Mindestens 34 Tote bei mutmaßlichem Anschlag in Ankara

Die Explosion ereignete sich in der Nähe einer Bushaltestelle.
Die Explosion ereignete sich in der Nähe einer Bushaltestelle.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
In der türkischen Hauptstadt Ankara ist es zu einer Explosion gekommen. Medienberichten zufolge gab es Dutzende Tote und Verletzte.

Ankara..  BDie Zahl der Toten bei dem Autobomben-Anschlag im Zentrum der türkischen Hauptstadt Ankara ist auf mindestens 34 gestiegen. Mindestens 125 Menschen seien bei der Explosion im Stadtzentrum am Sonntagabend verletzt worden, sagte Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu am Sonntagabend nach einem Sicherheitsgipfel der Regierung. Die Detonation habe sich in der Nähe des zentralen Kizilay-Platzes ereignete, meldete die Nachrichtenagentur DHA am Sonntag. Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug sei detoniert. Zahlreiche Krankenwagen waren unterwegs zur Explosionsstelle, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Der türkische Fernsehsender NTV berichtete, es habe Tote und zahlreiche Verletzte gegeben. Zu der Explosion sei es am Abend an einer Bushaltestelle an einer großen Straße in der Nähe eines Parks gekommen. Die Regierung verhängte eine Nachrichtensperre über den Anschlag, die aber nicht offizielle Verlautbarungen betrifft. Die US-Botschaft hatte Amerikaner erst am Freitag vor einem drohenden Anschlag in einem nahe gelegenen Viertel in Ankara gewarnt. Die Botschaft hatte dazu aufgerufen, die Gegend zu meiden.

Türkei immer wieder Ziel von Anschlägen

Erst vor knapp einem Monat hatte in Ankara ein Selbstmordattentäter einer militanten kurdischen Gruppe 29 Menschen mit in den Tod gerissen. Er hatte sich am 17. Februar in einem Auto neben Bussen mit Armeeangehörigen in die Luft gesprengt. Zu der Tat hatte sich die aus der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK hervorgegangene Splittergruppe Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) bekannt.

Am 12. Januar hatte sich in Istanbul ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, zwölf deutsche Touristen kamen ums Leben. Diese Tat wurde der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugeschrieben. (dpa)