Krankenversicherung
Milliarden-Loch im Gesundheitsfonds
30.04.2009 | 15:37 Uhr 2009-04-30T15:37:00+0200
Berlin. Durch die Wirtschaftskrise droht dem Gesundheitsfonds noch in diesem Jahr ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro. Das gab der Schätzerkreis der Gesetzlichen Krankenversicherung bekannt. Der Bund will die Finanzlücke mit einem Darlehen stopfen. Doch auch den Versicherten drohen Zusatzbeiträge.
Die Konjunkturkrise wird in diesem Jahr ein Finanzloch von 2,9 Milliarden Euro in den neuen Gesundheitsfonds reißen. Diese Prognose stellte der Schätzerkreis der Gesetzlichen Krankenversicherung am Donnerstag in Berlin auf, wie aus Kreisen der Schätzer verlautete. Den Fehlbetrag muss der Bund mit einem Darlehen an den Fonds ausgleichen. Aber auch den Beitragszahlern drohen Mehrkosten: Unerwartet hohe Ausgaben müssen einige Krankenkassen wahrscheinlich über Zusatzbeiträge wieder hereinholen.
Das von den Schätzern prognostizierte Defizit liegt in etwa in der Größenordnung, wie es Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt bereits vergangene Woche vorhergesagt hatte. Seit Jahresbeginn hat sich die Finanzlage im Fonds damit drastisch verschlechtert. Hintergrund sind Einnahmeausfälle wegen der Wirtschaftskrise. Der Bund hat zugesagt, die Finanzierungslücke über ein Darlehen zu decken. Die Kassen sollen es 2011 zurückzahlen.
Zusatzbeiträge erwartet
Dabei geht es allerdings nur um Einnahmeausfälle im Fonds. Für unerwartet stark steigende Ausgaben, die im Fonds nicht eingeplant sind, müssen die Krankenkassen selbst gerade stehen und notfalls Zusatzbeiträge erheben. Es gebe ja schon die ersten Ankündigungen für Zusatzbeiträge, sagte die Chefin des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, in Berlin.
Einzelne Kassenmanager hatten die fehlende Summe auf der Ausgabenseite auf bis zu drei Milliarden in diesem und vier Milliarden Euro im kommenden Jahr geschätzt. Nach Angaben des Bundesversicherungsamts planen 16 Kassen mit 4,5 Millionen Mitgliedern schon zum 1. Juli solche Zusatzbeiträge. Diese dürfen bis zu ein Prozent des Bruttoeinkommens betragen.
Pünktliche Rückzahlung des Darlehens fraglich
Angesichts der Krise stellte GKV-Chefin Pfeiffer in Frage, ob die Krankenkassen das diesjährige Darlehen für den Fonds wie geplant 2011 an den Bund zurückzahlen. Darüber «muss sicher zu einem späteren Zeitpunkt geredet werden», sagte sie. «Ich denke, die Politik wird sich noch einmal Gedanken machen müssen, wie man diese Rückzahlung finanziert.»
Ursprünglich hätte der Fonds das Darlehen bereits im kommenden Jahr begleichen müssen müssen. Das hätte Beitragserhöhungen unausweichlich gemacht. Die Bundesregierung hatte deshalb die Rückzahlung auf 2011 verschoben.
Die neue Schätzung für die Finanzen der Krankenversicherung beruht auf den Daten der Frühjahrsprognose der Regierung. Darin hatte Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Mittwoch ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um sechs Prozent im laufenden Jahr sowie steigende Arbeitslosenzahlen vorhergesagt. Für 2010 werden dann wieder 0,5 Prozent Wachstum angenommen. (ap)

09:43
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15:31
Lächerlich ist, das die Vorstände der Kassen viel zu hohe Einkommen haben. Sie vergleichen sich gern mit den Vorständen der Konzerne. Die haben jedoch keine Beitragszahler , die sie belasten können.
11:33
Den Lobbyisten und Politikern will der Unterschied zwischen Ursache und Auswirkung immer noch nicht klar werden.
Über 250 Krankenkassen und 16 Landesärztekammern mit ihren gigantischen Wasserköpfen kann man nur noch als Büchse der Pandorra bezeichnen.
Ihr finanzieller Saugstrom wird , wenn das Geld in den Kassen wieder knapp wird, mit einer Beitragserhöhung für kurze Zeit glatt gebügelt.
Das ganze nennt man dann: Gesundheitsreform
Legt den Sumpf trocken!!!
21:56
Mit einen Schlag könnte man die Kassen kosten enorm senken,wenn die meisten Medikamente Rezept frei zu kaufen wären,wie es teilweise im Ausland üblich ist .
20:17
So ist es wenn sich die Pharmaindustrie dumm und dusselig verdient, es viel zu viele Krankenkassen mit entsprechenden Vorständen,
unseren Politiker n da nacher gute Jobs hinterher
geschmissen werden.
19:56
Hurra ich bin da.
Gepflegt von Ulla.
Regierung hat mich lieb, denn ich bin kein Dieb.
Zahle gerne in die Kasse, damit man mich nicht hasse.
Bis ich nicht mehr kann - und dann?
Dann bin ich Krankenmasse. Kostenfaktor.
Man kommt sich in diesem Land vor wie ein Bittsteller.
Aber nur vorübergehend wegen der Wirtschaftskrise. Danach ist alles wieder TOLL.
19:28
Doch auch den Versicherten drohen Zusatzbeiträge
War doch von Anfang an so geplant. Fragt doch mal die Ulala.
Denn es kann ja nicht sein, das die Vorstände der über hundert Krankenkassen in D so leben müssen wie die Krankenkassenmitglieder...
19:22
Jetzt ist die Wirtschaftskrise schuld. Endlich hat man wieder einen Grund gefunden, um die Beiträge zu erhöhen. Gott sei Dank ist ja jetzt auch noch die Schweinegrippe im Umlauf, damit alle Bürger zum Arzt rennen, wenn sie sich nur räuspern, um die 10,00 € zu kassieren.
19:21
Die Honorare für Ärzte müssen unbedingt erhöht werden,die schaffen uns,äh das schaffen die schon....
19:07
Der sogenannte Gesundheitsfond war schon ein großer Fehler, aber jetz auch noch den kleinen Mann die Rechnung zahlen lassen wolle, ist eine Unverschämtheit.