind ein Gräuel für jeden Automanager.

Das wenig geliebte Bochumer Werk zusammen mit dem Standortsicherungsvertrag Ende 2014 auslaufen zu lassen, liegt da in der Detroiter Logik nahe. Leider muss man sagen: Ein entschiedenes Dementi hört sich anders an als die Mitarbeiter-Mail von Opel-Chef Stracke.

So bleibt die Sorge um den Arbeitsplatz und die Zukunft ständiger Begleiter der verbliebenen Bochumer Opel-Werker. Betriebsratschef Rainer Einenkel wird wieder für sie in den Kampf ziehen. Nicht nur aus Altersgründen könnte es sein letzter werden.

Gerd Heidecke

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