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Mehr Entschädigung bei Verspätung im NRW-Nahverkehr

27.06.2012 | 19:14 Uhr
Mehr Entschädigung bei Verspätung im NRW-Nahverkehr
Für Kunden im Nahverkehr gelten ab 1. Juli großzügigere Rückerstattungsregeln. Foto: Konopka

Essen.  NRW sorgt für großzügigere Regelungen, wenn Bus und Bahn mehr als 20 Minuten zu spät kommen und es keine Alternative gibt. Ab 1. Juli können sich Kunden bis zu 50 Euro rückerstatten lassen. Von „Pro Bahn“ gibt’s Beifall.

Bei Verspätungen gelten ab 1. Juli großzügigere Fahrgast-Regelungen im NRW-Nahverkehr. Bummeln Busse und Bahnen mehr als 20 Minuten dem Fahrplan hinterher und fehlt eine Alternative, sollen Kunden ab Sonntag wahlweise die Kosten für einen Fernverkehrszug oder ein Taxi erstattet werden.

Groschek: Anliegen der Kunden stärken

„Diese gemeinsame Initiative von Land und Verkehrsunternehmen in NRW stärkt die Anliegen der Kunden im Öffentlichen Personennahverkehr“, sagte Verkehrsminister Michael Groschek. „Vor allem die deutlich höhere Erstattung der Taxikosten erleichtert es ihnen, auch am Abend und im ländlichen Raum sicher ihr Ziel zu erreichen.“

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bietet zwar bereits eine Mobilitätsgarantie – aber auch hier gibt es Verbesserungen: Kunden mit Ticket 2000 oder Bärenticket können sich 50 Euro erstatten lassen; bislang sind es maximal 30 Euro. Alle anderen Fahrgäste, die vor 20 Uhr unterwegs sind, haben nun ein Anrecht, sich bis zu 25 Euro (bisher 15 Euro) erstatten zu lassen. Nach 20 Uhr liegt die Höchstgrenze bei 50 Euro. Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ lobt die Initiative als „richtigen Schritt“. Sprecher Lothar Ebbers moniert jedoch, dass es in NRW noch keine Lösung gibt, falls Anschlüsse nicht klappen.

Michael Minholz



Kommentare
28.06.2012
09:16
Mehr Entschädigung bei Verspätung im NRW-Nahverkehr
von Dr.Seltsam | #2

Es sind doch aber meist die Anschlüsse.
Auch wenn 20 Minuten bei der Bahn immer mal wieder vorkommen, ärgerlicher sind die alltäglichen 5-10 Minuten, die sich summieren.
Natürlich kann man das einplanen.
Es frustriert aber etwas, wenn man für eine Netto-Fahrzeit von gerade mal 10 Minuten, mindestens 20 Minuten als Sicherheitspuffer einplanen muss..

Wenn ein Bus, absolut jeden Morgen 5-10 Minuten zu spät kommt, dann muss man doch mal den Fahrplan überarbeiten.
(In meinem Fall ist das die Linie 386 Richtung Schlaraffiastraße, Abfahrt planmäßig 08:30 Uhr vom Wattenscheid Bf)

1 Antwort
Mehr Entschädigung bei Verspätung im NRW-Nahverkehr
von amo17 | #2-1

Natürlich ist ein Verspätung ärgerlich.
Wir haben aber einen Taktfahrplan, der große Vorteile hat.
Wenn ich also wegen einer regelmäßigen Verspätung in der Hauptverkehrszeit die Fahrtzeit insgesamt verlängere, gewinne ich meiner Meinung nach nicht viel.
Neue EDV-Technik macht aber vieles erträglicher. Kurz einen Blick auf die aktuelle Verspätung und man geht halt 5 Minuten später aus dem Haus.

28.06.2012
07:53
Mehr Entschädigung bei Verspätung im NRW-Nahverkehr
von mar.go | #1

Zum Ausgleich gibt es - wie man hört - spätestens ab Januar 2013 wieder eine saftigen Preiserhöhung!

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