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Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland

17.12.2012 | 13:32 Uhr
Nach dem Schulmassaker an einer US-Grundschule: SPD-Politiker Gall hat eine weitere Reduzierung der Waffen in Deutschland gefordert.Foto: dapd

Stuttgart.  Nach dem Amoklauf an einer Grundschule in den USA werden auch in Deutschland Rufe nach strengeren Waffengesetzen laut. Baden-Württembergs Innenminister Gall (SPD) sagte, dass sieben Millionen gemeldete Waffen in Deutschland zu viel seien.

Nach dem Massaker in einer US-Grundschule hat sich der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall (SPD) für eine weitere Reduzierung der Waffen auch in Deutschland ausgesprochen. "Ich meine, sieben Millionen gemeldete Waffen sind zu viel, und deshalb werden wir auch weiter Aufklärungsarbeit betreiben", sagte Gall am Montag im Deutschlandfunk. Jeder Waffenbesitzer müsse sich gut überlegen, warum er eine Waffe besitze.

Amoklauf
Neue Debatte um US-Waffengesetze nach Horror von Newtown

Nach jedem Amoklauf diskutiert Amerika über schärfere Waffengesetze. So ist es auch nach dem Drama an der Grundschule von Newtown mit 20 toten Kindern. Geändert hat sich bisher nichts. Der Einfluss der Waffen-Industrie ist ungebrochen.

Baden-Württemberg setze sich weiter für das Verbot großkalibriger Waffen im Sport ein. "Das braucht niemand." Allerdings fehle dafür noch eine Mehrheit im Bundesrat. "Da müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten."

Waffenregister soll Aufbewahrung nachvollziehbar machen

In den vergangenen zehn Jahren, insbesondere nach dem Amoklauf von Winnenden 2009, seien etliche Vorschriften verschärft worden - etwa zur Aufbewahrung und zum Gebrauch von Waffen. Eine weitere Hoffnung ruhe auf der biometrischen Sicherung, mit der Waffen nur noch von ihren Besitzern abgefeuert werden können. Wenn diese Technik alltagstauglich ist, will Gall sie auch gesetzlich vorschreiben.

Trauer in Newtown

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums wies darauf hin, dass kommendes Jahr per Waffenregister besser nachvollzogen werden könne, wo Waffen aufbewahrt werden. Die EU-Waffenrichtlinie werde hierzu in Deutschland früher als nötig umgesetzt. Auch sei die vorschriftswidrige Aufbewahrung von Waffen neuerdings eine Straftat. (dpa)

 



Kommentare
17.12.2012
21:53
Jedem unbescholtenen Bürger seine Waffe
von Kompaktor | #10

und wer diese bei sich trägt hat das deutlich kenntlich zu machen -
(z.b. durch ein Stirnband in Neonrot-überall zu erwerben)
und nach 6 Mon. wäre Ruhe !

17.12.2012
21:45
im Schnitt 12 Verkehrstote täglich - Tendenz steigend
von Kompaktor | #9

doch niemand würde auf die Idee kommen Kraftfahrzeuge oder den Individualverkehr zu verbieten -
nur ein willkommener Anlass von echten Problemen hierzulande abzulenken -

17.12.2012
21:13
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von Mell234 | #8

Solange die Waffenlobby in Deutschland das Sagen hat und die "Sport"schützen natürlich nur des "Sportes" wegen die Waffen besitzen (Oftmals natürlich direkt 10+ mit 10000+ Schuss) und nicht wegen ihres Waffenfetischismus, wird sich hier gar nichts ändern. Die letzten Amokläufe in Deutschland wurden alle mit "legalen" Waffen begangen und schuld sind... die Computerspiele. Oder das Fernsehen. Oder der Nachbar. Aber niemals die Waffenfetischisten. Das kann ja gar nicht sein.

1 Antwort
@Mell234
von Michael_V | #8-1

Also die letzten Amokläufe (gemeint sind wohl geplante Massenmorde) wurden zunächst in Waffenfreien Zonen begangen, wo man auf unbewaffnete Opfer traf. Ein winziger Bruchteil aller Schusswaffenverbrechen geschehen mit legalen Schusswaffen, fast ALLE jedoch treffen wehrlose Opfer, welche durch die Opferentwaffnungsnarren, die in Deutschland das Sagen haben, den Tätern ausgeliefert wurden.

17.12.2012
17:51
Waffeleisen
von wohlzufrieden | #7

Gibt es auch zu viele illegale Küchenmesser, mit denen Morde begangen werden können? Wer töten möchte, kommt immer an die erforderlichen Mordinstrumente. Kritik sollte es da eher an der immer größer werdenden Kälte in der Gesellschaft geben, der Auslöser für Gleichgültigkeit, Hass, Mord und Totschlag, aber die ist ja gewollt.

17.12.2012
16:25
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von Rundschuh | #6

wer braucht schon Autos mit viel PS? 50 PS sollten reichen, also Porsche und ähnliches verbieten, verusachen viel zu viel Unfälle und eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ist auch einzuführen. Reicht zur Fortbewegung vollkommen aus.

und zur Frage der illegalen Waffen? da kenne wir die Besitzer nicht! was sollen wir also tun? richtig: nichts!

17.12.2012
16:08
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von eineausmenden | #5

7 Mill. legale Waffen in Deutschland deren Besitzer bekannt, überprüft und (mehr oder weniger häufig) kontrolliert werden.
Was sagt der Innenminister zu den 40 Mill. ILLEGALEN Waffen (teilweise automatische Waffen und Waffen die unter das Kriegswaffengesetzt fallen)?
Er sagt ein kurzes und bestimmtes: NICHTS.
Also reiner Populismus was der Herr betreibt.
Bevor man einen loyalen Bürger weiter drangsaliert, müssen erst die unloyalen aus dem Verkehr gezogen werden,

17.12.2012
15:49
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von ba.neumann | #4

Was haben die Verhältnisse in den USA mit denen in D zu tun? Richtig: Nichts! Weder interessiert sich irgendein amerikanischer Politiker dafür, was irgendein ausländischer Politiker fordert, noch hätte eine Veränderung des deutschen Waffenrechts Auswirkungen auf die Situation in den USA. Andererseits können sich so wieder irgendwelche selbsternannten "Experten" bei uns in Szene setzen.

Sollten unsere narzistischen Politiker nicht besser dafür sorgen, dass es endlich eine dauerhafte Lösung in der Euro-Krise gibt anstatt weiter dummzuschwätzen?

17.12.2012
14:47
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von Grom | #3

War ja klar, das so ein grausiges Ereignis mit großer Freude zum Anlass genommen wird, Verschärfungen an einem der schärfsten Waffengesetze weltweit vornehmen zu wollen.

Wir haben hier keine Zustände wie in den USA, wo man "mal eben" Amok laufen kann, kommt man dort so einfach an Waffen.
Hier hat man nicht einfach so eine Waffe. Erst recht keine vollautomatische. Wer so eine Waffe will, bekommt die auch, egal wie scharf das Waffengesetz ist.
Viel wichtiger wäre es, dem Schwarzmarkt einen Dämpfer zu verpassen. Aber nein, das ist viel zu kompliziert und zu wenig medienwirksam.

5 Antworten
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von heindaddel | #3-1

Wir haben keine Zustände wie in den USA tolle behauptung.Paßt zu bagatellisieren,leugnen,Tatsachen totschweigen wollen.Nutzt aber nichts :Amokläufe in Emdetten-37 Verletzte,Amoklauf Erfurt 16Tote,Amoklauf Eching 3 Tote,Amoklauf Winnenden 15 Tote. Dies ist keine vollständige Liste sondern nur ein Abriss.Das die Tatwaffen Automatikwaffen waren zeigt die Anzahl der Opfer und die kurze Tatzeit.Der überwiegende Teil der Waffen stmmte aus dem Besitz von "SPORT"schützen.Auch Sportwaffen sind Mordwaffen.

Wusste ich garnicht..
von Sweettween | #3-2

@heindaddel, dan klären Sie uns doch mal auf in welchem Schützensport Vollautomatische Waffen erlaubt sind?
Zu Ihrer Aufzählung darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass es sich dabei um Taten der letzten JAHRE handelt, soviele Schusswaffenopfer haben, die amis in wenigen TAGEN!

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #3-3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von heindaddel | #3-4

Meine Aussage war das die Waffen aus dem Besitz von Sportschützen stammten.Beispielsweise war der Vater des Amokläufers aus Winnenden Sportschütze der seinen Sohn auch an der Waffe ausgebildet hatte und es ihm auch sehr leicht gemacht hat die Waffe in seinen Besitz zu bringen. Und da die Anzahl der Toten in den USA in ein paar Tagen anfallen ,sind die Toten in Deuschland nicht relevant. Die zynische Sichtweise eines schießwütigen Waffennarren?

das sicher nicht, aber
von Sweettween | #3-5

auch das schärfste Waffengesetz der Welt kann sowas nich verhindern, und wie ich schon schrieb (an die Redaktion: Warum wird so ein sachlicher und nachweislich richtiger kommentar blockiert?) Handelt es sich bei der Waffe in Echingen/Freising um eine Russische Millitärwaffe, die in Deutschland NICHT zulassungsfähig ist!

17.12.2012
14:29
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von Spatenklopper | #2

"Eine weitere Hoffnung ruhe auf der biometrischen Sicherung, mit der Waffen nur noch von ihren Besitzern abgefeuert werden können. Wenn diese Technik alltagstauglich ist, will Gall sie auch gesetzlich vorschreiben."

Wenn man bedenkt, dass Waffen aus dem 19 Jahrhundert noch durchaus schussfähig sind, frage ich mich ob solche ein Begehren Aussicht auf irgendeinen Nutzen hat.

Man könnte die ganze Sache auch anders angehen, diejenigen die eine Waffe besitzen dürfen, müssen die diese auch Zuhause aufbewahren?
Sportschützen könnten ihre Waffen ebenso in den Vereinen unter Verschluss halten müssen, müssen Polizisten ihre Waffe inkl. Munition mit nach Hause nehmen dürfen, oder wäre die Aufbewahrung in der Wache nicht angebrachter?

Also warum gibt es so viele Waffen in Privathaushalten, die dort nicht gebraucht werden?

17.12.2012
14:27
Nach Newtown-Massaker - Kritik an zu vielen Waffen in Deutschland
von heindaddel | #1

Auch in Deutschland gibt es eine überaus starke Waffenlobby die auch hier amerikansche Verhältnisse haben möchte.Jeden freien Bürger seine Knarre.Die Amokläufe im Inland und Ausland werden bagatellisiert,ignoriert,dementiert.Die Berichterstattung über solche Vorfälle und Kritik an den schießwütigen Waffennarren(Verhaltensgestöhrten)möchte man unterdrücken.

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