Milder Winter hilft dem Arbeitsmarkt auch in NRW

An Rhein und Ruhr..  Der bislang eher milde Winter bekommt dem Arbeitsmarkt in NRW gut. Im Dezember ist Zahl der Erwerbslosen nur um 1606 auf 727 816 gestiegen (Quote unverändert: 7,8%). Die Experten von der Arbeitsagentur führen das darauf zurück, dass Bauarbeiter und andere im Freien Beschäftigte durcharbeiten konnten. Bundesweit gab es 2,764 Mio Erwerbslose – so wenig in einem Dezember wie seit dem Jahr 1991 nicht mehr (Quote: 6,4%).

Im Winter ist der Arbeitsmarkt anderes gewohnt. Vor einem Jahr etwa waren in NRW zur gleichen Zeit 22 852 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als jetzt. Dass es nun besser läuft, hat nicht nur mit dem Wetter zu tun. Die Unternehmen melden mehr offene Stellen, NRW-weit fast 18 000 zusätzlich im Jahr 2014. Immer mehr Menschen kommen sozialversicherungspflichtig in Arbeit. „Vor allem Jüngeren gelingt es besonders gut, in Beschäftigung zu kommen“, berichtete gestern Christiane Schönefeld, die Chefin der Arbeitsagentur in NRW.

Regional läuft die Entwicklung dabei unterschiedlich. Im Ruhrgebiet (Quote: 10,7%) etwa sind die Sorgen weiter groß – auch wenn dort 2014 mehr Menschen eine neue Arbeit fanden als in anderen Landesteilen. Das Rheinland meldet eine Quote 7,8%. Ganz anders das Münsterland: mit 4,7%.