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Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los

16.05.2012 | 18:08 Uhr
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
Norbert Röttgen und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Jens Schlüter/dapd

Essen.   Umweltminister Norbert Röttgen wurden Ambitionen auf das Kanzleramt nachgesagt. Nun ist der CDU-Überflieger von Merkel aus dem Amt gedrängt worden, noch bevor er ihr gefährlich werden konnte. Sein Schicksal teilen mehrere CDU-Männer.

Norbert Röttgen, schon als potenzieller Merkel-Nachfolger gehandelt, steht vor den Scherben seiner politischen Karriere: Die Wahl in Nordrhein-Westfalen krachend verloren , den Posten als Landesparteichef quittiert, nun auch noch als Umweltminister in Berlin gefeuert. Röttgen ist nicht der erste vermeintliche Konkurrent Angela Merkels, der aufgeben musste.

Friedrich Merz: Der Wirtschafts- und Finanzexperte war nach Ende der Ära Kohl zum Fraktionschef im Bundestag aufgestiegen. Nach der verlorenen Bundestagswahl 2002 verdrängte Parteichefin Merkel den Sauerländer. Merz zog sich darauf 2004 enttäuscht aus der Politik zurück.

Roland Koch: Der CDU-Mann aus Hessen hatte seine Ambitionen aufs Berliner Kanzleramt stets nur mühsam verhehlt. An Merkel arbeitete der Ministerpräsident sich aber eben so zäh wie vergeblich ab. 2010 wechselte Koch entnervt zum Baukonzern Bilfinger Berger.

Jürgen Rüttgers: Als der Rheinländer 2005 die SPD in NRW nach 39 Jahren von der Macht verdrängte, rückte er in die erste Reihe der Union. Doch bevor er höhere Ansprüche anmelden konnte, wurde Rüttgers 2010 in NRW wieder abgewählt.

Karl Theodor zu Guttenberg: Der CSU-Mann stieg in atemberaubenden Tempo vom einfachen Abgeordneten zum Wirtschaftsminister auf, später übernahm er das Verteidigungsressort. Der eloquente und medial versierte Freiherr galt zeitweise als heißester Anwärter aufs Kanzleramt für die Zeit nach Merkel. Doch Guttenberg stolperte über seine eigene Eitelkeit: Als offensichtlich wurde, dass er weite Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben hatte, musste Guttenberg gehen.

Christian Wulff: Als Ministerpräsident von Niedersachsen erwarb er sich mit jugendlichem Charme Sympathien. Immer wieder wurde er für höhere Aufgaben in Berlin gehandelt. Zusammen mit Koch und Rüttgers versuchte er vor allem in den ersten Jahren Merkels als CDU-Chefin, die Autorität der Vorsitzenden zu untergraben. Im Sommer 2010 drückte Merkel ihn dann gegen viele Widerstände als Bundespräsidenten-Kandidaten durch. Als Wulff im Februar 2012 wegen mehrerer Affären zurücktreten musste, war für die Kanzlerin schon längst kein Konkurrent mehr.

Walter Bau

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Kommentare
20.05.2012
15:46
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von Satzball56 | #19

Nicht nur die Rücksichtslosigkeit, mit der die Kanzlerin ihren Machterhalt betreibt, ist erschreckend. Viel schlimmer wiegt der Umstand, wenn dieser Machterhalt; wie im Falle Christian Wulff, zu Lasten der Steuerzahler geht und Frau Merkel somit entgegen ihrem Amtseid handelt, in dem es heißt: ….. Schaden vom deutschen Volk abzuwenden !!!!!

17.05.2012
10:05
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von PESATO | #18

Alle Kontrahenten werden rücksichtslos und radikal aus dem Weg geräumt, um Defizite so zu übertünchen bei dieser privilegierten Ost-Lady die in DDR Zeiten in Moskau Studierte Hosenanzug Frau von und zu weg vom Fenster, genauso wird Sie ganz Deutschland an die Wand fahren.......!
Die Frage sei erlaubt, warum sie an dem Versager PATTEX WULFF festhielt und dessen Ehrensold von Bürgers Steuergeldern finanziert wird.

17.05.2012
09:36
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von karlo58 | #17

Man darf nicht vergessen,wo Mutti herkommt...nein-das ist kein Klischee...nur ein schlechtes Beispiel...leider ist sie Kanzlerin..unfassbar!!Glück auf!!

17.05.2012
09:28
traurigeWahrheit #11
von wohlzufrieden | #16

Zitat:"In jeder Partei würde nach elf Wahlniederlagen hintereinander über den oder die Vorsitzende diskutiert, nur in der CDU nicht." Zitat Ende. Sie bedenken dabei nicht, das die OST/WEST/ CDU unter Jungpionierin a.D. Angela Merkel die direkte Nachfolgepartei der SED ist. Und haben Sie erlebt, das dort öffentlich über Parteivorsitzende diskutiert wurde? Wer dort nicht passte, wurde entsorgt, wie zum Beispiel...Röttgen.

17.05.2012
09:23
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von wohlzufrieden | #15

CDU benennt sich um in"OMP" (Only Merkel Party)

17.05.2012
01:06
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von Pamphlet | #14

KORREKTUR ZU 13

ohne Rückfahrkarte

17.05.2012
00:51
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von Pamphlet | #13

# 12

unRückfahrkarte ...

jedoch wird sie aufgrund der Medien im nächsten Jahr wieder Kanzlerin und evtl. in einer großen Koalition.

Was sie früher nicht hatte, begehrt sie heute und sie haftet an ihrem Stuhl wie ihr Ziehvater, ergo wird weiterhin von BürgerInnen finanziell viel abverlangt werden und diese Dame bekommt in Bälde € 1300, mtl. mehr zu ihrem schon üppigen Gehalt.

16.05.2012
22:49
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von Gauck | #12

Es wird Zeit, dass dieses Weib in die Wüste geschickt wird.

16.05.2012
20:53
Die Frage ist doch,
von traurigeWahrheit | #11

warum es in der Union keine Debatte über die Bundesvorsitzende gibt. In jeder Partei würde nach elf Wahlniederlagen hintereinander über den oder die Vorsitzende diskutiert, nur in der CDU nicht. Auch die wiederholt falschen Personalentscheidungen (Wulf, Röttgen) interessieren niemanden in der Union. Da stellt man sich zwangsläufig die Frage, ob die CDU einfach nur schwach aufgestellt ist. Liegt dann aber auch an Merkel, schliesslich hat sie fähige Politiker wie Merz kaltgestellt, oder, wie Bosbach, in der Fraktion isoliert.

Merkel hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, nicht nur die Stammwähler zu verprellen und ca. 1/3 der Stimmen zu verlieren, sondern auch die CDU zu einem kritiklosen Kanzlerwahlverein degradiert.

16.05.2012
20:52
Norbert Röttgen - der Absturz eines Strategie-Lehrlings
von SchwarzerRitter | #10

Intelligenz und gute Rhetorik reichen nicht aus, um geschickt in einem Wahlkampf zu agieren. Sie reichen aber auch nicht aus, ein Ministerium zu führen, welches wegen der Energiewende zur Zeit ein absolutes Schlüssel-Ministerium ist. Strategie ist in beiden Fällen unabdingbar! Deshalb ist Merkels Reaktion (auch wenn diese in erster Linie aus Eigeninteresse erfolgt ist) nachvollziehbar. Luschen als Minister sind wir in erster Linie von der FDP gewohnt. Die CDU hat tatsächlich gute Leute, die man auch mal machen lassen muß!

1 Antwort
Merkel ist mit Röttgen weiteren Konkurrenten los
von eagle | #10-1

Da sei Mutti vor!

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