Mehr als 40 Tote bei Anschlag auf Bus in Pakistan

Der Anschlag wurde von Mitgliedern der Gruppe Jundullah verübt. Diese steht in Verbindung zur Terrormiliz IS.
Der Anschlag wurde von Mitgliedern der Gruppe Jundullah verübt. Diese steht in Verbindung zur Terrormiliz IS.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Islamisten schießen auf einen Bus in Pakistan und töten mehr als 40 Schiiten. Die Täter stehen der Terrormiliz IS nahe.

Islamabad.. Bei einem Überfall auf einen Bus in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind 43 Mitglieder der schiitischen Ismailiten-Gemeinde ermordet worden. Dutzende seien bei dem Anschlag am Mittwoch verletzt worden, sagte der Polizeichef der Provinz Sindh, Ghulam Hyder Jamali. Unter den Opfern seien 16 Frauen.

Zu dem Anschlag bekannte sich die mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbundene Organisation Jundullah. "Wir werden weiter Ungläubige angreifen", sagte ein Sprecher der militanten sunnitischen Gruppe zu lokalen Medien. Die Jundullah war eine Splittergruppe der pakistanischen Taliban. Im vergangenen Jahr schwor sie dem IS die Treue, der in Syrien und im Irak weite Landstriche beherrscht.

Nach Polizeiangaben schossen die sechs Attentäter auf Motorrädern mit automatischen Gewehren auf den Bus. Die etwa 60 Insassen seien auf dem Weg zu einer Moschee gewesen.

Premierminister verspricht Verfolgung der Terroristen

Der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif verurteilte den Anschlag. "Das ist ein grausamer Akt von Terrorismus", sagte er am Mittwoch in Islamabad. Der ismailitischen Gemeinde versicherte er, die "Terroristen" würden verfolgt. Das Gouverneursamt der Provinz Sindh rief für Donnerstag einen Tag der Trauer aus.

Der Premierminister des Nachbarlandes und Erzfeindes Indien, Narendra Modi, drückte sein Bedauern aus. "Unsere Gedanken sind bei den Familien der Verstorbenen", teilte er am Mittwoch auf Twitter mit.

In Karachi mit seinen 20 Millionen überwiegend sunnitischen Einwohnern kommt es immer wieder zu religiös oder politisch motivierter Gewalt. (dpa)