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Europawahlkampf

Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk

16.05.2009 | 16:32 Uhr
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk

Aachen. Mit einem Plädoyer für die Beibehaltung der sozialen Marktwirtschaft auch in Krisenzeiten ist die CDU in den Europawahlkampf gestartet. Mit Managern und Bankern ging die Kanzlerin hart ins Gericht.

Mit einem Plädoyer für die Beibehaltung der sozialen Marktwirtschaft auch in Krisenzeiten ist die CDU in den Europawahlkampf gestartet. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel sagte zum Auftakt am Samstag in Aachen, die weltweite Finanzkrise sei nur entstanden, weil in anderen Ländern die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft nicht gegolten hätten. «Jetzt ist die Stunde, wo wir darauf verweisen müssen, was uns die soziale Marktwirtschaft gebracht hat», machte Merkel vor rund 2000 Zuhörern deutlich.

Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: ap

Merkel gab sich zuversichtlich, dass Deutschland die Finanzkrise gut bewältigen wird: «Wir werden die Krise nicht nur überstehen, sondern haben auch die Chance, gestärkt aus ihr hervorzugehen.» Dazu benötige Deutschland aber internationale Unterstützung. «Allein schaffen wir das nicht. Wir müssen gemeinsam in Europa daran arbeiten. Es gibt eben Probleme, die kann man nicht alleine lösen.» Daher gehe es auch bei der Europawahl um eine Weichenstellung.

"Verkehrte Welt"

Hart ins Gericht ging die Kanzlerin mit Managern und Bankern. «Ich hatte immer gedacht, wenn man einen Bonus bekommt, dann hat man etwas gut gemacht. Offenbar ist das nicht der Fall, eine verkehrte Welt», sagte Merkel.

Auch NRW-Ministerpräsident und CDU-Vize Jürgen Rüttgers kritisierte das Verhalten einzelner Manager: «Teile der wirtschaftlichen Eliten haben sich von der Gesellschaft getrennt. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Gesellschaft auseinander fällt.» Rüttgers sprach sich gegen eine rein materielle Definition von Leistung aus. «Leistung ist nicht immer nur materielle Leistung, sondern auch Lebensleistung. Die Mutter, die ihre Kinder erzieht, leistet auch einen bedeutenden Anteil für die Gesellschaft.»

"Gewinn für Deutschland"

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla betonte die Bedeutung der Europawahl am 7. Juni für Deutschland. «Diese Wahl ist richtungsentscheidend nicht für Deutschland, sondern auch für Europa. Wir brauchen Europa. Europa soll ein Gewinn für Deutschland sein.»

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), erinnerte daran, dass Europa nach Zeiten der Kriege und Auseinandersetzungen nun in Frieden vereint sei. 500 Millionen Menschen in 27 Ländern lebten nach Werten wie Solidarität, Demokratie, Menschenrechte und Freiheit. «Das ist ein Wunder unserer Zeit und ein Anlass, sich darüber zu freuen.» (ddp)

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Kommentare
17.05.2009
10:21
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von mobel | #12

Merkel ,Du gehst mir SO was AUF die NÜSSE ......trete ab !

17.05.2009
10:17
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von mobel | #11

dasKollektiv,so wird es kommen !

17.05.2009
01:08
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von dasKollektiv | #10

also will Merkel doch nicht mit der FDP das Land ruinieren??? weiter eine große Koalition und Deutschlands Bürger versenken?

16.05.2009
22:42
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von mobel | #9

Mit Managern und Bankern ging die Kanzlerin hart ins Gericht ! Ist klar Frau Merkel -stecken doch alle unter eine Decke ? Bla Bla Bla , !

16.05.2009
22:40
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von mobel | #8

nic,frage ich mich auch????????????

16.05.2009
22:36
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von nic | #7

habe ich was verpasst?
wo ist die soziale marktwirtschaft?

16.05.2009
20:35
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von Der einzig wahre Rüdiger | #6

Dummes Geschwätz,Manni.
Auch ich als Unternehmer muß Mwst. zahlen.
Man sieht,daß Sie unter Nichtwissen leiden.Schnell zur Schule und lernen.

16.05.2009
20:02
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von Manni | #5

#3 scorpionx: ganz genau, die MwSt-Erhöhung kommt garantiert, egal ob Schwarz/Rot oder Schwarz/Gelb. Die Neoliberalen wollen natürlich das Volk bluten lassen für das Totalversagen ihres Systems. Einer muss ja für die Milliarden, die jetzt in das kaputte System gepumpt werden, aufkommen. Und da gibts nix besseres als die MwSt: Für Unternehmen ein durchlaufender Posten, also kostenneutral. Also wieder ganz nach dem neoliberalen Ausbeuter-Grundprinzip: Kosten/Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren.

16.05.2009
19:28
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von Rudi | #4

Wenn sie mal sozial wird....

16.05.2009
19:19
Merkel sieht soziale Marktwirtschaft als Bollwerk
von scorpionx | #3

erinnert mich fatal an die mwst-steuerlüge von 2005 --- aus keiner erhöhung und einer um zwei prozentpunkte, wurden dann drei prozentpunkte ...

würde mich nicht wundern, wenn die 20%-marke, bei schwarz/gelb (neoliberal = unsozial) gerissen würde ---> aber dazu müsste die fdp erstmal die 5%-hürde schaffen ... ;-))

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