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Mehr arbeiten für weniger Lohn

20.06.2007 | 08:45 Uhr

Tarifstreit bei der Telekom beigelegt.Ergebnis gilt als Erfolg für Konzernchef Obermann

Essen. Der monatelange Tarifstreit um den größten Stellenumbau bei der Telekom seit ihrer Privatisierung 1995 ist beigelegt. 50 000 Beschäftigte des Bonner Konzerns werden ab 1. Juli in neue Service-Gesellschaften ausgelagert. Dort arbeiten sie 38 statt bisher 34 Stunden pro Woche für 6,5 Prozent weniger Lohn. Darauf haben sich die Gewerkschaft Verdi und die Telekom am Mittwochmorgen geeinigt. Dadurch will die Telekom mindestens 500 Millionen Euro jährlich sparen.

Als Gegenleistung erhalten die Service-Mitarbeiter eine Beschäftigungsgarantie bis 2012. Die Lohnkürzung wird abgefedert: 18 Monate lang wird der alte Lohn gezahlt, danach die Kürzung schrittweise bis 2011 umgesetzt.

Die Tarifpartner betonten nach ihrer Einigung, beide Seiten hätten Federn lassen müssen. Beobachter werteten das Ergebnis als Erfolg für Konzernchef René Obermann. "Die Telekom hat sich in den wesentlichen Punkten durchgesetzt", sagte der Telekommunikations-Analyst Martin Gutberlet der WAZ. sts Kommentar Seite 2 Berichte Wirtschaft

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