Duisburg

Loveparade - Kein Ende in Sicht

Die juristische Aufarbeitung der Duisburger Loveparade-Katastrophe ist erneut ins Stocken geraten.
Die juristische Aufarbeitung der Duisburger Loveparade-Katastrophe ist erneut ins Stocken geraten.
Foto: dpa

Und noch eine Verzögerung! Schon zum x-ten Mal verschiebt sich der mögliche Prozessbeginn um die Loveparade-Katastrophe von Duisburg. Wir sind inzwischen im Jahr 2015, bald fünf Jahre nach dem Unglück mit 21 Toten und über 650 Verletzten.

So wie es jetzt aussieht, wird ein möglicher Prozess frühestens Ende des Jahres beginnen.

Wenn er denn beginnt..., muss man jetzt schon bald anfügen. Denn über die Zulassung der Anklage hat das Landgericht Duisburg ja immer noch nicht entschieden.

Wieder mal hakt es bei dem Gutachten des britischen Panikforschers Keith Still, das nicht weniger ist als das wichtigste Beweismittel der anklagenden Staatsanwälte und offenbar den Ansprüchen des Gerichts nicht genügt.

Nicht abschließen können

Für alle Betroffenen, für die Beschuldigten, vor allem aber für die vielen Opfer und ihre Angehörigen heißt das: Warten. Sich weiter gedulden. Nicht abschließen können.

Man mag sich nicht vorstellen, was das für Eltern bedeutet, die auf der Loveparade ihr Kind verloren haben. Nicht nach vorne gucken zu können, sondern immer wieder mit dem Verlust konfrontiert zu werden.