Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Politik

Mali wichtiges Thema des Frankofonie-Gipfel im Kongo mit Hollande

13.10.2012 | 19:46 Uhr
Foto: /AP/Rebecca Blackwell

Der französische Präsident François Hollande ist am Samstag zu einem Gipfel der frankofonen Staaten in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa eingetroffen.

Kinshasa (dapd). Der französische Präsident François Hollande ist am Samstag zu einem Gipfel der frankofonen Staaten in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa eingetroffen.

Das Forum der Staats- und Regierungschefs französischsprachiger Länder findet erstmals in einem zentralafrikanischen Land statt. Hollande sollte die Eröffnungsrede halten und später mit dem kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila sowie einem Oppositionsführer zusammenkommen.

Vor seiner Abreise hatte der französische Staatschef die Menschenrechtssituation und Demokratiedefizite im Kongo scharf kritisiert. Ein Regierungssprecher in Kinshasa hatte daraufhin gesagt, es sei Sache des kongolesischen Volkes, die Verhältnisse im eigenen Land zu akzeptieren oder abzulehnen. Es sei nicht Frankreichs Aufgabe, Lektionen zu erteilen.

Am Donnerstag hatte der kanadische Außenminister John Baird mitgeteilt, seine Delegation werde sich nicht mit Kabila treffen, weil "die Grausamkeiten stetig zunehmen" im Kongo, einer früheren belgischen Kolonie.

Der Frankofonie-Gipfel findet seit 1986 alle zwei Jahre statt und dient dem Austausch über aktuelle politische Themen. Der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF) gehören insgesamt 75 Staaten an, überwiegend ehemalige französische Kolonien.

Wichtiges Thema in Kinshasa dürfte die Lage in Mali sein, wo der Weltsicherheitsrat auf französische Initiative einen internationalen Militäreinsatz genehmigt hat, um islamistische Rebellen zu bekämpfen. Auch im Osten des Kongos haben Aufständische Hunderttausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

 
Aus dem Ressort
US-Republikaner wollen Präsident Obama vor Gericht zerren
USA
Die Gegner von Barack Obama überlegen, den Präsidenten vor dem höchsten Gericht anzuklagen. „Warum?“, fragt Obama spöttisch - „weil ich meinen Job gemacht habe?“ Ausblick auf ein absehbar teures juristisches Geplänkel, das für den Politik-Betrieb in Washington einen neuen Tiefpunkt bedeuten würde.
Rechtsanspruch auf Inklusion und Kita-Reform werden wirksam
Reformprogramm
Regelschule auch für Behinderte und bessere Betreuung für die Kleinsten: Das kommt zum 1. August. Damit investiert NRW jährlich 100 Millionen Euro zusätzlich in die Qualität von Kitas und bis 2018 eine Milliarde Euro in inklusives Lernen an Schulen. Kritik kommt von Kommunen und Lehrerverbänden.
NRW hat die kaputtesten Eisenbahnbrücken in ganz Deutschland
Verkehr
Die Grünen im Bundestag wollten es wissen, nun gab’s die Antwort. NRW bildet unter allen Bundesländern dass Schlusslicht, wenn es um den Zustand von Eisenbahnbrücken geht. Fast die Hälfte aller Brücken weisen Beschädigungen auf. Auf den Schienen droht der Verkehrsinfarkt.
Israel will Offensive ausweiten um Hamas-Tunnel zu zerstören
Gaza-Konflikt
Die Lage im Gazastreifen wird immer verzweifelter. Doch der Schlagabtausch zwischen Israel und der Hamas geht weiter. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellt Bedingungen, denen die Hamas nicht zustimmen will. Netanjahu geht es vor allem um die Tunnelsysteme der Hamas.
US-Geheimdienst NSA meldet Patent auf Kindersitz an
Geheimdienstarbeit
Die Entwicklungsabteilung des US-Geheimdienstes NSA hat mit der Anmeldung einer Reihe von Patenten überrascht. Neben Erfindungen auf den Gebieten Datenverschlüsselung und Übersetzung wurde auch ein Patent für einen Autokindersitz angemeldet, der sich über die Jahre der Größe des Kindes anpasst.