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Kriminalität

Mutmaßlicher Terrorist bei Einreise festgenommen

07.02.2009 | 17:38 Uhr

Stuttgart. Am Stuttgarter Flughafen haben die Ermittler den 30-jährigen deutschen Staatsangehörigen Sermet I. verhaftet: Er soll Geld und Ausrüstungsgegenstände für das islamistische Terrornetzwerk El Kaida beschafft haben.

Ein mutmaßliches Mitglied des Terror-Netzwerks El Kaida ist am Freitag bei der Einreise nach Deutschland auf dem Stuttgarter Flughafen festgenommen worden. Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Samstag mitteilte, handelt es sich um den 30 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen Sermet I. Er wird demnach dringend verdächtig, Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu sein. Außerdem wird ihm in drei Fällen Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen. Gegen Sermet I. lag ein Haftbefehl des Ermittlungsrichters am Bundesgerichtshofes vor.

Bargeld und Ausrüstung fürs Terrornetz

Dem Beschuldigten wird laut Bundesanwaltschaft zur Last gelegt, spätestens seit Mitte des Jahres 2004 Bargeld und militärische Ausrüstungsgegenstände für das Terror-Netzwerk El Kaida beschafft zu haben. Dies sei auf Anweisung des mutmaßlichen El-Kaida-Mitglieds Aleem N. geschehen, der im vergangenen Februar in Deutschland verhaftet wurde und sich seit Dezember vor dem Oberlandesgericht Koblenz verantworten muss.

Sermet I. soll laut Bundesanwaltschaft im Sommer oder Herbst 2006 fünf Entfernungsmesser, ein Nachtsichtgerät und ein Bündel Geld und bei zwei weiteren Gelegenheiten weitere Entfernungsmesser für Aleem N. besorgt haben, der die Sachen bei Reisen in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet an Verantwortliche von El-Kaida übergab. Der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof hat den Haftbefehl gegen Sermet I. eröffnet und Untersuchungshaft angeordnet. Mit den weiteren Ermittlungen ist das Landeskriminalamt Baden-Württemberg beauftragt.

Unterdessen haben die radikalislamischen Taliban Deutschland in einer Terrorbotschaft per Internet bedroht. Darin heißt es, der Selbstmordanschlag mit fünf Toten vor der deutschen Botschaft in Afghanistan am 17. Januar sei eine «Strafe und Warnung» für die Deutschen gewesen. Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei «schuldig am Tod von Frauen, Jugendlichen und Kindern».

Ein Sprecher des Bundeskriminalamts sagte, die Botschaft bestätige die Einschätzung der Sicherheitsbehörden, dass Deutschland und die deutschen Interessen im Zielspektrum von El Kaida und den Taliban lägen. (afp)

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