Muslime sollen mehr reden

Berlin..  NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) will den Dialog mit Muslimen verstärken. „Man darf nicht zulassen, dass eine Weltreligion diskreditiert wird“, ­sagte Schneider dieser Zeitung am Rande der Islamkonferenz in Berlin.

Um eine Erkenntnis käme man ­allerdings nicht herum: „Der Islam ist zu wenig bekannt.“ Schneider will deshalb in NRW eine Kam­pagne starten und die Moschee­gemeinden dazu bringen, mehr über ihre Religion zu erzählen.

„Man muss darüber sprechen, ­welche Inhalte der Islam hat“, so Schneider weiter. Das Christentum könne man nicht auf bestimmte ­Stellen im Alten Testament redu­zieren – oder den Koran auf einige Suren. „Das ist nicht korrekt“, meinte der SPD-Mann. Auch Bundes­innenminister Thomas de Maizière (CDU) machte den Muslimen Mut, nicht auf Einladungen zu warten und von sich aus andere Kirchen ­anzusprechen und auf Verbände, Vereine und Schulen zuzugehen.

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