Lufthansa will Angehörigen weiter helfen

Frankfurt/Haltern..  Die Lufthansa wird den Angehörigen des Germanwings-Absturzes „so lange helfen, wie Hilfe benötigt wird“. Konzernchef Carsten Spohr hat das bei einem Besuch an der Absturzstelle im französischen Le Vernet versprochen. Vorab hatte das Unternehmen den Familien der Opfer bis zu 50 000 Euro als Soforthilfe gezahlt. „Wir erfahren jeden Tag mehr über die Ursachen“, sagte Spohr in Le Vernet.

Unter den 150 Toten waren weniger Deutsche als bisher angenommen. Das Auswärtige Amt korrigierte gestern die Zahl von 75 auf 72 herunter. Der Grund für die späte Berichtigung der Zahl ist, dass es ursprünglich Unklarheiten bei den Passagieren mit doppelter Staatsangehörigkeit gab.

Inzwischen steht auch fest, dass sich der Copilot, der den Jet bewusst in den Berg geflogen haben soll, im Jahr 2009 im Anschluss an eine Ausbildungs-Pause im Auftrag der Airline einer eingehenden Überprüfung seiner geistigen Gesundheit unterziehen musste, schreibt „Spiegel Online“ gestern. Er habe bestanden.

Haltern gedachte am Nachmittag unterdessen der 16 Schüler und Schülerinnen und der zwei Lehrerinnen, die bei dem Absturz vor einer Woche ums Leben gekommen waren.