Nachsicht im Ramadan
07.02.2008 | 23:30 Uhr 2008-02-07T23:30:00+0100Kehrtwende: Die NRW-Landesregierung setzt bei der Integrationspolitik auf die Anerkennung der kulturellen und religiösen Gewohnheiten. Weniger Hausaufgaben im Fastenmonat.
Düsseldorf. Seit gut zwei Jahren ist der Essener CDU-Politiker Thomas Kufen Integrationsbeauftragter der Landesregierung - und auf seinen Touren hat er festgestellt: "Viele Lehrer in Schulen und Erzieherinnen in Kindergärten fühlen sich im Alltag verunsichert gegenüber fremden Kulturen."
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Kehrtwende: Die NRW-Landesregierung setzt bei der Integrationspolitik auf die Anerkennung der kulturellen und religiösen Gewohnheiten. Weniger Hausaufgaben im Fastenmonat
In den Schwimmbecken quer durch die Schulen des Reviers ist die Integration angekommen.Statt Kopftuch tragen muslimische Schülerinnen Badekappen - wie alle
Nicht nötig, nur gut gemeint - die Urteile zur Broschüre lautet im Kern: Sie ist überflüssig
"Muslime müssen offen sein für Deutschland"
Kritik an der Integrationsbroschüre kommt auch von Mitgliedern der Kinderkommission des Bundestages
Kommentar: Leider nur gut gemeint
Die "Integration" ist ein Fremdwort und scheint eins zu bleiben. Vor allem der tiefere Sinn des Begriffs ist vielen hier zu Lande offenbar fremd.
Diskussion: Integration - aber wie?
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Deshalb hat Kufen die islamische Religionspädagogin und Hauptschullehrerin Lamya Kaddor sowie den früheren Gymnasiallehrer und Sprecher der AG Religion und Integration, Jörgen Nieland, beauftragt, einen Ratgeber für Lehrer im Umgang mit den 300 000 muslimischen Schülern in NRW zu entwickeln - inklusive Ausschnitten aus dem Koran.
Für christdemokratische Politiker enthält das 80-Seiten-Heft - erstellt in Absprache mit CDU-Schulministerin Barbara Sommer - bemerkenswert weitgehende Empfehlungen, auf die Kultur der Muslime zuzugehen.
Ein paar Beispiele: "Wenn die Schule Speisen anbietet, muss das Angebot eine gekennzeichnete Alternative für Muslime enthalten, die nach allen Vorschriften verzehrt werden kann."
Bei Schulplanungen soll "der islamische Kalender, zumindest der Ramadan, eingebracht werden". Muslimen sollte die Möglichkeit der Beurlaubung für den 1. Tag des Opfer- und Ramadanfestes und die Teilnahme am Freitagsgebet gegeben werden.
Als Rücksichtnahme auf allgemeine Müdigkeit während des Ramadan soll der "Verzicht oder die Reduktion von Hausaufgaben" überlegt werden. "Wenn muslimische Mädchen ihre religiöse Bindung durch Kopftuch ausdrücken wollen, ist dies anzuerkennen und den Mitschülern gegenüber zu vermitteln."
Um zu vermeiden, dass muslimische Schülerinnen den Sportunterricht schwänzen, empfehlen Kufen und seine Autoren als eine Maßnahme auch, beim Schwimm- oder Handballunterricht Jungen und Mädchen getrennt zu unterrichten.
Kopftücher könnten beim Turnen und Schwimmen gestattet werden, auch Schwimmkleidung, die "Körper und Kopf bedeckt", also ganze Schwimmanzüge.
Bei "Bedenken gegenüber dem geschlechtergetrennten Duschen ohne Bekleidung kann auf eine Ganzkörperreinigung verzichtet werden". Bei Klassenfahrten sollen die Feiertage beachtet, Speisevorschriften eingehalten und eine muslimische Mutter als Begleiterin gewonnen werden.
Kufen selbst sagt, es gebe zwar im Lande nur mit wenigen muslimischen Schülern Probleme; auch das Schulministerium spricht von "Einzelfällen". Gleichwohl sei es erforderlich, dass alle muslimischen Kinder das Gefühl bekommen, dass ihre Kultur Anerkennung und Wertschätzung erfährt.
Wie weit der Integrationsbeauftragte mit der Broschüre die CDU-Linie verändert, zeigt der Rückblick auf die landespolitische Debatte im Herbst 2006. Damals hatte die SPD-Fraktion in einer Grundsatzerklärung einen "Gezeitenwechsel in der Integrationspolitik" gefordert. Dabei ging es auch um eine "Kultur der Anerkennung" statt "Toleranz und Gleichgültigkeit". Dabei empfahl die SPD, Jungen und Mädchen beim Sport- und Sexualkundeunterricht zu trennen, um den islamischen Schülerinnen keine Begründung mehr zu geben, dem Unterricht fern zu bleiben.
Damals sagte CDU-Integrationspolitiker Michael-Ezzo Solf: "Das schadet der Mehrheit der liberal denkenden Muslimen, die Idee ist gefährlich. Es bedeutet in letzter Konsequenz nicht Integration, sondern Kapitulation."

20:11
Diese Broschüre ist eine Dreistigkeit sondergleichen!
06:25
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19:18
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20:49
Vielleicht sollte man aus Gründen des Kinderschutzes mal darauf achten, dass Kinder nicht von morgens bis abends Hungern müssen. Religion / Kultur hin oder her, wer Kinder zum Hungern zwingt oder sie dahingehend indoktriniert, missbraucht sie. DAS muss man ja nicht nicht unterstützen durch wirre politische Maßnahmen.
17:37
was hat das denn bitte schön damit zu tun? es wird hier über die muslimen und ihren sachen gesprochen... was heißt denn ob ihr INLÄNDER im ramadan fasten müsst oder so... das kann doch niemand jmndm. sagen das ein NICHT-MUSLIM es tun muss... das fasten im ramadan ist im quran vorgeschrieben und es ist nur für die MUSLIMEN. nicht jeder wer es einfach so entscheidet oder mal lust hat kann ein tag einen auf moslem tun. oder sogar sich dadrüber aufregen warum man es jetzt als NICHT-MUSLIM auch tun muss... sowas ist nicht LOGGISCH. es ist ebenso UNLOGISCH wie einige leute denken..
ich habs zwar respekt vor eigenen meinungen aber man erwartet auch von den gegnerischen respekt für die meinungen des MUSLIMEN...
16:45
Herr Kufen
Kommt es noch so weit das wir INLÄNDER im Ramadan nicht Essen und Trinken dürfen?
16:42
Herr Kufen
Wann sind Wahlen?
16:32
Hier der Wortlaut meiner Mail an den Herrn Integrationsbeauftragten:
Sehr geehrter Herr Kufen!
Wie ich lesen konnte haben Sie wieder einmal nette Tipps- dieses Mal für uns Lehrer- parat, was die Integrationsbemühungen angeht.
Ihr Wunsch, die Lehrer mögen doch mehr auf die Bedürfnisse der Muslime eingehen, kann nur der nachvollziehen, dem- wie sie- die ************* unseres Landes ein Herzensanliegen ist. Ich würde noch etwas weitergehen und dazu raten, in Grundschulen flächendeckend Gebetsräume einzurichten und Gebetsteppiche zu verteilen. Auch ein morgendliches Zitieren einzelner Koransuren könnte den ungläubigen Einheimischen die Welt des Islam näher bringen. Denken Sie mal darüber nach. Ich bin gespannt, wann ich wieder ein weiteres Mal von der unkritischen Presse einige Ihrer grandiosen Ideen vorgestellt bekomme.
In diesem Sinne, lieber Herr Integrationsbeauftragter, wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg bei der ************* unseres Landes;-))
Mit freundlichen Grüßen
K.Schneider
12:21
Den Ramadan zu bezahlten Feiertagen erklären. Die Arbeitnehmer und die Kinder werden ihre Freude an diesen Tagen haben
und die Akzeptanz steigt.
10:09
Willkommen im Kalifat Nordrhein-Westfalen! Lustig ist das Muslimenleben, Scharia, Scharia, ho!
Danke, Herr Kufen und herzlichen Dank, Frau Sommer, daß Sie uns endlich in den Islam integriert haben!