Menschen fliehen in Panik aus der umkämpften Hauptstadt
17.07.2012 | 16:50 Uhr 2012-07-17T16:50:00+0200
Damaskus/Kairo. Die syrischen Rebellen haben am Dienstag eine „Schlacht zur Befreiung“ von Damaskus angekündigt. Die Kämpfe in der Hauptstadt werden nicht aufhören. "Wir werden den Sieg erlangen“, sagte der Offizier Kassem Saadeddin. Seit drei Tagen ist die Hauptstadt Damaskus Schauplatz heftiger Gefechte zwischen Aufständischen und der syrischen Armee. Die Menschen fliehen in Panik.
„Der Sieg ist nahe“, triumphieren die Rebellen. „Die Schlacht zur Befreiung von Damaskus hat begonnen.“ Seit drei Tagen weiten sich die heftigen Kämpfe auf immer mehr Stadtteile aus und drohen nach Homs, Hama und Deraa nun auch die syrische Hauptstadt in Gewalt und Zerstörung zu stürzen.
Im diplomatischen Ringen um eine Syrienresolution des UN-Weltsicherheitsrates hingegen ist weiterhin keine Einigung in Sicht.
„Wir haben nur leichte Waffen, aber wir haben einen Plan, wie wir ganz Damaskus in unsere Hand bekommen können“, erklärte der Sprecher der „Freien Syrischen Armee“, Oberst Kassem Saadeddine, und kündigte für die kommenden Tage „Überraschungen“ an. Nach israelischen Erkenntnissen verlegte das Regime am Dienstag Einheiten aus den nahe gelegenen Golanhöhen nach Damaskus, ein weiterer Hinweis darauf, wie prekär die Lage geworden ist.
Moskau und Peking bleiben hart
UN-Vermittler Kofi Annan traf am Dienstag in Moskau mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammen. Die russische Führung machte klar, sie werde jede Resolution mit einem Veto blockieren, die dem Regime in Damaskus Sanktionen androhe. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon konferierte am Mittwoch in Peking mit Präsident Hu Jintao, doch auch in der Haltung Chinas zeichnet sich keine Bewegung ab.
In Damaskus operierten am Dienstag zum ersten Mal Kampfhubschrauber im Tiefflug über den südlichen und östlichen Trabantenstädten Hajar al-Aswad und Qaboon. Die Armee nahm mit Raketenwerfern und Maschinengewehren wahllos Wohnblocks unter Feuer. Tausende Bewohner versuchten in Panik, aus den Kampfzonen zu fliehen und ihr Leben zu retten.
Angst vor Chemie-Waffen
Der abtrünnige syrische Botschafter im Irak, Nawaf Fares, warnte im britischen Sender „BBC“ davor, das bedrängte Baath-Regime könnte auch chemische Waffen einsetzen. „Ich bin überzeugt, wenn Assad von seinem Volk noch weiter in die Ecke gedrängt wird, wird er zu diesen Waffen greifen“, sagte der Diplomat, der sich inzwischen in Katar aufhält.

17:49
wenn ich so das verhalten der Russen sehe dann frage ich mich wie können die Westlichen Länder noch mit solche Politiker zusammen arbeiten ich denke man sollte erstmal die Wirtschaftliche zusammen arbeit mit den beiden Ländern auf eis-legen denn es geht nicht an das wir mit Menschen zusammen arbeiten die die Menschenrechte nicht verteidigen und sollte unsere Bundesregierung da nicht mal drüber nachdenken dann zeigen sie selbst das sie die Menschenrechte nicht achten
ich würde mir mal Gedanken machen, warum auf einmal in Gebieten des Nahen Ostens Aufstände in Richtung Demokratiewandel herrschen und die USA den Russen ein Raketenabwehrschild vor die Tür stellen möchten gegen angebliche Bedrohung aus dem Nahen Osten.