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Mehr als hundert Verletzte bei Gewalt in Kairo

12.10.2012 | 21:17 Uhr
Foto: /AP/Khalil Hamra

Bei Ausschreitungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo sind am Freitag mindestens hundert Menschen verletzt worden. Drei Monate nach dem Amtsantritt des neuen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hatten sich zunächst Gegner des Staatschefs zu einem Protest versammelt. Anhänger Mursis organisierten daraufhin eine Gegendemonstration.

Kairo (dapd). Bei Ausschreitungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo sind am Freitag mindestens hundert Menschen verletzt worden. Drei Monate nach dem Amtsantritt des neuen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hatten sich zunächst Gegner des Staatschefs zu einem Protest versammelt. Anhänger Mursis organisierten daraufhin eine Gegendemonstration. Als sie eine Bühne der überwiegend linken und liberalen Kritiker des islamistischen Präsidenten stürmten, kam es zu einem Handgemenge. Wenig später eskalierte die Lage.

Beide Seiten bewarfen sich gegenseitig mit Steinen und schlugen mit Stöcken aufeinander ein. Die Zusammenstöße währten mehrere Stunden. Wie amtliche Medien am Abend berichteten, wurden mehr als hundert Menschen verletzt. Zwei Busse, mit denen Anhänger der islamistischen Muslimbruderschaft zu dem Platz in der Innenstadt von Kairo gebracht worden waren, wurden in Brand gesetzt.

Der Vorfall spiegelte die tiefen politischen Gräben im Land wider. Die Mursi-Gegner forderten etwa eine breitere Zusammensetzung der Versammlung, die derzeit die neue Verfassung erarbeitet. Darin dominieren die Islamisten, insbesondere Vertreter der Muslimbruderschaft, der auch Mursi angehört.

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