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Merkel gegen getrennten Sportunterricht für muslimische Kinder

06.04.2013 | 09:17 Uhr
Foto: /dapd/Axel Schmidt

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Trennung des Sportunterrichtes für muslimische Jungen und Mädchen als "völlig falsches integrationspolitisches Signal" bezeichnet.

Düsseldorf (dapd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine Trennung des Sportunterrichtes für muslimische Jungen und Mädchen als "völlig falsches integrationspolitisches Signal" bezeichnet. Die Kanzlerin sehe die Integration als ganz wichtiges Anliegen, bei dem es um das Zusammenleben von Menschen geht, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Wenn Menschen voneinander getrennt werden, ist das das Gegenteil von Integration", ließ Merkel erklären.

Zuvor hatte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück Schulen ermuntert, islamischen Schülern nach Mädchen und Jungen getrennten Sportunterricht anzubieten. Dafür wurde er von SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles in Schutz genommen. "Die Trennung von Jungs und Mädchen im Sportunterricht ist bei uns in Rheinland-Pfalz längst Alltag und wird ohne jede Aufregung gemacht, wenn die Schulen es sich organisatorisch leisten können und dies so wünschen", sagte Nahles der Zeitung. Steinbrück habe also nichts Neues oder Skandalisierendes gesagt.

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