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Wahlschlappe

Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr

06.04.2011 | 13:21 Uhr
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
Nach der Wahlschlappe in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz setzen viele Linke auf Oskar Lafontaine. Foto: dapd

Berlin.   Die Linkspartei wünscht sich Lafontaine zurück. Nicht nur NRW-Chef Zimmermann hofft auf eine aktivere Rolle ds Ex-Parteichefs. Auch Sahra Wagenknecht plädiert für seine Rückkehr. Lafontaine sei vor allem im Westen eine Integrationsfigur der Linken.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im NRW-Landtag, Wolfgang Zimmermann, kann sich eine aktivere Rolle von Ex-Parteichef Oskar Lafontaine vorstellen. "Wir in NRW haben immer gesagt, dass wir es begrüßen, wenn Oskar sich wieder stärker einbringt", sagte Zimmermann am Mittwoch auf dapd-Anfrage in Düsseldorf. Lafontaines "politisch-inhaltliche" Interventionen seien gut für die Linke.

Auch Linksfraktionschef Gregor Gysi hat die Debatte um eine mögliche Rückkehr Lafontaines an die Parteispitze weiter angeheizt. Derzeit habe der ehemalige Linke-Vorsitzende zwar nicht die Absicht, wieder eine größere Rolle zu übernehmen, sagte Gysi am Mittwoch in Berlin. „Aber ich denke, wenn es eine Notsituation gibt, kann er sich eine Rückkehr vorstellen.“ Worin eine solche „Notsituation“ bestehen könnte, wollte Gysi nicht ausführen.

Auch Sahra Wagenknecht, stellvertretende Linke-Vorsitzende, befürwortet eine Rückkehr Lafontaines in die Bundespolitik. „Es wäre für die Partei ein großer Gewinn, wenn sich Oskar Lafontaine wieder mehr auf bundespolitischer Ebene einbringen würde“, sagte Wagenknecht der „Bild“-Zeitung.

Wagenknecht warnt vor Kurswechsel der Linken

Der frühere Parteichef sei vor allem im Westen eine Integrationsfigur der Linken und habe für Wahlerfolge gesorgt, sagte Wagenknecht. Sie warnte zugleich von einem Kurswechsel der Linken: „Wir müssen auf dem Erfolgskurs von Lafontaine weitergehen. Einen Weg zurück zur PDS, wie ihn manche gerne hätten, darf es nicht geben.“

Momente mit Lafontaine

Nachdem die Linke bei den Landtagswahlen sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Baden-Württemberg Ende März an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war, hatte es Kritik an den beiden Vorsitzenden Gesine Lötzsch und Klaus Ernst gegeben. Gerüchte über eine mögliche Rückkehr Lafontaines auf die bundespolitische Bühne machten die Runde. Eine Rückkehr an die Parteispitze hatte er zuletzt zwar abgelehnt, sich aber zugleich optimistisch über seinen Gesundheitszustand geäußert.

Lafontaine hatte Rückkehr an Parteispitez zuletzt abgelehnt

Thüringens Linken-Fraktionschef Bodo Ramelow sprach sich gegen eine Rückkehr von Lafontaine an die Parteispitze aus. "Ich sehe dafür überhaupt keine Notwendigkeit, wir haben eine kräftig arbeitende Doppelspitze", sagte er zu "Spiegel Online". Er kritisierte zugleich die Äußerungen Gysis. Dieser "sollte jetzt keine neuen Personaldebatten vom Zaun brechen". Denn die jetzige Doppelspitze sei "Produkt seiner eigenen Arbeit". Er fügte hinzu: "Es gibt keine Notsituation in unserer Partei, deshalb stellt sich die Frage auch gar nicht."

Lafontaine war im vergangenen Jahr wegen einer Krebserkrankung von seinem Amt als Parteivorsitzender zurückgetreten. Er ist derzeit Fraktionsvorsitzender der Linken im saarländischen Landtag. Eine Rückkehr an die Parteispitze hatte er zuletzt zwar abgelehnt, sich aber zugleich optimistisch über seinen Gesundheitszustand geäußert. (dapd/afp)

DerWesten

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Kommentare
07.04.2011
13:10
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von demokratischundsozial | #16

Das die neo-liberalen Medien die Linke entweder totschweigen oder diffamieren, weiß man sein vielen Jahren. Deshalb sollte man daraus gelernt haben und nicht, sie die Vorsitzende in jede Falle tappen. Aber die Wahlen in Hamburg zeigen, dass die „Kommunismus“-Geschichte der Linken nicht wirklich geschadet hat. Auf die Ereignisse in Japan hat die Linke kopf- und hilflos reagiert. Der Gewerkschafter Ernst war bei dem Thema wenig glaubwürdig. Die Forderung, mit der Linken Mappus abzuwählen, war nur zeitweise plausibel. Als die Grünen in den Umfragen stärker wurden, war die Parole völlig falsch. Die Linke wurde nicht mehr gebraucht, um Mappus abzuwählen. Es bestand sogar die Gefahr, dass Mappus mit einer Großen Koalition bleiben würde, wenn die Linke zu stark würde. Eine Wechselstimmung zugunsten von SPD und Grüne schadet eher der Linken. Oskar Lafontaine hat das 2005 gespürt und gesagt, ein Wechsel von Schröder auf Merkel sei nur ein Frisurenwechsel. Wenn die Leute glauben, mit Gabriel und Trittin werde alles besser als bei Merkel und Rösler, wird die Linke nicht mehr gebraucht.

06.04.2011
17:29
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von Ruhrpottler | #15

#14 von Volksentscheid
So unrecht hat doch erkant nicht.

In der Wirtschaftspsychologie findet sich ein Ansatz, der Charismaaffinität und die Wahrnehmung von Charisma in die Nähe des Narzissmus stellt lol*

06.04.2011
17:25
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von Volksentscheid | #14

#6 FDP und charismatische Politiker?DER war gut.

06.04.2011
16:32
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von Ruhrpottler | #13

Anscheinend nicht...

06.04.2011
16:28
Blockierter Kommentar.
von Ruhrpottler | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

06.04.2011
16:17
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von Nie_wieder | #11

Nun zeigt sich wieder einmal, wie wenig führungssicheres Personal die Linke hat. Aber umso mehr postkommunistische Träumer, die sich mit ihren Schüppchen und Förmchen zu ideologischen Krüppeln schlagen. Denn in nahezu allen orten in NRW sind die haben die Linken es ofenbar genossen, sich selbst gründlich zu zerlegen. Und da es eben an Führungspersonal fehlt, muss nun der Dauer-Hinschmeißer wieder `ran. Als Ober-Kindergärtner. Wie man so eine Brabbel- und Krabbelgruppe noch wählen kann, wird sich mir nicht erschließen.

06.04.2011
16:13
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von dorfbeobachter | #10

Die Ex-SED ist genau so fantasielos und überflüssig wie die FDP.
Im Gegensatz zur FDP mutet der dahin schmelzende Haufen frustrierter Ewiggestriger, welche derzeit wie die Neoliberalen aus den Parlamenten fliegen, eher an wie ein Altersheim.
Lafontaine zurück zu holen ist soooowas von aufregend!

06.04.2011
15:49
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von Ruhrpottler | #9

#6 von unwitz

unwitz oder erkant sie sind wie immer luschtig.

Ich tausche einen Lafontaine gegen das ganze Schmierentheater der fdp

06.04.2011
15:41
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von ChristlicherDemokrat | #8

Das wäre natürlich arm, wenn es nur darum ginge, dass es nur Einen gebe. Aber Oskar ist nun mal eine Institution, er war schon in der SPD der letzte mit sozialem Gewissen und ist der einzig wahre Enkel Willys. Und inhaltlich kann keiner in diesem Land ihm das Wasser reichen. Schon vergessen, vor der Einheit hatte er den Neu-Bürgern aus dem Osten einen langen schweren Weg vorhergesagt, während Schmiergeld Kohl blühende Landschaften versprochen hat. Die Wahrheit wurde vom Wähler nicht honoriert, nur die Lüge.
Aber die Linke in einem Atemzug mit der FDP zu nennen, das ist schon tief unter der Gürtellinie.
Bei der FDP muss man nur ein halbwegs guter Krawattenträger sein, die Politik wird denen ja von den Schmiergeldzahlern vorgeschrieben. Der Neue will ja angeblich eine soziale FDP bauen, hat aber mit seiner Krankheitsreform mal wieder nur die Taschen der Drogenbarone, auch Pharmaindustrie genannt, gefüllt und den Kranken jegliche sinnvolle Therapie geraubt. Da weiß man doch schon wo es wieder hingehen wird.

06.04.2011
15:36
Linkspartei hofft auf Lafontaine-Rückkehr
von zitaten | #7

Arme LINKE,soweit ist sie schon gekommen das sie auf Alte mitStreiter zurückgreifen muß,die noch nicht mal bis vor 1 Jahrzehnt ihrer Partei oder ihre Gesinnung angehört haben.

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