Müsse und Büsse

Jetzt, wo alles vorbei ist mit dem Karneval, kann man ja drüber reden: Das jüngere Kind war an den tollen Tagen mit einer Waffe unterwegs. Früher war das zu Fasching gang und gäbe, es wimmelte vor Cowboys, die Rothäute zuhauf dran glauben ließen, weil aus Pistolen und Gewehren gefeuert wurde, was die Plastikringe und Zündplättchen hergaben. Wie auch immer, da Michel aus Lönneberga die Wunschverkleidung war, gab es nicht nur eine Müsse, weil so nun mal eine Mütze in Småland heißt, sondern auch eine Büsse aus Holz, was eine Büchse ist. Im wirklichen Leben gibt es kaum noch Büchsenmacher, die jungen Leute sitzen lieber in der Bank oder im Büro statt ihr Leben lang Schießprügel zu fertigen. Wer dennoch damit liebäugelt, darf sich auf eine Zeit an einer der nur zwei staatlichen Büchsenmacher-Schulen einrichten. Der Weg führt dann ins thüringische Suhl oder gen Ehingen, was der Nachbarort von Öpfingen ist und an der Donau in Bayern liegt. Das ist Randwissen, gewiss. Aber für Randgruppen wie den Büchsenmacher durchaus von Bedeutung...