Minister-Kritik an Kölner Verzicht auf Wagen mit Charlie-Hebdo-Motiv

Köln..  Mit dem Verzicht auf einen Rosenmontagswagen zum „Charlie-Hebdo“-Terroranschlag hat der Kölner Karneval Kritik auf sich gezogen. Auf der Facebook-Seite des Festkomitees äußerten viele Nutzer Kritik. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) bedauerte den Rückzug: „Ich hätte es gut gefunden, wenn die breite Beteiligung der Kölner Jecken sich im Karnevalszug wiedergefunden hätte. Wir dürfen nicht in Angst verfallen und uns einschüchtern lassen. Dann hätten die Terroristen ihr Ziel erreicht.“

Auch der Vorsitzende der NRW-Grünen, der Kölner Sven Lehmann, reagierte verständnislos. „Wie kann man einen so breiten Beteiligungsprozess machen und dann das Ergebnis einfach zurückziehen?“, sagte er einer Mitteilung zufolge.

Das Kölner Festkomitee hatte online über den Wagen abstimmen lassen. Das Siegermotiv zeigte einen Jecken, der mit Zeichenstift den Schießprügel eines Terroristen verstopft. Das Motiv wurde nun gestoppt, weil es auch Rückmeldungen von besorgten Bürgern gegeben habe, so das Festkomitee.