Mehr als die Hälfte der Deutschen gegen Merkels Asylpolitik

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt wegen ihres Kurses in der Flüchtlingskrise immer mehr Gegenwind.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt wegen ihres Kurses in der Flüchtlingskrise immer mehr Gegenwind.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung stößt in der Bevölkerung auf immer weniger Akzeptanz. Vor allem die AfD profitiert davon.

Berlin.. Die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel (CDU) verliert immer mehr an Zustimmung in der Bevölkerung und beim Koalitionspartner. Aktuelle Umfragen zeigen, dass erstmals eine Mehrheit der Deutschen gegen die Asylpolitik der Bundeskanzlerin ist.

Dem ARD-Deutschlandtrend zufolge bezweifelt jeder zweite Bundesbürger (51 Prozent), dass Deutschland die aktuelle Flüchtlingskrise bewältigen kann. 44 Prozent unterstützen die Einschätzung Merkels. Im Oktober 2015 waren noch 49 Prozent der Bürger der Meinung, dass Deutschland die Flüchtlingskrise im Land lösen wird, 48 Prozent waren damals skeptisch.

Noch deutlicher sind die Ergebnisse des aktuellen ZDF-Politbarometers: 60 Prozent der Befragten waren hier der Meinung, dass Deutschland die Zahl der Flüchtlinge nicht verkraften könne. Im Dezember waren nur 46 Prozent dieser Ansicht. 37 Prozent der Befragten glauben, dass Deutschland die hohe Zahl an Schutzsuchenden verkraften kann. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) gab an, dass die Angriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln ihre Einstellung in der Flüchtlingsfrage verändert haben.

AfD überholt erstmals die Grünen

Der AfD hingegen spielt die Flüchtlingskrise in die Karten. Im ZDF-Politbarometer hat die rechtskonservative Partei erstmals die Grünen überholt. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD auf 11 Prozent, teilte das ZDF am Freitag mit. Dies seien zwei Prozentpunkte mehr als im Dezember. Die Grünen lagen demnach unverändert bei 10 Prozent. Im „Deutschlandtrend“ der ARD legte die AfD einen Prozentpunkt auf 10 Prozent zu – und lag damit mit den Grünen gleichauf. (epd/dpa)