Munitionsreste explodieren, Waldbrand gerät außer Kontrolle

Altena/Iserlohn..  Noch eineinhalb Jahrzehnte nach Kriegsende holt das Geschehen die Region wieder ein: Ein Waldbrand am Wixberg, ein knapp 500 Meter hoher Bergrücken zwischen Altena und Iserlohn, weitet sich zum Feuersturm aus – weil Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg explodieren. Haushoch schlagen die Flammen den Wehrleuten entgegen, bedrohen ein Wohngebiet und einen Gasbehälter.

Der Herbst 1959 gibt sich lange wie ein Spätsommer. 20 Grad zeigt das Thermometer tagsüber. Regen – Fehlanzeige. Am 4. Oktober 1959 beginnt es am Wixberg auf Altenaer Seite zu brennen. Gegen 21 Uhr fällt der Fernsehempfang aus: Die Flammen haben den Umsetzer auf der Bergspitze eingeschlossen. Zwei Tage später kommt es wegen der explodierenden Munitionsreste, die nach der Auflösung des Ruhrkessels in die Wälder gekippt worden waren, zur Kettenreaktion: Der Waldbrand gerät außer Kontrolle. Feuerwehren aus Südwestfalen und dem Ruhrgebiet, Bundeswehreinheiten, belgische, kanadische und britische Streitkräfte kämpfen gegen die Flammenwände. Erst am 12. Oktober haben sie das Feuer gelöscht.