Mali wichtiges Thema des Frankofonie-Gipfel im Kongo mit Hollande

Der französische Präsident François Hollande ist am Samstag zu einem Gipfel der frankofonen Staaten in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa eingetroffen.

Kinshasa (dapd). Der französische Präsident François Hollande ist am Samstag zu einem Gipfel der frankofonen Staaten in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa eingetroffen.

Das Forum der Staats- und Regierungschefs französischsprachiger Länder findet erstmals in einem zentralafrikanischen Land statt. Hollande sollte die Eröffnungsrede halten und später mit dem kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila sowie einem Oppositionsführer zusammenkommen.

Vor seiner Abreise hatte der französische Staatschef die Menschenrechtssituation und Demokratiedefizite im Kongo scharf kritisiert. Ein Regierungssprecher in Kinshasa hatte daraufhin gesagt, es sei Sache des kongolesischen Volkes, die Verhältnisse im eigenen Land zu akzeptieren oder abzulehnen. Es sei nicht Frankreichs Aufgabe, Lektionen zu erteilen.

Am Donnerstag hatte der kanadische Außenminister John Baird mitgeteilt, seine Delegation werde sich nicht mit Kabila treffen, weil "die Grausamkeiten stetig zunehmen" im Kongo, einer früheren belgischen Kolonie.

Der Frankofonie-Gipfel findet seit 1986 alle zwei Jahre statt und dient dem Austausch über aktuelle politische Themen. Der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF) gehören insgesamt 75 Staaten an, überwiegend ehemalige französische Kolonien.

Wichtiges Thema in Kinshasa dürfte die Lage in Mali sein, wo der Weltsicherheitsrat auf französische Initiative einen internationalen Militäreinsatz genehmigt hat, um islamistische Rebellen zu bekämpfen. Auch im Osten des Kongos haben Aufständische Hunderttausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

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