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Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation

18.05.2010 | 12:57 Uhr
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation

Im Westen.Im Kampf um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau formiert sich eine neue Kraft, die radikal Partei ergreift für Männer. Dutzende Bewegungen sind in den vergangenen Jahren entstanden, Männer, die sich als Opfer einer einseitigen Frauenpolitik sehen.

Einige kämpfen gegen väterfeindliche Rechtsprechung in Familienfragen, andere verlangen eine Wehrpflicht für Frauen, und wieder andere sehen in jungen Männern die Opfer einer Bildungspolitik, die vorrangig Frauen fördere.

Der Soziologe Gerhard Amendt zum Beispiel bezeichnet Frauenhäuser als „Welt des Männerhasses“, die zur „feindselig aufgeladenen Polarisierung der Gesellschaft in männliche Gewalttäter und weibliche Friedfertige“ beitragen. Er schlussfolgert: „Wir brauchen keine Frauenhäuser mehr.“

Ein anderer Protagonist der neuen Männerbündler-Szene ist Eugen Maus, Vorsitzender des Vereins Manndat. Der Verein ist in Stuttgart registriert und hat seine Postanschrift in Hamburg. Seit rund sechs Jahren kämpfen Maus und Gleichgesinnte gegen vermeintliche feministische Privilegien und „dafür, dass die Benachteiligung der Männer bekannt gemacht und beseitigt wird“, wie Maus es formuliert. „Frauen werden bevorteilt, es wird zu viel für Frauen gemacht“, befindet Maus, „für die Jungs wird nichts getan.“

Ganz oben auf der Liste der Ungerechtigkeiten steht für Maus die Wehrpflicht: „Entweder muss die Wehrpflicht für beide Geschlechter gelten oder abgeschafft werden. Man kann bei der Bundeswehr etwas mitnehmen fürs Leben, diese Erfahrung wollen wir Mädchen nicht missgönnen.“

Maus und Amendt gehören zu einem großen Zirkel von männerbündlerischen Gruppen, die seit einiger Zeit verstärkt Zulauf bekommen. „Es lässt sich feststellen, dass sich die Forderungen nach ,Männerbefreiung’ stärker als früher öffentlich artikulieren“, hält der Autor Thomas Gesterkamp in einer Expertise der Friedrich-Ebert-Stiftung fest.

Sowohl Politik als auch Selbsthilfe

„Diese Gruppen haben eine gemeinsame Denkfigur: Sie agieren gegen den Feminismus“, so Gesterkamp. Dabei ist die Bandbreite der politischen Ausrichtung sehr hoch, das geht los bei Organisationen, die weniger an Politik als eher an praktischer Selbsthilfe interessiert sind, wie zum Beispiel der Verein „Väteraufbruch für Kinder“. Der Verein berät Trennungsväter bei Streitigkeiten mit der Ex-Partnerin und legt dabei Wert auf die Feststellung: „Allen Kindern beide Eltern.“

Auf der politisch stark engagierten Seite des Spektrums steht das „Familiennetzwerk Deutschland“. Gesterkamp attestiert der Gruppe ein „rückwärts gewandtes Frauenbild“. Und: „Das ist ein konservatives Netzwerk, das von der CDU enttäuscht ist und die alte Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau zurück haben will.“ Tatsächlich tritt das Netzwerk vor allem dafür ein, dass Mütter ihre Kinder in den ersten Lebensjahren betreuen.

„Einige Einzelpunkte, die diese Gruppen ansprechen, sind durchaus problematisch“, attestiert Monika Goldmann, Sozialforscherin und Vorsitzende des Dortmunder Forums Frau und Wirtschaft. „Männer sind zum Beispiel manchmal die Verlierer in Scheidungsfragen, die auch auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden.“ Doch diese Themen würden benutzt, um Politik zu machen: „Nicht für den Mann, sondern gegen die Frau“, bilanziert Goldmann.

Tim Müßle

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Kommentare
15.08.2010
21:49
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von feierabend | #42

@17 von ayk
Leider muss ich Sie enttäuschen, noch hasse ich Männer - mein Mann liebe ich sehr - noch bin ich geisteskrank. Leider muss ich Ihnen auch sagen, dass mir ihr arg persönlicher Ton etwas unangenehm ist, warum können Sie nicht sachlich bleiben?
Ich kenne eben nicht gerade wenige Frauen, denen das Schicksal genau das antat, wovon ich sprach.
Verständlich, dass es Männer gibt, denen ähnliches widerfahren ist und nicht in die Frauenschiene passen. Das tut mir leid für Sie - ich habe Sie nicht persönlich gemeint.
Mit etwas mehr Abstand werden Sie vielleicht verstehen können dass nicht alle Frauen so sind, wie sie sie erlebt haben oder erleben.

24.05.2010
19:46
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von udovogelsang | #41

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23.05.2010
09:21
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von Michael Baleanu | #40

@Herrmann #33
Ich hatte im Posting #24 ihre Aussage Nummer 3 im Posting #20 widerlegt: Eine genaue Studie der Studie (http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=20560.html) lässt erhebliche wissenschaftliche Mängel erkennen.

Eine der wissenschaftlichen Mängel - die fehlende Plausibilität einer Aussage der Studie - hatte ich aufgezeigt und Sie sind nicht in der Lage mit einer zivilisierten Argumentation meine Aussage zu entkäften.

Sie kennen sicherlich die physikalische Tatsache: Aktion ist gleich Reaktion.

Daher, das was Sie mir wünschen, wünsche ich Ihnen gleich dreimal und wissen Sie warum? Weil, wenn Sie auf jemand mit dem Finger zeigen, drei weitere Finger gegen Sie selber gerichtet sind.

Auch das ist eine unumstößliche wissenschaftliche Wahrheit, die Sie nicht entkräften können.

Daher, wer in ein Dialog eintreten möchte, möge bitteschön Argumente, Zahlen und Fakten austauschen.

Diesem wissenschaftlichen Diskurs entziehen Sie Sich mit dem Scheinargument, Sie wären in einem Irrenhaus. Dann bleiben Sie dort, wenn es Ihnen dort so gut gefällt.

20.05.2010
21:45
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von Eric Untermann | #39

Wieso so verbittert, Herrmann? Warum so ein Opferdenken? Wieso die Flucht vor einer sachlichen Argumentation? Viel lieber würde die Welt doch mal Argumente zum Thema hören, nachdem Gesterkamp schon keine zustande bringt.

20.05.2010
21:19
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von qed | #38

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20.05.2010
20:26
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von yessir | #37

Tja, Herrmann, wenn man keine Argumente hat, wird´s persönlich oder unsachlich. Genau das kennt man ja schon von Herrn Gesterkamp.

20.05.2010
19:50
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von Herrmann | #36

In diesem Irrenhaus redet man scheinbar mit Gummiwänden, die man irrtümlich für Personen hielt. Manche sagen: Du hast die Expertise garantiert nicht gelesen, Herrmann. Genau, ich zitiere immer nur aus Schriften, die ich nicht gelesen habe.

Na, dann lasse ich Euch Opfer des Feminismus (der ja bekanntlich staatliche Zwangsdienste, Männer knechtende Arbeitsverhältnisse, die Gewalt und die niedrige Lebenserwartung zu verantworten hat) mal mit Euren konkludenten Ausführungen in wechselseitiger (Selbst-)Bestätigung alleine. Habt wenigstens dabei Spaß! Ihr scheint ja außer Gesterkamp-Bashing und Opfersein wenig vom Leben zu haben...

20.05.2010
16:51
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von Michael Baleanu | #35

Na, Herr Baleanu, waren Ihnen die Ausführungen des deutschtümelden Herrn Hanhausen die Schützenhilfe, nach der Sie gebeten haben?

Aus dem fehlenden Vortrag entnehme ich den konkludenten Beweis, dass meine Ausführungen stimmen. Danke!

19.05.2010
21:55
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von Peter Hanhausen | #34

@Herrmann,

Ihre Spitze ist zu stumpf um wirksam zu sein.
Zudem fällt auf, dass Sie sich über Anonymitäten anonym echauffieren - ist Ihnen das nicht jetzt wenigstens ein kleines bisschen peinlich?
Nein, denn Sie werden sich postwendend um die eigene Gesundheit besorgt geben und von Gefährdung palavern.

Ich habe mich durchaus mit den Thesen von Ausländern in einem vereinten Europa und einem globalen Dorf auseinandergesetzt, demzufolge wir alle irgendwie uns als Ausländer zu fühlen hätten, um respektvoll mit tatsächlichen Ausländern umzugehen.
Kein Problem, bis dorthin liegen wir wohl nicht auseinander, was den respektvollen Umgang mit Ausländern und deren kulturellem Gut betrifft.
Ich gebe jedoch zu bedenken, dass mein Beitrag sich auf meine Sicht auf die deutsche Kultur beschränkte und dass Respekt auf Gegenseitigkeit beruhen sollte.
Was den uns betreffenden gegenseitigen Respekt muss ich konstatieren, liegen wir meilenweit auseinander, weil Sie auch mich nicht respektieren und mir plump das Maul verbieten, indem Sie wiederholt diffamieren.
Wenn Sie bereits in einer Positionierung pro eigenes Kulturgut bereits Deutschtümelei in Verbindung mit Ausländerfeindlichkeit orten, wären Sie gut beraten Ihren eigenen Standort neu zu peilen, wo Sie selbst eigentlich wirklich stehen.
Und wenn Sie schon dabei sind zu peilen, dann beginnen Sie am besten bereits im SPD-eigenen rechten Flügel, dem Seeheimer Kreis. Die Mitglieder dort sehen Deutschland nämlich offenbar noch nicht als Vorort des Dorfes, das Sie Welt nennen mögen.
Die dort aktiven stockkonservativen Kegelbrüder (Kegelverein=konservativ=deutsch(-tümelig)) denken, argumentieren und handeln im Sinne auch nationaler Interessen.
Mann, sind die dort rechts Mann!

Vielleicht genügt es ja bereits, sich einfach einmal zwischendurch kurz umzudrehen, dann wird aus rechts plötzlich links und alles erscheint einem anders.
Aber nein, auch das wird nicht erfolgen, weil die Zielvorgabe klar definiert wurde.
Stuss sabbeln und mürbe machen, ganz ohne Argumente, ohne eigene öffentliche Positionierung und ohne auch nur ein Wissen vermittelndes Wort.
Also hopp, ab ins Gefecht. Marschmarsch!
Wie auch Gesterkamp: Alle diejenigen die nicht seinem laienhaften schrillen Pfiff folgen, bitte rechts aufstellen!

19.05.2010
21:42
Männer fühlen sich als Opfer der Emanzipation
von Eric Untermann | #33

Du hast die Expertise garantiert nicht gelesen, Herrmann. Zum dritten Mal: Er sagt darin überhaupt nichts zu den Problemen, mit denen sich die Männer beschäftigen. Keine Argumente, kein Dialog, kein Widerlegen, keine Sachebene - nur die pure Diffamierung. Das blosse Wort Männergesundheit hinzuschreiben ist kein Argument für irgendwas!

In Gesterkamps oder deinen Diffamierungen kann ich keinen sachlichen Gehalt erkennen. Mit dem von ihm angerührten brauen Sossen, die durch sein Pamphlet schwappen möchte ich mich nicht beschmutzen, es ist ekelhaft genug dass er damit Rechtsradikale verharmlost wie ich ebenfalls bereits geschrieben habe.

Danke jedenfalls für die Bestätigung, dass er nur vor seiner eigenen Seilschaft über sein Pamphlet gesprochen hat. Wir warten auf seine Antwort zu den offenen Briefen. Er ist herzlich eingeladen, sich dazu zu äussern.

Auch wenn sein Werk keinen sachlichen Gehalt hat, bin ich ihm dankbar dafür. Er bewirkt damit viel. Manndat, Agens & Co kämpfen um mediale Aufmerksamkeit, die ihnen bisher kaum zuteil wurde. Dank Gesterkamp werden sie nun in der Presse genannt und es gibt mit Sicherheit viele Leser, die sich mal bei den ach so bösen Männerbündlern reinklicken und mal eben nachsehen, was die so schreiben. Dort finden sie massenhaft sehr gute, sachliche Argumente und Nachweise für ihre Aussagen. Die Diskrepanz zwischen Gesterkamps Anwürfen und dem, was dort geboten wird augenfällig. Damit wird die Diffamierung schliesslich zur Werbung, denn auf der Sachebene liegt die grosse Stärke von Manndat & Co.

Die Rechtsradikalenpatrone hat er ja nun abgefeuert, nun könnte eigentlich die Kinderschänderkeule drankommen? Nur her damit, je abstruser und lauter desto besser.

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