Myanmar wählt am 8. November neues Parlament

Aung San Suu Kyi kann zwar nicht Präsidentin werden, aber ihre Partei hat gute Voraussetzungen, um stärkste Kraft in der Regierung Myanmars zu werden.
Aung San Suu Kyi kann zwar nicht Präsidentin werden, aber ihre Partei hat gute Voraussetzungen, um stärkste Kraft in der Regierung Myanmars zu werden.
Foto: Nyein Chan Naing/Archiv
Was wir bereits wissen
Am 8. November wird in Myanmar ein neues Parlament gewählt. Die Partei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat hohe Siegeschancen.

Rangun.. Die mit Spannung erwarteten Wahlen in der einstigen Militärdiktatur Myanmar finden am 8. November statt. Das sagte ein Vertreter der Wahlkommission der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Der Partei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, NLD, werden die größten Siegeschancen eingeräumt.

Birma Myanmar hatte Jahrzehnte lang Militärregierungen. 2010 ließ die letzte Junta wählen. Die Regierung besteht zwar überwiegend aus ehemaligen Generälen und im Parlament hat das Militär sich ein Viertel der Sitze reserviert. Aber die Reformregierung unter Ex-General Thein Sein hat eine beispiellose Öffnung eingeleitet. Das südostasiatische Land entwickelt sich seitdem rasant.

Das Militär ließ Suu Kyi nach den Wahlen 2010 nach rund 15 Jahren unter Hausarrest frei. Sie zog bei Nachwahlen ins Parlament ein. Die Verfassung verwehrt es ihr zwar, Präsidentin zu werden, weil sie ausländische Angehörige hat. Ihre Partei dürfte nach Umfrage aber stärkste Kraft werden. (dpa)