Muslime wollen in Duisburg Extra-Badezeit

Duisburg..  Der Integrationsrat hat der Stadt Duisburg aufgetragen zu prüfen, ob es gesonderte Schwimmzeiten für Muslime in den städtischen Bädern geben soll.

Die Initiative für den Antrag ging von „Ummah“ aus. Dies ist ein in den Integrationsrat gewähltes islamisches Wählerbündnis. In der muslimischen Bevölkerung bestehe großes Interesse an der Einrichtung regelmäßiger Schwimmzeiten und Kurse, so der Antrag. Diese sollten wöchentlich und flächendeckend in allen Bädern angeboten werden. „Ummah“ verweist darauf, dass es z.B. in den Grundschulen oft zu Problemen komme, weil Migrantenkinder nicht schwimmen könnten.

Die Stadtverwaltung reagiert mit Bedenken auf den Prüfantrag zu gesonderten Badezeiten. „Wir haben in der Vergangenheit Ähnliches bereits geprüft, mit dem Ergebnis, dass die Anforderungen extrem hoch wären. Fenster müssten blickdicht abgehängt werden, das Badpersonal dürfte nur aus Frauen bestehen“, so Stadtsprecherin Anja Kopka.

Neben praktischen und finanziellen Hindernissen sei es außerdem fraglich, ob eine solche Trennung der Integration dienlich wäre, so Kopka weiter. Muslime seien jederzeit in allen Bädern und allen Schwimmkursen willkommen. Kopka: „Eine Teilnahme ist ohne Probleme auch in einem Burkini möglich.“